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NÖ Klimaprogramm 2009-12 beschlossen


"Klimaschutz und sichere Energieversorgung sind soziale Fragen, die darüber entscheiden, ob wir eine gerechtere Gesellschaft erreichen. Sowohl weltweit als auch in den einzelnen Staaten sind vielfach die Ärmsten am stärksten von den Auswirkungen der Ressourcenknappheit betroffen", erklärte Landesrat DI Josef Plank am 14. Jänner bei der Präsentation des niederösterreichischen Klimaprogramms 2009-12 in St. Pölten, das tags zuvor von der NÖ Landesregierung beschlossen wurde. Das NÖ Klimaprogramm setzt sich umfassend mit regionalen Lösungsansätzen auseinander und weist 200 Maßnahmen sowie eine Reihe von Initiativen und Programmen aus.

Landesrat Plank will die Bemühungen in Sachen Klimaschutz verstärken, zumal auch Niederösterreich bei der Reduktion des Kohlendioxidausstoßes noch viele internationale Vorgaben zu erfüllen hat. Das gesteckte Ziel: den Kohlendioxidausstoß bis 2012 um rund 3,6 Millionen Tonnen zu reduzieren.
Ein großes Anliegen ist dabei das neue Ökostromgesetz, in dem Ziele und Verantwortlichkeiten für ganz Österreich bindend festgeschrieben werden. In diesem Zusammenhang soll laut Plank ein Weg zur Erreichung der europäischen Klima-Ziele für 2020 und eine darüber hinausreichende langfristige Perspektive im Umweltbereich erarbeitet werden. "Um diese Vorgaben zu erreichen, braucht es gemeinsame Anstrengungen bei der Sanierung von Altbauten", so Plank. Die NÖ Landesregierung verfolge daher ein Programm zur Verdreifachung der bisherigen Anzahl der sanierten Gebäude, was insgesamt etwa 16.000 Bauwerken jährlich entspricht. 
Einen Schlüsselbereich in der Klimapolitik bildet laut Plank der Verkehrssektor: "Zentrales Ziel ist es, Mobilität von Personen und Gütern möglichst umweltfreundlich zu gestalten", so Plank. Daher müsse neben der Forcierung des öffentlichen Verkehrs in neue Technologien investiert werden, um den Kohlendioxidausstoß von Fahrzeugen zu reduzieren und die Emissionen schadstoffärmer zu machen, u. a. durch den Umstieg auf alternative Kraftstoffe und Antriebe.

Nähere Informationen zum NÖ Klimaprogramm 2009-12 finden Sie unter www.noe.gv.at/umwelt/klima.

"Masterplan Wasserkraft NÖ" präsentiert 


Am 11. Februar 2009 wurde der "Masterplan Wasserkraft NÖ" präsentiert. Mit diesem bekennt sich das Land Niederösterreich zur vermehrten Nutzung der Wasserkraft unter Berücksichtigung des Gewässer- und Naturschutzes. Vor allem bei der Kleinwasserkraft seien noch Ausbaupotenziale gegeben, die auch genutzt werden sollen, so Landesrat DI Josef Plank bei der Präsentation des Masterplans.

Derzeit existieren in Niederösterreich rund 300 Kleinwasserkraftanlagen mit einer Leistung über 50 Kilowatt, die rund 420 Gigawattstunden pro Jahr erzeugen. Dies entspricht 4,2 Prozent des niederösterreichischen Strombedarfs bzw. einer Versorgung von rund 120.000 Haushalten. Durch die Verbesserung der bestehenden Anlagen etwa mittels Einbaus moderner Turbinen bzw. geringfügigen Stauziel-Erhöhungen könnten zusätzlich rund 65 Gigawattstunden produziert und damit die Versorgung weiterer 18.000 Haushalte gewährleistet werden. Mit neuen Kraftwerken könnten indes rein energiewirtschaftlich betrachtet bis zu 750 Gigawattstunden jährlich erzielt werden. Berücksichtigt man dabei ökologische Kriterien, so ergibt sich ein Ausbaupotenzial von rund 50 Gigawattstunden, das aber auf 300 gesteigert werden könnte, wenn mit ökologischen Begleitmaßnahmen weitere Gewässerstrecken in die Überlegungen miteinbezogen würden.

