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EU-Parlament beschließt neue Regeln für gefährliche Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten

Das EU-Parlament hat kürzlich die Änderung der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS-Richtlinie) beschlossen.

Die bestehende RoHS-Richtlinie beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in einer breiten Palette an stromverbrauchenden Erzeugnissen, darunter kleinen und großen Haushaltsgeräte, IT- und Telekommunikationsanlagen sowie Verbrauchsgütern wie Radio- und Fernsehgeräten, Videokameras und Hi-Fi-Systemen.
Mit der Novelle wird der Anwendungsbereich der Richtlinie wird auf sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte einschließlich medizinischer Geräte und Überwachungsinstrumente ausgedehnt. Für die neu erfassten Elektro- und Elektronikgeräte gilt eine Übergangszeit von acht Jahren. Weiterhin ausgenommen sind Sonnenkollektoren, fest montierte Industriemaschinerie und militärische Geräte.
Außerdem wurde in Übereinstimmung mit REACH ein einfacherer und effizienterer Mechanismus zur Überprüfung und Änderung der Liste verbotener Stoffe eingeführt, wodurch weitere Substanzen anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse berücksichtigt werden können.
Die Revision der Richtlinie hat globale Auswirkungen, da sie auch auf Importe aus Drittländern in die EU Anwendung findet.

Im EU-Parlament wurde im Rahmen der Novellierung auch die Ausweitung der Liste der verbotenen Substanzen debattiert; u.a. sollten drei Phtalate (Weichmacher für Kunststoff) und ein bromiertes Flammschutzmittel auf die schwarze Liste gesetzt werden. Schlussendlich wurde die Novelle ohne eine erweiterte Liste beschlossen, allerdings wird die EU-Kommission nach Ablauf von drei Jahren weitere Inhaltsstoffe, darunter  Nanomaterialien, auf ihr Gefahrenpotenzial hin prüfen.
Aktuell enthält die Liste verbotener Materialien bereits Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, polybromierte Biphenyle (PBB) und polybromierte Diphenylether (PBDE).

Die EU-Kommission begrüßte die neuen Rechtsvorschriften, "denn sie straffen die Verfahren, nach denen künftig Beschränkungen für Stoffe festgelegt werden, und bringen es mit anderen Rechtsvorschriften für chemische Stoffe in Einklang".
Der Europäische Verband der Hersteller von Elektro-Haushaltsgeräten (CECED) äußerte sich positiv zur Revision der Richtlinie, da sie "die Klarheit und Berechenbarkeit für alle Akteure auf dem Markt stärken" würde. Allerdings sei noch unklar, wie die geplante Bewertung weiterer Materialien in der Praxis erfolgen soll.
Die Mitgliedstaaten haben als nächstes 18 Monate Zeit, die Richtlinie in innerstaatliches Recht zu übertragen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission zu Elektro- und Elektronikgeräten.

CO2-Handel 2013: Vorschläge zu Emissions-Cap, Allokationsmethodik und Beschränkung von Offsets

Neue Emissionsgrenzen für erweiterten Geltungsbereich der EU-ETS ab 2013

Vor einigen Wochen verlautbarte die EU-Kommission eine zweite Entscheidung über die Höchstgrenze (das sogenannte "Cap") der Emissionszertifikate für das Jahr 2013, dem ersten Jahr der Handelsperiode 2013-2020 des EU-Emissionshandelssystems (ETS).

Die zweite Entscheidung berücksichtigt den erweiterten Anwendungsbereich (einschließlich anderer Sektoren und Treibhausgase) des EU-ETS ab 2013. Unter anderem werden dann auch die Emissionen aus der Produktion von organischen Grundchemikalien, Wasserstoff, Ammoniak und Aluminium erfasst werden, wie auch die N2O-Emissionen aus der Herstellung von Salpetersäure, Adipinsäure Salpeter-, Adipin-, Glyoxylsäure und Glyoxal und die PFC-Emissionen aus der Aluminiumproduktion. Das Emissions-Cap für das Jahr 2013 wurde mit dem neuen Anwendungsbereich um 113 Mio. Zertifikate auf insgesamt 2,039 Mrd. Zertifikate erhöht.
Die jährliche Reduktion der Emissionen für die neuen Anlagen wurde mit 1,74% angenommen. Dies entspricht dem  Wert der Reduktionsverpflichtungen der bestehenden ETS-Teilnehmer. Mit einer jährlichen Emissionsminderung in diesem Ausmaß wird das Ziel einer 20%igen Reduktion der Emissionen bis 2020 im Vergleich zum Niveau von 2005 erreicht.
Die Luftfahrt ist bei der zweiten Entscheidung ausgenommen; die Zuteilung an die Luftfahrzeugbetreiber erfolgt durch eine gesonderte Entscheidung der Kommission.

