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Editorial

Erste positive Auswirkungen des europäischen Emissionshandelssystems konnten jetzt gemessen werden: Im letzten Jahr stiegen die Emissionen der am CO2-Handel beteiligten Industrieanlagen nur geringfügig um 0,3% an. Bei einem Wirtschaftswachstum von 3% im gleichen Zeitraum kann also von einer Entkopplung der Wirtschaftstätigkeit vom Treibhausgasausstoß gesprochen werden.
Ziel der EU ist es, für die zweite Periode des CO2-Handels von 2008-2012 ausgehend von diesen Resultaten strengere Grenzen für die europäische Industrie zu setzen, um einen echtes Defizit am Markt für Emissionsrechte zu erzielen und damit einen noch größeren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In diesem Sinne kürzte die EU-Kommission teilweise deutlich die Emissionsmengen, die die EU-Mitglieder ihren Industriebetrieben für die nächste Periode zugeteilt hatten (dazu berichteten wir in der vorigen Ausgabe des Ökonetzwerk Newsletter). Acht der am meisten betroffenen EU-Länder leiteten nun rechtliche Schritte gegen die Entscheidung der Kommission ein - und betonten mit diesem Schritt die zunehmenden Meinungsunterschiede innerhalb der EU über die Opfer, die im Kampf gegen den Klimawandel erbracht werden müssen.
Mehr zu diesen Themen lesen Sie in der vorliegenden Ausgabe des Ökonetzwerk Newsletter.
Außerdem informieren wir unter anderem über das neue Klimaschutz- und Energiepaket der österreichischen Regierung, sowie über die kürzlich in Kraft getretene Ökodesign Verordnung 2007 und ihre Konsequenzen für Produzenten und Importeure von energiebetriebenen Geräten.

Ihr Ökomanagement NÖ-CLub

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Ökodesign-Verordnung 2007 in Kraft getreten

Am 10. August trat die Ökodesign-Verordnung 2007 in Kraft. Damit wurde die entsprechende EU-Richtlinie über die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte (EUP) in österreichisches Recht umgesetzt.
Die EUP-Richtlinie hat die Schaffung von einheitlichen Bestimmungen für die umweltgerechte Gestaltung von energiebetriebenen Produkten zum Zweck. Die Richtlinie soll Handelsbarrieren im Binnenmarkt, die durch unterschiedliche einzelstaatliche Rechtsvorschriften in Bezug auf Produktdesign geschaffen werden, abbauen.

Sie betrifft alle energiebetriebenen Produkte mit Ausnahme von Verkehrsmitteln, wenn davon EU-weit mindestens 200.000 Stück jährlich abgesetzt werden, sie erhebliche Umweltauswirkungen haben, und erhebliches Potenzial zur Verbesserung dieser Auswirkungen besteht (z.B. Kühl- und Fernsehgeräte, Waschmaschinen, PCs, Büro- und Straßenbeleuchtung).
Dabei zielt die neue Gesetzgebung nicht nur auf eine Senkung des Energieverbrauches der Geräte ab, sondern nimmt alle Umweltauswirkungen in Betracht, z.B. Material- und Wasserverbrauch, Lärm- und Strahlenemissionen und die Toxizität der Produkte.