Für die ökologischen Verbesserungen an bestehenden Kraftwerken haben der Bund und das Land Niederösterreich neue Förderungen eingerichtet. Der Bund fördert die Maßnahmen mit bis zu 30 Prozent, das Land Niederösterreich hat als bisher einziges Bundesland eine ergänzende Förderung beschlossen, durch die insgesamt eine Förderung von bis zu 55 Prozent der Investitionskosten möglich ist. Für energiewirtschaftliche Verbesserungen hat Niederösterreich eine zweite Förderschiene geschaffen, womit bis zu 25 Prozent der Investitionskosten gefördert werden können; maximal erhält der Betreiber hier 50.000 Euro Fördergeld.
Dem nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan des Bundes zufolge wären bis 2015 100 Anlagen mit Fischaufstiegshilfen zu versehen, was einer Investition von 12 Millionen Euro entspricht. Das Land Niederösterreich will hier aber mehr Geld in die Hand nehmen und solche Hilfen für insgesamt 300 Kleinwasserkraftwerke errichten. Dies entspricht Investitionen in der Höhe von 36 Millionen Euro, das Land fördert mit 9 Millionen Euro.
Schließlich hat das Land in Kooperation mit dem "Verein Kleinwasserkraft Österreich" eine Beratungsaktion gestartet, um die Betreiber bestehender Anlagen über Optimierungsmöglichkeiten zu informieren und eine reibungslose Projektabwicklung zu unterstützen. So findet demnächst im Waldviertel, im Industrieviertel und im Mostviertel je eine Informationsveranstaltung statt, bei der das aktuelle Beratungs- und Förderungsprogramm vorgestellt wird. Damit die nötigen Behördenverfahren rasch und unbürokratisch abgewickelt werden können, wurden auch spezielle Behördenteams gebildet, die aus Juristen sowie Wasserbau- und Naturschutzsachverständigen bestehen.

"Wir glauben, damit in Niederösterreich Einiges bewegen zu können und einen Schritt weiter in Richtung Energieunabhängigkeit zu tun", so Plank abschließend.

NÖ Wohnbau erreicht Kyoto-Klimaziele


"Niederösterreich setzt als einziges Bundesland den Wohnbauzuschuss des Bundes zu 100 Prozent für den Wohnbau ein und erreicht damit entscheidende Verbesserungen bei den Kohlendioxidemissionen", betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka am 29. Jänner dieses Jahres bei einer Pressekonferenz in St. Pölten. Fast 13 Prozent an umweltschädlichem Kohlendioxid habe das Bundesland Niederösterreich zwischen 1990 und 2006 im Wohnbaubereich eingespart. Das gehe aus dem aktuellen Bundesbericht des Umweltministeriums über die Reduktion von Treibhausgasen im Rahmen der Wohnbauförderung hervor.
"Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß pro Hauptwohnsitz konnte von 4,2 Tonnen auf unter 3 Tonnen abgesenkt werden", so Sobotka. Daran knüpfe auch der aktuelle Schwerpunkt im Bereich der beschleunigten Wohnhaussanierung an. Wichtigste Neuerung dabei sei ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von 30 Prozent des berechneten Betrages zur Sanierung des Eigenheims. Maximal können so bis zu 12.000 Euro ausbezahlt werden.