Der Entwurf wird in einem nächsten Schritt mit den Sachverständigen der Mitgliedstaaten diskutiert; nach einem positiven Beschluss folgt eine 3-monatige Begutachtungsphase durch das Europäische Parlament und den Rat vor der formellen Beschlusserlassung durch die Kommission.

Weitere Informationen zur Emissionsobergrenze für das Jahr 2013

Regeln für die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten präsentiert

Die überarbeitete ETS-Richtlinie sieht für die dritte Phase des EU-Emissionshandelssystems (2013-2020) vor, dass die Zuteilung von Emissionszertifikaten kostenfrei auf Basis von Benchmarks an alle Sektoren (mit Ausnahme der Stromerzeuger, die Zertifikate ersteigern werden) erfolgt.

Die Kommission präsentierte kürzlich einen Vorschlag mit Regeln und Benchmarks für den Zuteilungsprozess:
Die Anzahl der Zertifikate für ein bestimmtes Produkt soll sich dabei aus den historischen Produktionsdaten dafür, multipliziert mit einem vereinheitlichten Produkt-Benchmark, ergeben. Für Produkte, für die keine  Benchmarks zur Verfügung stehen – die Kommission schätzt diese auf 25% der Fälle – kommt einer von drei alternativen Ansätzen (auf Basis von Hitze-, Treibstoff- oder Prozess-Benchmarks) zur Berechnung der Emissionen zur Anwendung.
Die Benchmark-Werte selbst ergeben sich aus der durchschnittlichen historischen Leistung der 10% effizientesten Anlagen im ETS-Markt.

Mitgliedstaaten müssen der Kommission die Menge der Zertifikate, die sich auf der Grundlage der oben Zuteilungsregeln ergibt, bis zum 30 September 2011 mitteilen.

Weitere Informationen über die Zuteilungsregeln

Vorschlag über die Beschränkung von CO2-Offset-Gutschriften

Im vergangenen Monat schlug die Kommission ein Verbot von Offset-Gutschriften aus Trifluormethan (HFC-23) und Lachgas (N2O) im Rahmen des ETS vor.

Im Rahmen des ETS-Regelung können Industrieländer einen Teil ihrer Klimaschutzziele durch Investitionen in Projekte zur CO2-Emissionsminderung in Entwicklungsländern ("Clean Development Mechanism") erfüllen.
Allerdings widmet sich derzeit ein großer Teil dieser Projekte (vorwiegend in China und Indien) der Zerstörung des Treibhausgases HFC-23. HFC-23, ein Kältemittel, hat ein 11.700 Mal größeres Treibhauspotenzial als CO2, während die Kosten seiner Zerstörung niedrig sind. Diese Kombination hat zu einem Missbrauch der Regelung geführt, indem Unternehmen die für das billig zerstörte HFC-23 erhaltenen Emissionszertifikate gewinnbringend verkaufen; sie liefert sogar einen perversen Anreiz, überhaupt erst mehr HFC-23 zu produzieren.
Aus diesen Gründen hat die Kommission vorgeschlagen, HFC-23 (wie auch N20 aus der Adipinsäure-Produktion) ab 2013 aus dem Emissionshandel auszunehmen.

Der Vorschlag wurde von Umweltorganisationen begrüßt. Er sei notwendig um gewährleisten zu können, dass das EU-ETS sich "nicht zu einer Mülldeponie für Offset-Gutschriften schlechter Qualität", die wiederum zu mehr Emissionen führen, entwickle.
Der Vorschlag der Kommission wird während der Weltklimakonferenz in Cancún Gegenstand der Diskussion und Abstimmung sein.