In der EUP-Richtlinie sowie der entsprechenden österreichischen Verordnung werden dabei noch keine konkreten Anforderungsprofile für einzelne Geräte genannt. Diese werden erst in den sogenannten Durchführungsmaßnahmen, die noch nicht von der Kommission angenommen wurden, festgelegt. Alternativ zu den Rechtsvorschriften kann die Wirtschaft auch Maßnahmen zur Selbstregulierung (z.B. freiwillige Vereinbarungen) setzen.
Erst mit Beschluss der Durchführungsmaßnahmen bzw. freiwilligen Vereinbarungen ergeben sich aus der neuen Gesetzgebung Verpflichtungen für Hersteller und Importeure der betroffenen Produktgruppen.
Die derzeit vorliegende Richtlinie und die entsprechende Ökodesign-Verordnung definieren allerdings bereits ökologische und technische Maßnahmen, die für ein bestimmtes Produkt in Frage kommen.
Zudem legen sie die Pflichten der Importeure und Hersteller fest: Diese müssen vor dem Inverkehrbringen der von der Richtlinie betroffenen Produkte bestätigen, dass die Erzeugnisse alle relevanten Ökodesign-Bestimmungen erfüllen, und dürfen sie erst dann mit der CE-Kennzeichnung für Produktsicherheit versehen. Für die Bewertung der Konformität der Produkte wird in der Verordnung ein Verfahren spezifiziert.
Produkte die das Eco-Label tragen werden automatisch als konform mit den Bestimmungen der neuen Richtlinie angesehen. Auch bestimmte betriebliche Ökomanagementsysteme der Hersteller (wie EMAS, das Produktdesign umfasst) garantieren eine Konformität des Produktes mit der Richtlinie.

Hier finden Sie weitere Informationen zur EUP-Richtlinie und der Ökodesign-Verordnung.

Regierung beschließt neues Klimaschutz- und Energiepaket

Im Rahmen der Regierungsklausur in Eisenstadt am 10. und 11. Juli 2007 haben sich die Koalitionspartner der österreichischen Regierung auf ein neues Klimaschutz- und Energiepaket geeinigt.

Die wichtigsten Inhalte des neuen Pakets, das bereits im Ministerrat beschlossen wurde, umfassen:

  • Evaluierung des Ökostromgesetzes bis September 2007 und darauf aufbauend eine Novellierung des Gesetzes: Die Ökostrompotentiale in Österreich werden anhand ihrer Kosten, Energieeffizienz und ihres CO2-Beitrags zum Klimaschutz, sowie mit Bedacht auf Rohstoffverfügbarkeit, technische Perspektiven und regionale Wertschöpfung erhoben werden. Dementsprechend soll der Ökostrom-Förderdeckel angepasst werden.
    Tarife und Tariflaufzeiten für Anlagen sollen neu gestaltet werden, dabei wird eine Differenzierung nach Energieträgern geprüft. Auch die Eintrittsbarrieren für neue Anlagen sollen gesenkt werden. Weiters soll die Stromerzeugung aus Lauge künftig in die Ökostromquellen eingerechnet werden.
    Schließlich wird die Abschaffung des Ökostromzuschlages für einzelne Industriesparten überlegt, um die Wettbewerbsfähigkeit von energieintensiven Branchen nicht zu gefährden.

  • Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs: Dafür sollen aus Mitteln des Klimaschutzfonds 10 Mio. € im Jahr 2007, und weitere 20 Mio. € im Jahr 2008 zur Verfügung gestellt werden. Der Rest der Fonds-Mittel von heuer insgesamt 50 und 2008 150 Mio. Euro soll in Forschung und Förderung nachhaltiger Produkte fließen.

  • Forcierung der Contracting-Offensive: Aufgrund des hohen Einsparpotentials im Gebäudebereich (ca. 20% des gesamten österreichischen Potentials) und der Vorbildwirkung des Bundes soll Contracting bei öffentlichen Gebäuden weiter gestärkt werden.

  • Ökologisierung der Bundesbeschaffung.

In einer Stellungnahme von Greenpeace Österreich wird das neue Klimaschutzpaket als unzureichend bemängelt. Insbesondere die geplanten Änderungen des Ökostromgesetzes stoßen auf Kritik: Dem steigende Stromverbrauch könne nur durch höhere Preise entgegengewirkt werden, der Ansatz den Ökostromzuschlag für die Industrie abzuschaffen, führe daher in eine völlig falsche Richtung. Außerdem sei die Aufnahme von Lauge unter die Ökostromquellen ein "Schummelweg", um die EU-Ziele für den Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu erreichen.
Die IG Windkraft begrüßt im Gegensatz dazu das Energiepaket und sieht vor allem der Neugestaltung von Tarifen und Laufzeiten für die Ökostromförderung positiv entgegen.

