Sollten Sie dieses E-Mail nicht ordentlich sehen, klicken Sie hier, oder kopieren Sie den folgenden Link in Ihren Browser:
http://www.oekomanagement-club.at/newsletter55/newsletter-55.html


Winterpaket: Neues Energiepaket der EU vorgestellt
Die Europäische Kommission hat mit dem sogenannten Winterpaket ein umfangreiches Legislativpaket zur Energiepolitik vorgestellt. Das Legislativpaket umfasst vier Richtlinien und vier Verordnungen, unter anderem einen Vorschlag für eine bessere Koordinierung der nationalen Energiepolitiken durch abgestimmte nationale Klima- und Energiepläne (sog. Governance-Verordnung), eine neue Energieeffizienzrichtlinie, die Weiterentwicklung der Gebäuderichtlinie, eine neue Erneuerbaren-Richtlinie und ein neues europäisches Strommarktdesign. Mittelfristig sollen so auch die Ziele aus dem Paris Klimaabkommen erfüllt werden.

Ein Hauptpunkt des Pakets ist die geplante Steigerung der Energieeffizienz um 30%. Gelingen soll dies vor allem durch Maßnahmen in der Gebäudesanierung (z.B. durch Wärmedämmung). Auch sollen nur energieeffiziente Geräte auf den Markt kommen. Umweltorganisationen kritisieren, dass das Ziel nicht ambitioniert genug sei, und zudem nur auf gesamteuropäischer Ebene festgeschrieben wurde, verbindliche Vorgaben auf Länderebene fehlen.
Auch erneuerbare Energieträger sind im Paket enthalten, 2030 sollen sie bereits die Hälfte des gesamten in der EU produzierten Stroms ausmachen. Neu im Winterpaket enthalten ist die Forderung, erneuerbare Energien zunehmend marktbasiert zu handhaben: in diesem Sinne wird der  Netzeinspeisungs-Vorrang für Sonnen- und Windenergie teilweise abgeschafft. Bisher wurden an Tagen mit einem Überschuss am Stromerzeugung vor allem fossile Kraftwerke vom Netz genommen. Die Neuerung sei ein Rückschlag für grüne Energien, so Kritiker.

Das Paket bedeute ein "verlorenes Jahrzehnt für die Energiewende", erklärte der Bund für Umwelt und Naturschutz. Die Maßnahmen "bleiben weit hinter dem klimapolitisch Notwendigen zurück".
EU-Klimakomissar Miguel Arias Cañete verteidigt das Paket hingegen als bestmöglichen Konsens: „Es wird sehr anstrengend werden, dies in allen 28 Mitgliedsstaaten zu erreichen. Auf dem Papier lässt sich alles Mögliche festlegen, aber wenn man das dann nicht umsetzen kann, ist es bedeutungslos.“

Das Paket wurde dem EU-Parlament zur Abstimmung vorgelegt. „Wir haben aufmerksam der Kritik gelauscht“, sagte der für die Energieunion zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic in Straßburg. „Wir werden hart diesem Paket arbeiten müssen. Das steht auf unserer Prioritätenliste für [2017]."

Mehr zum Winterpaket finden Sie hier.
EU-Parlament nimmt Reformpaket für ETS-Markt an
Im Februar wurde eine Reform des europäischen Handelssystems für Treibhausgaszertifikate, dem sogenannten ETS-Markt, für die Handelsperiode nach 2020 beschlossen. Ziel war es, den Wettbewerb zu stärken, und gleichzeitig die energieintensiven Betriebe in Europa zu schützen.