"Durch die Wohnbauförderung mit den Schwerpunkten wie der Einführung der Energiekennzahl, der Förderung von Biomasse und Alternativenergiesystemen sowie der Verwendung von ökologischen Baustoffen konnten die Kyoto-Klimaziele für den niederösterreichischen Wohnbau erreicht werden", stellte der Landesrat fest. Als weitere Beispiele nannte er etwa die Förderungen des Landes beim Heizkesseltausch oder für Photovoltaik- und Solaranlagen. So seien in den Jahren 2004 bis 2008 insgesamt 25.000 Solaranlagen gefördert worden, bilanzierte Sobotka. Zudem habe es bisher 300 Bewilligungen des Landes für Photovoltaikförderungen im Jahr 2009 gegeben. "Wer die Förderungen des Landes sinnvoll nutzt, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die eigene Geldbörse", sagte Sobotka. Was es an Einsparungen bringe, wenn viele Jahrzehnte lang geringere Fixkosten beim Eigenheim anfallen, könne sich jeder anhand der steigenden Energiepreise ausrechnen. Niederösterreich stellt jährlich rund 530 Millionen Euro für den Wohnbau zur Verfügung.    

Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Veranstaltungen


Ethisch orientierte Geldanlage - Machen sie mit ihrem Geld doch, was SIE wollen!

Informationsveranstaltung und Diskussion

Die Veranstaltung liefert Grundinformation über die wichtigsten aktuellen Formen der Geldanlage, die Grundprinzipien und die Arbeitsweise ethisch orientierten Investments, über bewährte aktuelle Produkte auf dem Sektor ethisch orientierter Geldanlage und weiterführende und vertiefende Beratungsmöglichkeiten.

Termin: 03.03.2009
Ort: Betriebsseelsorge St. Pölten, Schneckgasse 22, 3100 St. Pölten
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Information und Anmeldung: www.klimabuendnis.at

Klimaschutz geht jeden an - Lehrgang "Kommunale/r Klimaschutzexperte/in"
Lehrgang

Ziel dieses Lehrganges ist es, die Teilnehmer mit den Grundlagen der nationalen und internationalen Klimapolitik vertraut zu machen bzw. Informationen über Anpassung und Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die es den österreichischen Gemeinden ermöglichen einen aktiven Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase und zur Verringerung der klimawandelbedingten Risiken zu leisten.  

Termin: 02.04.-03.10.2009 / 3 Module à 2 Tage
Ort: St. Pölten / Wien

Teilnahmegebühr: EUR 1.100 / EUR 900 für Umwelt-Gemeinderäte
Information und Anmeldung: www.klimabuendnis.at

Photovoltaik und Elektromobilität
11. Mostviertler Energiestammtisch

Im ganzen Land steht rund um den Tag der Sonne die Solarenergie im Mittelpunkt. Beim 11. Mostviertler Energiestammtisch stehen die Themen Photovoltaik und Elektromobilität im Mittelpunkt. Elektrofahrzeuge können getestet werden und ein Vortragsprogramm bietet viel Wissenswertes rund um die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung, zur Warmwasserbereitung, als Zusatzheizung und als Treibstoff der Zukunft. Weiters stehen noch Infostände mit Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Termin: 15.05.2009
Ort: Gelände der Firma "Elektro Schachner", Gewerbepark Pölla 6, 3353 Seitenstetten
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Information und Anmeldung: www.umweltberatung.at

Mobilität und Verkehr in der Gemeinde
Lehrgang

Die Schwerpunktmodule des Lehrgangs mit dem Ziel zur Ausbildung eines Mobilitätsbeauftragten bzw. Mobilitätszuständigen für niederösterreichische Gemeinden sind Mobilitätsmanagement (Bewusstseinsbildung im Mobilitätsbereich), Verkehr & Mobilität in der Gemeindepraxis sowie Kommunikation & Best Practice Beispiele. Zahlreiche Fachvorträge und praxisrelevante Workshops bieten eine breite und vielfältige Palette an wichtigen Inhalten. Die Lernthemen reichen von Bewusstseinsbildung über planerische Maßnahmen, Kommunikationstrainings und diversen Formen umweltgerechter Mobilität. Als Abschluss dieses Lehrgangs ist eine Exkursion mit Praxisbespielen geplant.

Termin: 18.-20.05.2009
Ort: St.Pölten / Baden
Teilnahmegebühr: EUR 100
Information und Anmeldung: www.umweltberatung.at

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