Den Vortrag an den Ministerrat zum Klimaschutz- und Energiepaket finden Sie hier.

Emissionshandel zeigt positive Auswirkungen: CO2-Emissionen vom Wirtschaftswachstum entkoppelt

Aktuelle Daten zum CO2-Ausstroß in den EU-25 im Jahr 2006 zeigen einen ermutigenden Trend: Die am EU-weiten Emissionshandelssystem teilnehmenden Anlagen stießen nur 0,3% mehr Emissionen aus als im Vorjahr – demgegenüber wuchs die Wirtschaft mit 3% deutlich stärker. Damit kann von einer Entkopplung der CO-Emissionen vom Wirtschaftswachstum gesprochen werden.
Seit 2005 wurden mehr als 300 neue Anlagen in das Emissionshandelssystem (ETS) aufgenommen. Aber auch bei Berücksichtigung der Emissionen dieser neuen Betriebe liegt das Emissionswachstum bei lediglich 0,8%.
In absoluten Zahlen beliefen sich die CO2-Emissionen im Vorjahr in den EU-25 auf 2.026 Mrd. t. Vom Handelssystem erfasst werden insgesamt 10.605 Anlagen, die für rund 40% der gesamten Emissionen der EU verantwortlich sind.

Für das Jahr 2005 können keine eindeutigen Aussagen gemacht werden, da in diesem Jahr das ETS eingeführt wurde und für die Jahre davor keine unabhängig geprüften Daten zum CO2-Ausstoß von industriellen Anlagen vorliegen. Erste wissenschaftliche Daten deuten aber darauf hin, dass die Emissionen 2005 gegenüber der Zeit vor Einführung des Systems bereits um mehrere Prozentpunkte zurückgegangen sind. Dafür spricht auch die Verminderung der Treibhausgasemissionen der EU über alle Sektoren (inkl. Industrie, Verkehr, Haushalte, usw.). Insgesamt wurde hier ein Rückgang von -0,8% in den EU-15 bzw. -0,7% in den EU-27 gemessen.

Die EU-15 haben sich verpflichtet, ihre Emissionen in den Jahren 2008-2012 um 12% gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken. Mit dem Rückgang von 2005 sind sie diesem Ziel ein Stück näher gekommen, denn damit liegen die Emissionen bereits um -2% unter denen des Basisjahres.
Laut EU-Umweltkommissar Stavros Dimas trug das ETS in beträchtlichem Ausmaß zu diesem guten Ergebnis bei. Ein noch größerer Beitrag soll nächstes Jahr, mit einer deutlich reduzierten Anzahl an Emissionsrechten, erzielt werden.

Die Presserklärung der EU-Kommission zu diesem Thema finden Sie hier.
Näheres zum Treibhausgasinventar 1990-2005 können Sie unter http://reports.eea.europa.eu nachlesen.

Emissionshandel: EU-Staaten wehren sich gegen Kürzungen ihrer CO2-Zertifikate

Acht EU-Mitgliedsstaaten fühlen sich durch die Kürzungen ihrer Zuteilungspläne für das europäische Emissionshandelssystem (ETS) durch die Kommission ungerecht behandelt und drohen mit rechtlichen Schritten.

In den letzten Monaten begutachtete die Kommission die Menge an Verschmutzungsrechten, welche die EU-Staaten ihren heimischen Unternehmen in der zweiten Periode des ETS von 2008 bis 2012 zuteilen dürfen. Im Rahmen dieses Bewilligungsprozesses ordnete die Kommission im Falle nicht weniger Staaten an, die veranschlagten Mengen zu kürzen.
Gegen diese Verfügung haben jetzt die Slowakei, Tschechien, Lettland Ungarn, Litauen und Malta Klagen beim Europäischen Gerichtshof eingereicht oder verlautbart, rechtliche Schritte zu erwägen.