Weitere Informationen über die Beschränkung von Offset Credits

Europäischer Umweltzustandsbericht 2010 veröffentlicht

Die Europäische Umweltagentur hat Ende November ihren vierten Bericht "Die Umwelt in Europa - Zustand und Ausblick" veröffentlicht. Der Bericht ist eine umfassende Bestandsaufnahme, wie und warum sich die Umwelt in Europa verändert und was dagegen getan wird.

Wichtigste Ergebnisse und Empfehlungen:

  • Klimawandel: Die Europäische Union hat bei der Verringerung von Emissionen und dem Ausbau erneuerbarer Energien Fortschritte gemacht. 2009 lagen die Emissionen der EU-27 um 17% unter dem Wert von 1990 und damit schon sehr nahe am Emissionsminderungsziel von 20% bis 2020. Leider ist dieser positive Trend nicht in allen Sektoren zu verzeichnen. So stiegen die Emissionen der EU-27 aus dem Verkehr zwischen 1990 und 2008 um 24%.
  • Anpassung an den Klimawandel: Auch wenn Europa alle seine Emissionsreduktionsziele erfüllt und die Staats- und Regierungschefs, die gerade auf dem internationalen Klimagipfel in Cancún zusammengekommen sind, darin übereinstimmen, dass drastische Maßnahmen notwendig sind, muss sich Europa dennoch an die derzeitigen und künftig zu erwartenden Folgen des Klimawandels anpassen. Ein gewissenhafter Umgang mit den natürlichen Ressourcen kann dabei helfen.
  • Biologische Vielfalt, Ökosysteme und Gesundheit: Natura 2000, ein Netz von Schutzgebieten, das mittlerweile rund 18% der EU-Landfläche abdeckt, hat zum Schutz gefährdeter Arten und zur Bewahrung von Grünflächen sowie Erholungsgebieten beigetragen. Die Rechtsvorschriften zur Luft- und Wasserqualität haben die Belastungen für die biologische Vielfalt und den Menschen verringert. Andererseits haben die intensivierte Landnutzung, der Verlust von Lebensräumen und die Überfischung verhindert, dass die EU ihr Ziel für den Erhalt der biologischen Vielfalt bis 2010 erreicht hat.

Der Bericht unterstreicht auch die Notwendigkeit integrierter Lösungen, die der zahlreichen Verbindungen zwischen den verschiedenen Herausforderungen - ökologischer und anderer Natur - gerecht werden, z.B. durch die Bepreisung der Umweltkosten von Waren und Dienstleistungen, um Unternehmen und Verbraucher in Richtung Ressourceneffizienz zu lenken. Auch die Bürgerbeteiligung als integraler Bestandteil aller umweltpolitischen Bemühungen wird betont.

Österreich wird im aktuellen Umweltzustandsbericht ein gutes Zeugnis ausgestellt: Beim Anteil erneuerbarer Energieträger liegt es an 4. Stelle - hinter Schweden, Lettland, Finnland - und damit im europäischen Spitzenfeld. Österreich gehört außerdem zu den Ländern mit den höchsten Reduktionsraten beim Abfallmanagement und hat einen unterdurchschnittlichen Wasserverbrauch relativ zu den verfügbaren Wasserressourcen.
Beim Ressourcenverbrauch pro Person liegt Österreich allerdings etwas über dem Durchschnitt der EU-27. Zudem verzeichnete es in der Berichtsperiode einen Anstieg an Treibhausgasen, jedoch macht der Anteil von Österreich an den gesamten EU-Emissionen mit 1,8 Prozent einen relativ geringen Prozentsatz aus.

Der Umweltzustandsbericht erscheint alle fünf Jahre und liefert Informationen zum aktuellen Zustand der Umwelt in Europa, Trends und Prognosen, und setzt sich mit Ursachen, Folgen und möglichen Gegenmaßnahmen auseinander. Alle Inhalte sind online unter www.eea.europa.eu/soer abrufbar.