Ab 2020 soll die Anzahl der gehandelten Emissionszertifikate pro Jahr um 2,2% abnehmen, bis mindestens 2024. Damit nahm das Parlament den ursprünglichen Vorschlag der Kommission an, ein ambitionierter Reduktionsplan wurde abgelehnt.
Weiters sollen überschüssige Zertifikate ab 2018 in eine sogenannte Marktstabilitäts-Reserve einfließen, anstatt versteigert zu werden. Die jährliche Rate der so zurückgezogenen Zertifikate soll 24% betragen, eine Verdopplung gegenüber dem ersten Legislationvorschlag.
Im nächsten Schritt wird das Legislativpaket im Rat der EU final verhandelt und in Gesetz gegossen.

Umweltorganisationen kritisieren die Reform als zu lasch; die Zertifikate würden somit weiterhin nicht die reale Emissionssituation abbilden.

Mehr dazu: www.europarl.europa.eu
90% neuer Energie in der EU kam 2016 aus erneuerbaren Quellen
Beinahe 90% der neu in der EU errichteten 24,5 GW an neuen Kapazitäten kamen 2016 aus eurneuerbaren Quellen, so ein aktueller Bericht des Guardian.
Damit hat Strom aus Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft den bisherigen Rekordwerd von 79% aus dem Jahr 2014 übertroffen.

Zum ersten Mal machten die Windparks mehr als die Hälfte der installierten Kapazität aus. Die Windenergie überholte damit Kohle, und wurde die zweitwichtigste Stromquelle in der EU nach Gas.
Der Bericht zeigt auch eine Spaltung der EU-Länder in Bezug auf Winkraft: während in Spanien, Portugal und Griechenland der Ausbau fast zum Erliegen kam, waren Deutschland und die skandinavischen Länder für einen Löwenanteil der neuen Projekte verantwortlich.
Förderpaket E-Mobilität gestartet
Um Österreich im Bereich Elektromobilität voranzubringen wurde das Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität geschnürt. Die beiden Ministerien BMLFUW und bmvit stellen für die Aktionspakete "E-PKW Betriebe" und "E-PKW Private" je 24 Millionen Budget zur Verfügung. Weitere 24 Millionen werden vom Arbeitskreis der Automobilimporteure beigesteuert.
Insgesamt können mit dem Paket bis zu 16.000 zusätzliche E-Autos auf die Straße gebracht werden.

Die Unterstützung setzt sich zusammen aus:
  • "E-Mobilitätsbonusanteil" der Autoimporteure beim Ankauf des Fahrzeugs, welcher unabhängig von etwaigen zusätzlichen Nachlässen von Autoimporteuren gewährt wird
  • "E-Mobilitätsbonusanteil" (E-Mobilitätsförderung) des Bundes aus Mitteln des BMLFUW und bmvit
Im Rahmen dieser budgetär und zeitlich begrenzten Förderungsaktion werden E-Zweiräder sowie PKW mit Elektro-, Brennstoffzellen- sowie Plug-In-Hybrid-Antrieben unterstützt. Ebenfalls gefördert wird die Errichtung von E-Ladeinfrastrukur.
Seit 01.03.2017 sind die Online-Registrierung sowie die formelle Einreichung von Förderungsanträgen möglich.

Mehr dazu finden Sie auf www.umweltfoerderung.at.
EMAS-Konferenz 2017
Die EMAS Konferenz ist ein alljährliches Highlight für das europäische Umweltmanagement in Österreich.
Neben zahlreichen Beiträgen zu aktuellen Umweltthemen gibt es bei dieser Veranstaltung die Gelegenheit sich mit anderen EMAS-Organisationen, BehördenvertreterInnen und BeraterInnen sowie UmweltgutachterInnen auszutauschen.

Außerdem wird der EMAS-Preis 2017 im Rahmen der Konferenz durch Umweltminister Andrä Rupprechter überreicht.
Veranstaltet wird die Konferenz vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW).

Die diesjährige Konferenz findet am 7. Juni 2017 im Festsaal der Wirtschaftsuniversität Wien statt.