Die acht Staaten müssten laut Kommissionsentscheid ihre Zuteilungsmengen um Werte zwischen 15% und 56% senken. Die Länder weisen dies jedoch zurück, mit dem Argument, die Kürzungen würden ihren Volkswirtschaften schaden und einen wirtschaftlichen Anschluss der "neuen" Mitgliedsstaaten an das weiter entwickelte Westeuropa behindern.
Zudem sehen die betroffenen Staaten sich im Vergleich zu den "alten" Mitgliedsstaaten mit einer übermäßigen Belastung durch das ETS konfrontiert: Laut Meinung des lettischen Europaabgeordneten Valdis Dombrovskis seien die osteuropäischen Staaten der Erreichung ihrer Kyoto-Ziele bereits näher als ihre westeuropäischen Nachbarn, müssten aber die höchsten Kürzungen ihrer Zuteilungspläne in Kauf nehmen.
Die tschechische Republik kritisiert außerdem die Evaluierungsmethode der EU-Kommission. Das Land selbst wäre bei der Bewertung nicht konsultiert worden, daher zweifelt Tschechien die der Entscheidung zugrunde liegenden Daten an und befürchtet, dass die tschechische Volkswirtschaft falsch eingeschätzt wurde.

Die EU-Kommission zeigte sich indessen unbeeindruckt von den Vorwürfen. Die Regelungen wären gerecht angewandt, und kein Land dabei benachteiligt worden. Die Kommission sei zuversichtlich, dass ihre Entscheidung vor Gericht Bestand haben werde, so die Sprecherin des Umweltkommissars Barbara Helfferich.

Bis vor Gericht eine Entscheidung fällt, könnten bis zu zwei Jahre vergehen. Beobachter fürchten indes dass, sollten die EU-Staaten Recht bekommen, dies den gesamten CO2-Markt aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Schon in der ersten Phase des ETS von 2005 bis 2007 führten übermäßige Zuteilungen an Verschmutzungsrechten zum Zusammenbruch der CO2-Preise.

Weitere Informationen zur zweiten Phase des europäischen Emissionshandelssystems finden Sie hier.

EU legt Grünbuch zur Anpassung an den Klimawandel vor

Die EU-Kommission hat ein Grünbuch vorgelegt, das Optionen für EU-Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel aufzeigt. Die Hauptbotschaft des Grünbuchs ist, dass CO2-Einsparungen allein nicht ausreichen, um die negativen Folgen der Erderwärmung für den Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt zu mildern: Die EU muss zusätzlich rasch Maßnahmen treffen, um sich den gegenwärtigen und künftigen Klimaänderungen anzupassen.

Die bereits jetzt spürbaren Folgen des Klimawandels werden die natürliche Umwelt Europas und nahezu alle Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche hart treffen, auch die Land- und Forstwirtschaft, die Fischerei, den Fremdenverkehr und das Gesundheitswesen. Vor allem Küstengebiete, tief liegende Delta-Regionen und dicht besiedelte Flussebenen könnten vermehrt unter Stürmen und Hochwasser zu leiden haben. Außerdem könnte der Klimawandel größeren Bevölkerungsumsiedlungen, auch in Nachbarregionen, Vorschub leisten.
Daher ist es notwendig, schon jetzt vorbeugende Handlungen zu setzen um Schadenssituationen vorzugreifen und Gefahren für Ökosysteme, menschliche Gesundheit, Eigentum und Infrastrukturen minimieren. Im Gegensatz dazu käme das bloße Reagieren auf die Veränderungen die EU einen weitaus höheren ökonomischen, ökologischen und sozialen Preis zu stehen. Ein weiterer Vorteil der Anpassung ist, dass sie in Form neuer Märkte für innovative Produkte und Dienstleistungen auch neue Wirtschaftsperspektiven eröffnet.

Für die Anpassungsmaßnahmen sieht das Grünbuch vier Schwerpunktbereiche vor:

  • frühzeitiges Handeln zur Entwicklung von Anpassungsstrategien in Bereichen, in denen die vorhandene Wissensbasis ausreicht;

  • Einbeziehung der globalen Anpassungserfordernisse in die Außenbeziehungen der EU und Schaffung einer neuen Allianz mit Partnerländern weltweit;

  • Schließung der Wissenslücken im Bereich der Anpassung durch Forschung auf EU-Ebene und Informationsaustausch;

  • Einsetzung einer europäischen Beratergruppe für Anpassungsfragen zur Prüfung koordinierter Strategien und Aktionen.