Gewinner der europäischen EMAS-Awards stehen fest 

Sechs Organisationen wurden für vorbildliches Umweltmanagement mit Preisen des Europäischen Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfungssystems (EMAS) ausgezeichnet. Die Gewinner wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Brüssel bekannt gegeben.
Mit den jährlichen Umweltpreisen der Kommission werden seit dem Jahr 2000 private Unternehmen und öffentliche Organisationen für herausragende Umweltleistungen ausgezeichnet. Die Preise für 2010 wurden für einen effizienten Einsatz von Ressourcen unter Berücksichtigung des Wasser- und Energieverbrauchs, des Abfallaufkommens und der CO2-Emissionen verliehen. Dieses Jahr war eine Rekordzahl von 42 Organisationen aus 15 europäischen Ländern für diese Preise nominiert. Die sechs Gewinner wurden von einer Jury aus sechs Experten für Umweltmanagement und Ressourceneffizienz ausgewählt.

Die Preise wurden an folgende Organisationen vergeben:
  • Mikro-Organisationen: Soc. Coop. Dog Park a r.l (Italien): Die Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Neapel wurde für ihre hohe Ressourceneffizienz gewürdigt.
  • Kleine Organisationen: Ecoprint AS (Estland): Die Druckerei widmet sich unter anderem der Entwicklung von "Green Print", der ersten umweltfreundlichen Druckdienstleistung auf dem estnischen Markt.
  • Mittlere Organisationen: Oxfam-Solidarité (Belgien): Die Organisation Oxfam Solidarité, die mehr als 25 Länder mit den Erlösen aus ihren Shops unterstützt, konnte ihren Papierverbrauch innerhalb von zwei Jahren um 20% senken und dank besserer Arbeitsorganisation die CO2-Emissionen um 10% reduzieren.
  • Große Organisationen: Mahou S. A. (Spanien): Die Brauerei, die 80% des von Spanien exportierten Bieres produziert, konnte durch verbesserte Abfalltrennung die Deponieentsorgung von Abfällen um über 90% reduzieren.
  • Öffentliche Organisationen / kleine Organisationen: Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Deutschland): Die Schule wurde für ihren Einsatz grüner Informationstechnologie ausgezeichnet.
  • Öffentliche Organisationen / große Organisationen: Sandwell Homes (Vereinigtes Königreich): Die im sozialen Wohnungsbau tätige Organisation reduziert den Energieverbrauch und den Einsatz von Rohstoffen in den von ihr verwalteten Gebäuden und erzeugt mittels Sonnenkollektoren und Photovoltaikzellen einen Teil ihres eigenen Stroms.
Mehr zur Preisverleihung und zu den ausgezeichneten Organisationen finden Sie auf http://ec.europa.eu/.

Getzner Werkstoffe - österreichisches Unternehmen für European EMAS Award 2010 nominiert

Getzner Werkstoffe wurde als einziges österreichisches Unternehmen für den European EMAS Award nominiert und erhielt am 25. 11.2010 einen Anerkennungspreis. Bereits im Juni erhielt das Unternehmen für seine umfassende Umwelterklärung, die den Umweltgedanken in allen Aktivitäten des Unternehmens verankert,  den nationalen EMAS-Preis.  
Mit der European EMAS-Auszeichnung würdigt die EU-Kommission Betriebe, die im europäischen Vergleich Überragendes für den betrieblichen Umweltschutz geleistet haben. "Bereits vor zehn Jahren definierte Getzner den Umweltschutz als bedeutsames Firmenziel. Dieser Gedanke findet sich in allen Unternehmensbereichen wieder", erklärt Geschäftsführer Dr. Roland Pfefferkorn.
 
Als eine der Maßnahmen für die Umwelt optimiert Getzner Werkstoffe den Materialverschnitt kontinuierlich, Reststoffe werden teilweise nach dem im Unternehmen selbst entwickelten  Recycling-Prozess wieder der Produktion zugeführt. Auch der Wasserverbrauch in der Produktion wird stetig reduziert. Schon die Arbeit von Getzner an sich trägt zur Verbesserung der Umweltbedingungen bei: Seit über 40 Jahren reduzieren Lösungen von Getzner aus Polyurethan störende Erschütterungen und Schwingungen und verbessern so die Lebensqualität in den Bereichen Bahn, Bau und Industrie.
EMAS in Niederösterreich
Niederösterreich geht mit gutem Beispiel voran und ist leistet in der Verwaltung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer gesunden Umwelt. Damit verbunden ist, dass die eigenen Tätigkeiten und innerbetrieblichen Abläufe nachhaltig umweltgerecht ausgeübt und gestaltet werden.
Dafür hat das Amt der Landesregierung ein Umweltmanagementsystem nach der EU-EMAS Verordnung eingeführt, das von externen Gutachtern begutachtet und mit der Veröffentlichung der vom Umweltgutachter validierten  Umwelterklärung abgeschlossen wurde.