Das Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung werden in Kürze auf www.umweltbundesamt.at veröffentlicht.
Gemeinde-Wettbewerb Climate Star 2018
Bereits zum achten Mal sucht das Klimabündnis die besten Klimaschutz-Projekte Europas. Eingereicht werden können laufende und abgeschlossene Projekte in vier nach Einwohnerzahl gestaffelten Kategorien.
Die Einreichfrist läuft von Mai bis Juli 2017.
Die Sieger werden auf Einladung von Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf im Frühjahr 2018 im Rahmen einer Gala im Schloss Grafenegg ausgezeichnet.
 
Nähere Informationen finden Sie auf www.klimabuendnis.at/aktuelles/aviso-climate-star-2018.
Einreichung zum Österreichischen Solarpreis 2017 gestartet
Bis Ende Juli 2017 können umgesetzte innovative Projekte zum Österreichischen Solarpreis 2017 eingereicht werden. Gleichzeitig darf EUROSOLAR AUSTRIA dazu aufrufen, zum EUROPÖISCHEN SOLARPREIS einzureichen.
Die Österreichischen und Europäischen Solarpreise werden von EUROSOLAR AUSTRIA seit 1994 an Gemeinden, kommunale Unternehmen, private Personen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen vergeben, die sich besonders um die Nutzung Erneuerbarer Energien verdient gemacht haben.
Es werden herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen Erneuerbarer Energien in verschiedenen Preiskategorien ausgezeichnet.  

Mehr Informationen zum Solarpreis sowie die Einreichunterlagen finden Sie auf www.eurosolar.at.

Neues aus Niederösterreich

Lesen Sie hier den Newsletter des Ökomanagement NÖ-Club.


Neues aus Salzburg

Neuigkeiten vom umwelt.service.salzburg erfahren Sie auf www.umweltservicesalzburg.at.

Neues aus der Steiermark

Neues von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit finden Sie auf www.win.steiermark.at.   

 

Neues aus Wien

Neues vom ÖkoBusinessPlan Wien erfahren Sie auf www.wien.gv.at/umweltschutz/oekobusiness.

 

Veranstaltungen

21. Internationale Passivhaustagung 2017
Tagung 

Das Passivhaus-Forum ist das Highlight der Veranstaltung. Dieses richtet sich insbesondere an Passivhaus-Neulinge. Fenster, Lüftung und erneuerbare Energien - hier erklären Vertreter des Passivhaus Instituts gemeinsam mit den Ausstellern, was es mit dem Passivhaus auf sich hat.
Die Workshops informieren schon im Vorfeld über neueste Entwicklungen. Viele Exkursionen bringen Sie zu den imposantesten Passivhäusern, die die Region zu bieten hat.
Die Passivhaus-Fachausstellung begleitet die Passivhaustagung. Hier präsentieren sich die führenden Hersteller von Passivhaus-Komponenten und Besucherinnen und Besucher erhalten ausführliche Informationen zu den verschiedenen Produkten.

Veranstalter: Passivhaus Institut Darmstadt und Innsbruck
Termin: 28.-29.04.2017
Ort: Messe Wien Congress Center, Messeplatz 1, 1021 Wien
Teilnahmegebühr: 690 € (für beide Veranstaltungstage)
Weitere Informationen: passivhaustagung.de/de/

Europäische Verkehrspolitik und Wirtschaft: Wie erreichen wir die Klimaziele 2050?
Diskussionsveranstaltung

MEP Michael Cramer, seit vielen Jahren im Europaparlament und im Verkehrsausschuss, wird uns an Beispielen der Europäischen Verkehrspolitik und der Förderungen die Stärken und Schwächen in Bezug auf die Klimaziele erläutern.
In der anschließenden Diskussion wollen wir am Beispiel Wien und Niederösterreich Ideen für eine verstärkte Grüne Verkehrspolitik und ihre Chancen für Unternehmer diskutieren.
Als Co-Referenten begrüßen wir dazu Herrn Ing. Friedrich Vogel zum Thema "Entwicklungsperspektiven im E-Mobilitäts-Bereich".