Zu den aufgezählten Maßnahmen gehören z.B. effizientere Nutzung knapper Wasserressourcen und die Sicherstellung einer angemessenen Versorgung gebrechlicher und alter Menschen bei Hitzewellen.

Essentiell bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Aktivitäten ist laut EU-Kommission das kohärente Handeln aller Mitgliedsstaaten. Dafür bietet sich eine Integration der Anpassungsziele in die Politikbereiche und Förderprogramme die auf EU-Ebene bereits weitgehend integriert sind an, z.B. regionale Entwicklung, Landwirtschaft, Fischerei, Soziales, Forschung und Entwicklung des ländlichen Raums.

Noch bis Ende November läuft eine Internet-Befragung, in der die Meinungen der Öffentlichkeit zur Anpassung an den Klimawandel und zu den Maßnahmen des Grünbuchs abgefragt werden.
Weitere Informationen zum Grünbuch finden Sie auf http://ec.europa.eu/environment/.
Auf die Internet-Befragung zum Thema können Sie hier zugreifen. 

Climate Star 2007 ausgeschrieben

Zum dritten Mal lädt das Klimabündnis alle europäischen Städte und Gemeinden ein, ihre Klimaschutzaktivitäten zu präsentieren und sich um einen Climate Star zu bewerben.
Der Climate Star zeichnet herausragende Aktivitäten aus und dokumentiert die Erfahrungen und Erfolge auf kommunaler Ebene. Damit will das Klimabündnis die Vielfalt lokaler Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz aufzeigen und weitere Städte und Gemeinden zur engagierten Mitarbeit motivieren. Schwerpunkt des Climate Star 2007 ist das Thema "klimafreundliche Mobilität".

Die Frist für Einreichungen läuft noch bis 28. September 2007.
Im Rahmen eines Galaabends findet die feierliche Preisverleihung am 23. November 2007 in Baden statt. Dazu möchte Sie das Land Niederösterreich schon jetzt herzlich einladen.

Die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf www.klimabuendnis.at. Weitere Informationen erhalten Sie bei Klimabündnis Österreich bzw. in Ihrer Regionalstelle.

Verleihung des EMAS Award 2007

Umweltminister Josef Pröll verlieh im Rahmen der EMAS-Konferenz am 27. Juni in Salzburg die EMAS Awards 2007. Damit werden Klein- und Mittel- sowie Großbetriebe mit über 250 Mitarbeitern sowie Organisationen für ihre hervorragenden Umweltleistungen und Umwelterklärungen prämiert.

Folgende Organisationen wurden mit dem EMAS-Award ausgezeichnet:

  • Laufen Austria AG, Gmunden und Wilhelmsburg

  • voestalpine SCHIENEN GMBH Leoben

  • MULTIPRINT Elektronik GmbH & SKE Ing. Karl Koberger Spezial Elektronik, Wien

  • Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H., Innsbruck

  • M-real Hallein AG

  • Magistrat Waidhofen/Ybbs

  • Stora Enso Timber AG Ybbs

  • Magistratsabteilung 48 und Magistratsdirektion Krisenmanagement und Sofortmaßnahmen, Wien

  • Bildungshaus St. Virgil Salzburg

  • Marktgemeinde Telfs

Die prämierten Umwelterklärungen sind entweder auf den Internet-Seiten der Organisationen zu finden, oder Sie können diese hier herunterladen.

Bundesminister Pröll würdigt Umweltmanagement von Senoplast

Bundesminister Josef Pröll verlieh im Rahmen der EMAS-Konferenz in Salzburg die EMAS-Urkunde an Siegfried Lackner, Umweltmanager der Firma SENOPLAST Klepsch & Co GmbH aus Piesendorf/Salzburg.
Senoplast ist von der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert und nun auch nach der europäischen EMAS-Verordnung begutachtet.