Die Ausgezeichneten mit der EMAS-Teilnahmeurkunde  (Foto: NLK Johann Pfeiffer).

In einem weiteren Schritt haben auch die Bezirkshauptmannschaften Horn, Melk und Mistelbach ein Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt und die externe Überprüfung erfolgreich absolviert. Dadurch sollen die Leistungen zum Schutz der Umwelt durch externe Gutachter bestätigt und auch aufgezeigt werden, dass Umweltschutz alle angeht.
Das Bekenntnis zu diesem umfassenden Umweltschutz wurde in einer gemeinsamen "Umweltpolitik der Bezirkshauptmannschaften" niedergeschrieben.
Im Rahmen des 5. NÖ Klimatages überreichte Umweltlandesrat Stephan Pernkopf  die EMAS Teilnahmeurkunde an die den Bezirkshauptfrau/männer.

Weitere Informationen zum Umweltmanagementsystem EMAS finden Sie unter www.emas.gv.at.
Römerquelle erhält EMAS-Zertifikat
Im November dieses Jahres wurde die EMAS-Teilnahmeurkunde an den Getränkehersteller Römerquelle überreicht.  "Systematisches Umweltmanagement zahlt sich für die Umwelt, das Klima und die Betriebe aus. Ein modernes, kundenorientiertes Unternehmen bleibt ohne ein aktives nachhaltiges Wirtschaften heute nicht mehr wettbewerbsfähig. Römerquelle sichert sich durch langjähriges Engagement im Umweltschutz und Recycling neue Chancen und Wettbewerbsvorteile und beweist damit, dass Umweltschutz und Wirtschaft Hand in Hand gehen können", so Umweltminister Niki Berlakovich bei der Übergabe der EMAS-Auszeichnung.

Von links: Josef Redl, Betriebsleiter Römerquelle; Erwin Langela, Manufacturing Manager Coca-Cola Hellenic Österreich; Barry O'Connell, Generaldirektor Coca-Cola Hellenic Österreich; Bundesminister Niki Berlakovich; Gerald Handig, Bürgermeister Edelstal.

Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil der Römerquelle Unternehmensphilosophie. Eines der zentralen Umweltziele ist die Verringerung des Energieverbrauchs, der durch eine Energieoptimierungsstudie im heurigen Jahr um drei Prozent gesenkt werden konnte.
Römerquelle investiert allerdings nicht nur in Produktionsprozesse und Technologien, die Umweltschutz und Recycling fördern, sondern betreibt auch Bewusstseinsbildung bei den Konsumenten. Dieses Engagement für die Umwelt wurde bereits durch zahlreiche regionale wie nationale Umweltauszeichnungen, wie das Österreichische Umweltzeichen, gewürdigt. Neben Umweltschutzthemen am Standort Edelstal ist dem Unternehmen auch die Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein wesentliches Anliegen.

Das freiwillige Umweltmanagementsystem EMAS trägt maßgeblich dazu bei, Umweltschutz sowie eine nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft und in der Verwaltung zu integrieren und gehört heute zum Standard für innovative und engagierte Unternehmen. In Österreich sind derzeit 260 Organisationen an 651 Standorten EMAS-registriert. Damit ist Österreich bezogen auf die Einwohnerzahl Spitzenreiter bei der Teilnahme am EMAS-System.

Mehr zur Verleihung der EMAS-Urkunde an Römerquelle finden Sie auf http://presse.lebensministerium.at/.
Weitere Informationen zum Umweltmanagementsystem EMAS finden Sie unter www.emas.gv.at.

Neue Förderungsrichtlinien für betriebliche Abwassermaßnahmen

Mit 15. Oktober 2010 sind die neuen Förderungsrichtlinien für betriebliche Abwassermaßnahmen 2010 (BAM) in Kraft getreten.