Veranstalter: Grüne Wirtschaft
Termin: 29.04.2014
Ort:  deli bluem im museum, Laudongasse 15, 1080 Wien
  
Teilnahmegebühr:  kostenlos
Weitere Informationen: www.gruenewirtschaft.at

Wasserrecht für die Praxis
Seminar 

Das seit 2011 jährlich stattfindende Praxisseminar behandelt die neuesten Entwicklungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und praktischer Anwendung des österreichischen Wasserrechts und des Wasserrechts der Europäischen Union. Nachdem im Vorjahr der Schwerpunkt auf dem "Verschlechterungsverbot" lag, wird heuer wieder eine Vielfalt praxisrelevanter Themen behandelt. 

Veranstalter: ÖWAV
Termin: 03.05.2017
Ort: Bundesamtsgebäude, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

Teilnahmegebühr: 220 € (ÖWAV-Mitglieder) /400 € (Nicht-Mitglieder)
Weitere Informationen: www.oewav.at

Österreichische Abfallwirtschaftstagung 2017 – Die Digitalisierung der Abfallwirtschaft
Symposium  

Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet unaufhaltsam voran und macht auch vor weiteren Entwicklungen und Innovationen in der Ressourcenbewirtschaftung keinen Halt. Die Abfallwirtschaftstagung 2017 zeigt auf, in welchen Bereichen der Abfallwirtschaft die Digitalisierung nicht mehr wegzudenken ist, und in welchen Bereichen neue Datengrundlagen und Innovationen geschaffen werden, welche zur Steigerung der Ressourceneffizienz und weiteren Optimierung einer modernen Ressourcenbewirtschaftung genutzt werden können.  

Veranstalter: ÖWAV
Termin: 10.-12.05.2017   
Ort: Stadthalle Graz, Messeplatz 1, 8010 Graz
Teilnahmegebühr:
360 € (ÖWAV-Mitglieder) /590 € (Nicht-Mitglieder)
Weitere Informationen: www.oewav.at

Aktionstage Nachhaltigkeit 2017
Event 

Die Aktionstage Nachhaltigkeit machen Menschen und deren Engagement zur Nachhaltigen Entwicklung sichtbar und durch ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm erlebbar.
Engagieren Sie sich für eine Nachhaltige Entwicklung in Österreich? Auch heuer geht es darum, gemeinsam mehr zu bewegen! Mit einer eigenen Aktion im Programm der Aktionstage, oder einer Teilnahme an einer der vielen Veranstaltungen in ganz Österreich können Sie dabei sein!   

Veranstalter: BMLFUW und die NachhaltigkeitskoordinatorInnen aller Bundesländer
Termin: 22.05.-09.06.2016
Ort: österreichweit

Weitere Informationen:  www.nachhaltigesoesterreich.at

BIOEM Großschönau - Energiespar- und Hausbaumesse 
Messe

Vier Tage ab Fronleichnam wird Großschönau alljährlich zur Messemetropole Niederösterreichs, und das bereits seit über 30 Jahren. Zusätzlich zu den Angeboten der Aussteller gibt es an allen vier Messetagen Vorträge u.a zu den Themen "Wald Klima-fit machen", "Geeigenetes Pflanzmaterial", "Schädlingsvorbeugung", "Holz Mobilisierung" und "Bauen mit Holz".

Veranstalter: TDW/BIOEM Großschönau
Termin:
15.-18.06.2017
Ort: BIOEM Messegelände, Sonnenplatz 1, 3922 Großschönau

Teilnahmegebühr:
8 €
Weitere Informationen: www.bioem.at

Aktuelle Rechtsinformation

Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter europa.eu.int/eur-lex abrufen.

Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Abbestellen" an club@oekomanagement.at

Impressum

Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

 

Chefredaktion: Anna Podovalova
Geschäftsführer: Hans Günter Plescher MAS
Brennaustraße 10
A-3500 Krems/Donau
club@oekomanagement.at