Sollten Sie dieses E-Mail nicht ordentlich sehen, klicken Sie hier, oder kopieren Sie den folgenden Link in Ihren Browser: 
http://www.oekomanagement-club.at/newsletter32/noe-newsletter-32.html
 

 
  • NÖ Studie über Gebäudesanierung: Umwelt, Konsumente und Wirtschaft als Gewinner

  • NÖ-Sonderförderung für Klimabündnisgemeiden

  • Klimabündnis NÖ: Eine Erfolgsgeschichte

  • Veranstaltungen

  • Studie von Land und WKNÖ über Gebäudesanierung: Umwelt, Konsumenten und Wirtschaft als Gewinner


    Im Auftrag des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ hat Umwelt Management Austria das Sanierungspotenzial in Niederösterreich analysiert. Die Studie "Modernisierung von Wohngebäuden in Niederösterreich" gibt Aufschluss darüber, wie sich Sanierungsmaßnahmen auf CO2-Ausstoß, Arbeitsplätze und Wertschöpfung auswirken.

    Fast drei Viertel des Energieverbrauchs in Haushalten entfallen auf Raumwärme und Warmwasser. Trotzdem wird in NÖ nur eines von hundert Häusern im Jahr thermisch saniert. "Damit besteht bei der Raumwärme enormes Potenzial zur Senkung des Energieverbrauchs", so die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl.

    In der Studie wird ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das von sofort umsetzbaren Energiesparmaßnahmen bis zur ganzheitlichen Sanierung von Gebäudehülle und Haustechnik reicht. Mit diesem Maßnahmen-Mix könnten 3,5 Millionen Megawattstunden pro Jahr eingespart werden. "Das entspricht knapp einem Viertel des gesamten Energieverbrauchs der niederösterreichischen Haushalte", betont Studienautor Prof. Dr. Reinhold Christian.
    Aber nicht nur das Klima, sondern auch die Wirtschaft würde von den vorgeschlagenen Maßnahmen profitieren: Mit dem in der Studie genannte Sanierungsprogramm im Umfang von 1,3 Milliarden Euro könnten mehr als 10.000 Dauerarbeitsplätze geschaffen werden.

    Zur Realisierung einer "Sanierungsoffensive" schlägt die Studie neben dem Abbau rechtlicher Hemmnisse in Mehrwohnungsbau (Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht) und zusätzlichen finanziellen Anreizen durch Umschichtung der Wohnbauförderung und neue steuerliche Anreize vor allem auch vor, die organisatorische Abwicklung durch One-Stop-Shop Angebote zu vereinfachen: "Der Bauherr wählt aus, der Sanierungsexperte nimmt ihm die koordinierenden Aufgaben ab" sagt Christian. Außerdem sei es notwendig, im derzeit noch herrschenden Informations-Wirrwarr für Klarheit zu sorgen, was allgemeine Öffentlichkeitsarbeit und vor allem gezielte und fundierte Beratung vor der Entscheidung über Umbauten und Sanierungen erfordert.

    Bei der thermischen Gebäudesanierung werden Maßnahmen zur Erneuerung der Gebäudehülle und der Wärmeversorgung gesetzt, z.B. Erneuerung der Fenster, derWände und des Daches, sowie Erneuerung der Heizung, Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und Optimierung von Steuerung und Regelung.

    Mehr zur Studie finden Sie auf www.uma.or.at und auf http://portal.wko.at/.

    NÖ Sonderförderung für Klimabündnisgemeinden: Fördersumme verdoppelt


    Am 1. August trat die neue NÖ Sonderförderung für Klimabündnisgemeinden in Kraft: Die Fördersumme wurde mit 15.000 Euro auf das Doppelte erhöht; zudem kann nun jedes Jahr - statt wie bisher nur alle drei Jahre - eingereicht werden. "Damit wollen wir, entsprechend den Grundsätzen des NÖ Klimaprogramms, die Gemeinden bei der Erreichung der Klimabündnisziele unterstützen", meint dazu Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Wesentliche Ziele im Klimabündnis sind die Reduktion der Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um 10 Prozent und 50 Prozent weniger Pro-Kopf-Emissionen (ausgehend vom Basisjahr 1990) als wesentliche Meilensteine bis spätestens 2030.

    Vor dem Hintergrund, dass Klimaschutz ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung für die nächsten Generationen ist und Gemeinden als bedeutsame Verwaltungseinheiten effiziente Maßnahmen im Klimaschutz setzen können, nehmen die Kommunen im Klimabündnis eine zentrale Schlüsselfunktion und Vorbildwirkung ein. Das Land Niederösterreich setzt aus diesem Grund auf das Klimabündnis und unterstützt die Klimabündnisgemeinden bei der Umsetzung klimawirksamer Maßnahmen.