Gegenstand der Förderung sind insbesondere abwasserbezogene Maßnahmen innerbetrieblicher Art, die der Verbesserung der Beschaffenheit von betrieblichen Abwässern dienen, betriebliche Abwasserbehandlungsanlagen, die Umstellung auf wasservermeidende und wassersparende Technologien zur Minimierung der für die Produktion notwendigen Wassermengen und Einrichtungen zur Verwertung und Nutzung der in Anlagen anfallenden und wieder zu gewinnenden, erneuerbaren Energieträger sowie zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen (insgesamt maximal im Ausmaß des Energiebedarfes der betrieblichen Abwasserbehandlungs- und -ableitungsanlage).
Die Zielsetzung der Richtlinie ist die Förderung von freiwilligen Mehrleistungen, die die Beeinträchtigung der Gewässer durch Abwässer aus Produktionsanlagen vermeiden oder verringern. Mit dieser neuen Förderungsrichtlinie soll weiters ein Anreiz zum Einsatz ressourcenschonender und energiesparender Technologien geschaffen werden. Erstmals werden daher auch Maßnahmen zum Wasser- und Energiesparen und zur Nutzung erneuerbarer Energie gefördert. Die Förderungssätze liegen je nach Art der Maßnahme und Größe des Unternehmens zwischen 15% und 40%.

Weitere Informationen zu den Förderungen sowie Richtlinien und Formblätter stehen auf der Homepage der Kommunalkredit Public Consulting zur Verfügung.

Umweltpolitische Standards in der EU - Entwicklung und Ausblick

Zum Abschluss des aktuellen Jahres bieten wir im Folgenden einen Rückblick auf die Entstehung von Umweltmanagementsystemen in der EU und einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungstendenzen.

Die Europäische Union (EU) bekennt sich zur Steigerung des Wohlstandes, der sich nicht auf Ausbeutung der Naturschätze und Schädigung der Umwelt stützen darf. Diesem Grundsatz entsprechend wurden die umweltpolitische Aktivitäten auf europäischer Ebene seit den 70er Jahren beständig ausgeweitet.
Einen wichtigen Meilenstein im Bestreben, Normen für Umweltmanagementsysteme zu schaffen, mit denen die Einhaltung aller relevanten Umweltvorschriften für Unternehmen gewährleistet wird, bildet die 1993 in Kraft getretene EMAS-Verordnung. Das "Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Betriebsprüfung
" der europäischen Union ist jedoch nicht nur ein Kontroll-System zur Einhaltung sämtlicher Umweltvorschriften, sondern auch ein Management-Tool für die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen im Unternehmen und deren Kommunikation an die Öffentlichkeit.
In Zukunft könnte EMAS auch zur Messung der Umweltleistung der einzelnen EU-Staaten herangezogen werden: Die EU plant - parallel zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches die Wirtschaftsleistung darstellt - einen Indikator für die Umweltleistung einer Nation. Dieser soll Klimawandel und Energieverbrauch, Natur und Artenvielfalt, Luftverschmutzung und Folgen für Gesundheit, Wasserverbrauch sowie Abfallaufkommen berücksichtigen. Es handelt sich also um keinen Zufall, dass die in der EMAS-VO III geforderten Kernindikatoren auf die angeführten Aspekte abzielen.

Weitere Details zur historischen Entwicklung, sowie zu Zielen und Merkmalen der einzelnen Umweltmanagement-Ansätze in Österreich, der EU und auf globaler Ebene bietet die Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH hier.

Neues aus Niederösterreich

Hier finden Sie den Newsletter des Ökomanagement NÖ-Club.

Neues aus Oberösterreich

Neuigkeiten von der Ökoberatung erfahren Sie auf www.oeko-beratung.at.

Neues aus Salzburg

Neuigkeiten vom umwelt.service.salzburg erfahren Sie auf www.umweltservicesalzburg.at.

Neues aus der Steiermark

Neues von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit finden Sie auf www.win.steiermark.at.   

 

Neues aus Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien informiert Wiener Betriebe über Energiesparpotenziale bei der Beleuchtung.
Weitere Neuigkeiten vom ÖkoBusinessPlan Wien erfahren Sie auf www.oekobusinessplan.wien.at.