Mit über 400 Mitarbeitern ist Senoplast in der Region der größte Arbeitgeber. Mit einem Umsatz von über 115 Mio. Euro liegt SENOPLAST heute unter den 300 führenden Unternehmen Österreichs. Über 400 Mitarbeiter produzieren jährlich mehr als 40.000 t Kunststoffhalbzeuge, die weltweit über Generalvertretungen und Niederlassungen unter dem Markennamen senosan angeboten werden. Die Exportquote beträgt 96 Prozent. Die Einsatzmöglichkeit der Thermoplaste ist vielfältig. Die Verwendung der mit Thermoplasten erzeugten Produkte spannt sich in einem großen Bogen über die Automobilindustrie, Sport, Freizeit, Koffer, Sanitärprodukte, Möbel, Türpaneelhersteller, Kühlschrankhersteller, Werbe-, Schilder- und Siebdruckindustrie sowie Verpackungsindustrie.

Verleihung der EMAS-Urkunde durch BM Josef Pröll an Senoplast

25 Prozent weniger Kohlendioxid
Laut der gültigen Umwelterklärung kam das Umweltteam bei der Bewertung der umweltrelevanten Auswirkungen am Standort Piesendorf zum Schluss, dass das Abfall- und Energiemanagement mit 36 Prozent und 33 Prozent die größte Bedeutung haben. Lackner: "Die Ressourceneffizienz konnte etwas gesteigert werden." Durch Schulungen konnte der Anteil an Kunststoffabfällen je produzierter Tonne von 15 kg auf 14,5 kg gesenkt werden. Auch der Gesamtenergieverbrauch je Tonne Thermoplast konnte in der letzten Berichtsperiode weiter gesenkt werden. Der Anstieg beim Gewerbemüll lässt sich auf verschiedene Um- und Neubauten zurückführen. Seit 1998 konnte nicht nur die absolute Emission am Treibhausgas Kohlendioxid von über 3.300.000 kg auf 3.126.000 kg im Jahr 2006 reduziert werden. Die spezifischen Kohlendioxidemissionen wurden um 25 Prozent von über 102 kg Kohlendioxid auf 77 kg je Tonne Thermoplast gesenkt.

Prävention wird bei Senoplast groß geschrieben
Die Gefahrenanalyse ist ein gemeinsames Element von Umweltschutz und Arbeitssicherheitsmanagement. Die eingesetzten Stoffe werden einem Bewertungsverfahren unterzogen, das es ermöglicht, entsprechend dem Umweltgefährdungspotential und der Umweltrelevanz Sicherheitsvorkehrungen zu schaffen und bei erhöhtem Umweltrisiko geeignete Ersatzstoffe zu suchen.
Die eingesetzten Rohstoffe bei Senoplast beinhalten ein sehr geringes Gefährdungspotential. Für die verwendeten Farbmischungen werden bereits seit Jahren schwermetallfreie und untoxische Farbkonzentrate verwendet. Die Entwicklung der Farben hat als übergeordnetes Ziel die weitere Reduktion der Anteile an gefährlichen Chemikalien, soweit es die Qualitätsansprüche an das Produkt erlauben.

Neues aus Niederösterreich

Hier finden Sie den Newsletter des Ökomanagement NÖ-Club.

Neues aus Oberösterreich
Erfahren Sie hier Neuigkeiten von der Ökoberatung.
Neues aus Salzburg

Das Umwelt.Service.Salzburg bietet eine neue Workshopreihe ÖKOSyn+ an, nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Neues aus der Steiermark

Neues von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit erfahren Sie unter www.oeko.steiermark.at

 
Neues aus Wien
Neues vom ÖkoBusinessPlan Wien lesen Sie hier.
Veranstaltungen

Messen und Auslandsveranstaltungen in Kooperation mit der AWO
Auslandsveranstaltungen