    Die neue Klimabündnis-Sonderförderung mit verdoppelter Fördersumme und jährlicher Einreichmöglichkeit ist ein weiterer Impuls zur Erreichung der Klimabündnisziele. Gefördert werden sowohl investive als auch bewusstseinsbildende Maßnahmen und Grundlagenarbeiten als ideale Ergänzung zu den weiteren Angeboten des Landes Niederösterreich für die Gemeinden zur Stärkung ihrer Potenziale für den Klimaschutz. Mehr als 300 niederösterreichische Gemeinden sind bereits - einzigartig in Europa - dem Klimabündnis beigetreten. Weitere Gemeinden sollen zum Beitritt motiviert werden.

    Nähere Informationen und die Einreichunterlagen finden Sie auf www.noe.gv.at/umwelt/klima

     Erfolgsgeschichte Klimabündnis Niederösterreich


    "Global denken – lokal handeln”, so lautet das Motto des vor fast 20 Jahren in Europa entstandenen Klimabündnisses, dessen Ziel es ist, das Weltklima zu schützen. Die europäischen Bündnispartner verpflichten sich zur Reduktion der Treibhausgas-Emission (v. a. CO2) um 50% bis zum Jahr 2030, zum Verzicht auf die Verwendung von Tropenholz, FCKW, H-FCKW und H-FKW sowie zur aktiven Unterstützung der indianischen Partner in Amazonien bei ihren Bemühungen zum Erhalt ihrer Lebensweise und des Regenwaldes.
    In Österreich zählt das Klimabündnis inzwischen über 710 österreichische Städte und Gemeinden als Mitglieder, die neun Bundesländer als assoziierte Partner, sowie mehr als 350 private Wirtschaftsunternehmen und knapp 160 Schulen.

    Das Klimabündnis NÖ ist dabei führend in Europa: Seit dem Beitritt der ersten Gemeinden 1991 wuchs die Anzahl der Gemeinden stetig auf über 300 Mitglieder an. Über eine Million Menschen in Niederösterreich leben inzwischen in einer Klimabündnis-Gemeinde.

    Beispiele für die erfolgreiche Arbeit der niederösterreichischen Gemeinden sind:

    • Energieautarke Gemeinden: Mittlerweile gibt es mehrere Gemeinden, die das ambitionierte Klimabündnis-Ziel einer 50%-igen Emissionsreduktion erreicht haben, so z.B. Stetteldorf am Wagram oder Wallsee-Sindelburg. Ein Vorzeigebeispiel ist auch die Gemeinde Bruck an der Leitha, die eine 100% Reduktion der Treibhausgase, und damit die völlige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen in der gesamten Region mit ihren 32.000 Einwohnern anstrebt.

    • Klimabündnis-Schwerpunktregionen: Seit dem Jahr 2000 werden so genannte Klimabündnis-Schwerpunktregionen definiert, in denen über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren verstärkt Maßnahmen zum Klimaschutz gesetzt werden. 2000 bis 2002 war dies die Region Bruck-Hainburg-Schwechat, 2002 bis 2004 die Region Bucklige Welt und 2005 bis 2006 umfasste das Projekt "Klimabündnis grenzenlos” die Regionen Thayatal und Marchfeld sowie Partnergemeinden aus Tschechien und der Slowakei. Derzeit läuft die Aktion im Biosphärenpark/Wienerwald.

    • Europäische Mobilitätswoche: Die Etablierung der Europäischen Mobilitätswoche vom 16.-22. September erfolgte 2000 mit dem Ziel, den schwierigsten und dringendsten Bereich im Klimaschutz, den Verkehr, positiv zu besetzen. In dieser Woche werden europaweit zahlreiche Maßnahmen für klimafreundliche Mobilität seitens der Gemeinden vorgestellt, getestet und dauerhaft realisiert. In Niederösterreich wird seit dem Jahr 2007 zusätzlich der Radl-Rekordtag in dieser Woche abgehalten. Außerdem gibt es in 65 Städten und Gemeinden einen Gratis-Fahrradverleih (Freiradl): Über 800 leichtgängige Räder und praktisches Radzubehör wie Radeinkaufs­körbe oder Kindersitze stehen der Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden kostenlos zur Verfügung.

    • Ökostaffel: Etwa 120 österreichische Gemeinden vernetzen sich jedes Jahr zur Durchführung der "Ökostaffel", bei der der Ökostaffel-Rucksack von engagierten Menschen mit klimafreundlichen Transportmitteln von Gemeinde zu Gemeinde transportiert wird, um auf fairen Handel und Klimaschutz aufmerksam zu machen.

    • Klima-Engagement von klein auf an: Über 50 Schulen in Niederösterreich sind Teil des Klimabündnisses und haben sich damit verpflichtet, sich mit dem Thema Klimaschutz im Unterricht zu beschäftigen und konkrete Maßnahmen und Projekte dazu durchzuführen.

    Für ihre Erfolge wurden die NÖ Gemeinden beim internationalen Wettbewerb der Klimabündnisgemeinden, dem Climate Star, bereits drei Mal ausgezeichnet: St. Pölten erhielt den Climate Star im Jahr 2002, Baden zählte in den Jahren 2005 und 2007 zu den Gewinnern.