 

Veranstaltungen

Klimaretter vor der Vorhang 
Festveranstaltung 

Die Klimarettung ist ein mehrjähriges Klimaschutzprojekt des Landes Oberösterreich, das zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten für Haushalte, Schulen, Gemeinden, Betriebe, Wohnbauträger und andere Organisationen bietet. Bei der Festveranstaltung bekommen "Klimaretter, Klimapioniere und Klimarettungspartner" ihren ganz besonderen Platz auf der Bühne. Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Haushalts-Klimabilanz-Gewinnspiels erhalten tolle Geldbeträge in bar (zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen) sowie wertvolle Sachpreise.Alle am Klimaschutz Interessierten sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Oö. Akademie für Umwelt und Natur
Termin: 13.12.2010
Ort: Redoutensäle, Promenade 39, 4021 Linz
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: www.umweltakademie.at

Der "Rebound - Effekt": Energieeffizienz - Teil der Lösung oder des Problems?
Informationsveranstaltung 

Eine effizientere Nutzung von Energie ist die wichtigste Strategie, um in Zukunft den wachsenden Energiebedarf zu decken und das Klima zu schützen. Warum jedoch das Energieeinsparpotenzial von Effizienzsteigerungen oftmals nicht realisiert werden kann, sondern diese sogar zu einem erhöhten Energieverbrauch führen können, liegt am Rebound Effekt. In drei Impulsreferaten werden im Rahmen dieser Veranstaltung der Rebound Effekt, seine Auswirkungen und Ausmaße sowie mögliche Strategien und Instrumente zu seiner Verringerung vorgestellt. Anschließend findet eine ausführliche, moderierte Diskussion mit dem Publikum zu den einzelnen Fragestellungen statt.

Veranstalter: Lebensministerium, Umweltbundesamt, Universität für Bodenkultur
Termin: 15.12.2010
Ort: Festsaal des Lebensministeriums, Stubenbastei 5, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: http://kalender.lebensministerium.at

Smart energy day
Informationsveranstaltung

Der Klima- und Energiefonds startet am 15. 12. 2010 das Förderprogramm "Smart Energy Demo – FIT for SET", das die Umsetzung europaweit sichtbarer und international anschlussfähiger Demonstrationsvorhaben im Themenbereich "Smart Energy" in Österreich initiiert und unterstützt. Zum Auftakt des Calls informiert der "smart energy day" über das Förderprogramm, internationale Aktivitäten und Good-Practice-Modelle.

Veranstalter: BMVIT, Klima- und Energiefonds
Termin: 15.12.2010
Ort: Hofburg, Heldenplatz 1, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: www.oewav.at 

Geothermie - Thermische Nutzung des Untergrundes
Seminar 

Die nachhaltige Nutzung der regenerativen Energiequelle Geothermie stellt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und somit auch einen bedeutenden Eckpunkt einer österreichischen Energiestrategie dar. In diesem Seminar sollen die wasserrechtlichen sowie energiewissenschaftlichen Rahmenbedingungen einer geothermischen Nutzung des Untergrundes diskutiert werden. Des Weiteren sollen Potenziale und Chancen der Geothermie aus anwendungsorientierter und wissenschaftlicher Sicht beleuchtet sowie Erfahrungen und Erkenntnisse von Experten unterschiedlicher Disziplinen (Verwaltung, Sachverständige, Planer, Wissenschaftler) präsentiert werden.

Veranstalter: ÖWAV
Termin: 20.01.2011
Ort: Universität Innsbruck, Großer Hörsaal (EG), Technikerstraße 13, 6020 Innsbruck
Teilnahmegebühr: EUR 210 (Mitglieder des ÖWAV) / EUR 360 (regulär); exkl. USt
Weitere Informationen: www.oewav.at

Energierecht aktuell 
Seminar

Das Seminar behandelt aktuelle Entwicklungen im Europarecht, relevante Inhalte aus dem Umwelt- und Klimaschutzrecht sowie die aktuelle Energiegesetzgebung in Österreich. Unter anderem werden Umweltrecht und Klimaschutz, Energieeffizienz, 3rd package,  Ökostrom, Novelle Wasserrecht, Umwelthaftung, etc. besprochen.

Veranstalter: IIR
Termin: 25.-26.01.2011
Ort: MID Town Meeting und Businesscenter GmbH, Ungargasse 64-66, Stiege 3, 1. Stock, 1030 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 1.595 exkl. USt
Weitere Informationen: www.iir.at

Central European Biomass Conference 2011
Symposium

Die Mitteleuropäische Biomassekonferenz 2011 wird als Informationsdrehscheibe einen aktuellen Überblick über die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen auf dem gesamten Gebiet der energetischen Biomassenutzung geben. Darüber hinaus soll die Konferenz natürlich eine Plattform zum Austausch von Informationen, Ergebnissen und Erfahrungen sein sowie die Möglichkeit zur Vernetzung bieten.

Veranstalter: Österreichischer Biomasseverband
Termin: 26.-29.01.2011
Ort: Messe Congress Graz, Tagungszentrum, Messeplatz 1, 8010 Graz
Weitere Informationen: www.biomasseverband.at

Zero Waste – Irrweg oder Vision?
AEVG-ÖWAV-Fachtagung

Die Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedsstaaten in der Abfallrahmenrichtlinie 2008 zur Erstellung und Einhaltung eines nationalen Abfallvermeidungsprogrammes. Auch der Ruf nach einem Beitrag der Abfallwirtschaft zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele von Kyoto wird immer lauter. Erfolgreiche Strategien zur Abfallvermeidung und der Trend zur Entwicklung einer Recycling-Gesellschaft können hier einen großen Beitrag leisten und tun es aktuell bereits. Im Rahmen der Tagung Forum Abfallwirtschaft 2011 wird daher das international seit einiger Zeit heiß diskutierte Thema ZERO WASTE von mehreren Seiten umfassend beleuchtet.  

Veranstalter: ÖWAV, AEVG
Termin: 27.01.2011
Ort: Flughafen Graz-Thalerhof
Teilnahmegebühr: EUR 130 (Mitglieder) / EUR 230 (regulär), exkl. USt
Weitere Informationen: www.oewav.at

Haftung beim Umgang mit Chemikalien
Workshop

Die REACH VO bringt für die Unternehmen eine Reihe von Anforderungen. Diese müssen in den betroffenen Unternehmen erfüllt werden, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Dabei ist die Komplexität der Aufgaben, welche die REACH Verordnung vorsieht, sehr vielfältig und verlangt u.a. unternehmensinterne Entscheidungen mit teils langfristigen Folgen. Mindestens ebenso komplex ist daher die Frage der Verantwortlichkeit der konkret handelnden Personen/Mitarbeiter bzw. des Unternehmens selbst für die, zur Umsetzung von REACH, getätigten Handlungen. Diese Fragen werden im Rahmen des Workshops behandelt. 

Veranstalter: WKÖ, BMWFJ
Termin: 29.01.2011
Ort: 
Rudolph-Sallinger-Saal (Saal 6), Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: http://portal.wko.at 

7. Internationale Energiewirtschaftstagung "Märkte um des Marktes Willen?" 
Tagung

Das Thema "Energie" ist seit der Ölkrise von 1973 stets in den Schlagzeilen zu finden: Ölkatastrophen, Energiepreisspekulation, Elektroautos, Supergrids, Solarenergie aus Afrika, Klimaschutz und Emissionshandel. Darüber hinaus hat die Liberalisierung der Energiemärkte zu neuen Herausforderungen in Bereichen wie Netzausbau, Smart Grids, Regulierung/Unbundling und Steigerung verbraucherseitiger Effizienzen geführt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob rein marktorientierten Strategien erfolgversprechend sind, um aktuelle energiewirtschaftliche Probleme zu lösen. Die Tagung diskutiert diese und weitere Fragen und zeigt Lösungsansätze auf. 

Veranstalter: Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien, AEE
Termin: 16.-18.02.2011
Ort: Technische Universität, Karlsplatz 13, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 350
Weitere Informationen: http://eeg.tuwien.ac.at

Aktuelle Rechtsinformation

Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter europa.eu.int/eur-lex abrufen.

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Impressum

Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

 

Chefredaktion: Anna Podovalova
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