    Die vollständige Erfolgsgeschichte finden Sie unter www.umweltundwir.at. Mehr über das Klimabündnis NÖ erfahren Sie auf www.klimabuendnis.at/niederoesterreich

    Veranstaltungen

    Öko-Informations-Cluster Mödling: Verwertung die sich rechnet
    Abschlussworkshop und Ergebnispräsentation

    Mehr als 50 Unternehmen der Region Mödling haben in den letzten eineinhalb Jahren am Projekt "Öko-Informations-Cluster Mödling" mitgewirkt. In mehreren Workshops, Diskussionsrunden und persönlichen Gesprächen wurden Optionen diskutiert die es erlauben anfallende Reststoffe wieder in der Produktion einzusetzen anstatt diese zu entsorgen. Zum Abschluss des Projekts werden diese Lösungen und Ergebnisse nun dargestellt, Experten und Unternehmen berichten von ihren Erfahrungen. Diese reichen von der Organisation von Verwertungsschienen über positive Umweltwirkungen bis zu Kostensenkungen oder neuen Einnahmequellen für teilnehmende Unternehmen. Recycling und Verwertung wurde so zu einem Gewinn für alle Beteiligten!
    Jene Unternehmen, die diese Chancen ebenfalls nutzen wollen, erhalten hierfür im Rahmen dieses Workshops wertvolle Hinweise.

    Termin: 09.09.2008
    Ort: WIFI Mödling, Guntramsdorfer Straße 101, 2340 Mödling
    Teilnahmegebühr: kostenlos
    Information und Anmeldung: www.uma.or.at

    Ausbildung zum Energieberater: A-Kurs an der FH Wieselburg
    Lehrgang

    Die FH Wiener Neustadt, Campus Wieselburg, bietet in Kooperation mit "die umweltberatung" einen A-Kurs zum Energieberater für Studierende an, zu dem auch einige externe Teilnehmer zugelassen werden.
    Energieberater unterstützen alle, die im Bereich Energiesparen, Energieausweis berechnen und erneuerbare Energietechniken Hilfe brauchen: Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

    Termin: 11-13.09. und 18-20.09.2008
    Ort: FH Wieselburg, Zeiselgraben 4, 3250 Wieselburg
    Teilnahmegebühr:
    EUR 690
    Information und Anmeldung: www.umweltberatung.at

    Kleinkläranlagen
    Exkursion

    Wer keinen Anschluss an das öffentliche Kanalnetz hat und dies auch nicht geplant ist, muss das Abwasser selbst entsorgen.
    Um den Betroffenen die Auswahl einer geeigneten Kläranlage zu erleichtern veranstaltet "die umweltberatung" eine Exkursion zu ausgewählten Kleinkläranlagen. Verschiedene wasserrechtlich bewilligte Anlagen wie zB Pflanzenkläranlagen, Anlagen mit Belebungsverfahren oder Genossenschaftsanlagen geben einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik. Die Teilnehmer können von den Erfahrungen der Anlagenbetreibern profitieren.

    Termin: 27.09.2008
    Ort: Start in der Gemeinde Pöchlarn (PLZ: 3380)
    Teilnahmegebühr:
    EUR 15
    Information und Anmeldung: www.umweltberatung.at

    Essen schafft Klima
    Tagung

    Auf den Ernährungsbereich entfallen ca. 20% der gesamten Treibhausgasemissionen. Die Landbewirtschaftung, die Verarbeitung, der Handel und die Verbraucheraktivitäten sind darin zusammengefasst. Somit ergibt sich ein wichtiges Handlungsfeld, wenn es um Klimaschutz geht.
    Die Veranstaltung soll zur Vernetzung der unterschiedlichen Initiativen mit den Gemeinden und Verantwortlichen im Beschaffungswesen genutzt werden und bietet auch einen Rahmen um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Klimawandel und deren Folgen für die Landwirtschaft zu präsentieren. Für jene Gemeinden, die am Projekt "Kulinarischer Klimaschutz in der Gemeinde" teilgenommen haben, ist dies die offizielle Abschlussveranstaltung. Beispielgebende Projekte werden vorgestellt und neue Gemeinden zum Mitmachen motiviert.

    Termin: 15.10.2008
    Ort: Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten
    Information und Anmeldung: www.klimabuendnis.at

    Dieser Newsletter ist ein Mitgliederservice von....

     

    Impressum:
    Ökomanagement NÖ-Club
    Schwarzenbergplatz 4/4. Stock
    A-1030 Wien
    Tel. & Fax: +43 (0)1 / 714 5690
    Mobil: + 43 (0)676 / 324 52 71
    e-Mail: club@oekomanagement.at
    Internet: www.oekomanagement-club.at

    Dieser Newsletter kann unter club@oekomanagement.at
    abonniert oder abbestellt werden.

    Chefredaktion: Anna Podovalova