Eine Übersicht der aktuellen Messen und Auslandsveranstaltungen, die in  Kooperation mit der Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich zu den Themen Energiewirtschaft und Naturressourcen, Umwelttechnik, Holz, Bau- und Infrastruktur angeboten werden, finden Sie hier

Die Zukunft der Photovoltaik - eine Technologie-Roadmap für Österreich bis 2050 
Tagung 

Im Rahmen des Stratgieprozesses ENERGIE 2050 des BMVIT wurde von arsenal research unter Einbeziehung der österreichischen Akteure eine Photovoltaik Technologie-Roadmap für Österreich bis 2050 ausgearbeitet. Bei dieser Veranstaltung werden die wesentlichen Schritte und Maßnahmen für Photovoltaik in Österreich aufgezeigt und eine gemeinsame Perspektive von Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt.

Veranstalter: BMVIT, arsenal research
Termin: 12.-13.09.2007
Ort: Naturhistorisches Museum, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 300 exkl. USt (Ermäßigungen für PV-Austria-Mitglieder, Studenten)
Weitere Informationen: www.nachhaltigwirtschaften.at  

GHS – Kompakt  
Seminare  

Das Umweltbundesamt veranstaltet zwei eintägige Seminare zum Thema „GHS (Globally Harmonised System) – Das neue Einstufungs- und Kennzeichnungssystem für Chemikalien“.
Ziel der Seminare ist es, die einzelnen Elemente des GHS kompakt und verständlich zu vermitteln: Die Einstufung von Stoffen gemäß ihrer physikalisch-chemischen, gesundheits- und umweltgefährlichen Eigenschaften wird erläutert und die daraus resultierenden neuen Kennzeichnungselemente werden vorgestellt. Auf die Vorschriften für Zubereitungen wird separat eingegangen.
Dargestellt werden die wichtigsten Unterschiede zum jetzigen System und auch Fristen bis zur Umsetzung. Gelegenheit für Fragen und Diskussionen runden den Tag ab.

Veranstalter: Umweltbundesamt
Termin: 18.09.2007 und 25.10.2007
Ort: Hotel Bellevue, Althanstraße 5, 1090 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 500 exkl. USt (pro Termin)
Weitere Informationen: www.umweltbundesamt.at 

Nachhaltigkeitssiegel für langlebige und gut reparierbare Elektro- und Elektronikgeräte
Workshop

Schwerpunktthema des Workshops ist das Nachhaltigkeitssiegel, für langlebige, gut reparierbare Geräte vom Österreichischen Normungsinstitut vergeben wird und dem Konsumenten bei der Kaufentscheidung helfen soll. Weiters werden aber auch Themen wie die Life-cycle-Analyse für Elektrogeräte und die gesellschaftspolitische Relevanz von Reparatur-Dienstleistungen behandelt.

Veranstalter: ARGE Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung GmbH
Termin: 19.09.2007
Ort: Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: www.nachhaltigwirtschaften.at 

Österreichischer Qualitätstag 2007
Konferenz/Festveranstaltung

Am 20. September 2007 wird der jährliche Qualitätstag in Salzburg stattfinden. Top-Referenten bringen aktuelle Trends rund ums Thema Faszination Qualität - Vertrauen schafft nachhaltigen Erfolg. Im Rahmen des Qualitätstages finden auch die Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Qualität (Austrian Quality Award) statt.

Veranstalter: Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH
Termin: 20.09.2007
Ort: Renaissance Hotel Salzburg, Fanny von Lehnert Straße 7, 5020 Salzburg
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen: www.qualityaustria.com 

Umweltwirtschaft – international, interdisziplinär und innovativ
Tagung

Beiträge internationaler Top-Referenten aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Ungarn decken aktuelle Themen wie "Strategie, Innovation und Organisationales Lernen", "Nachhaltigkeitsbewertung und -reporting", "Industrial Ecology", "Corporate Social Responsibility", "Nachhaltiger Konsum", "Aus- und Weiterbildung für nachhaltiges Wirtschaften" ab. Weitere Highlights sind: eine Präsentationen österreichischer EMAS Betriebe sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm.

Veranstalter: Kommission Umweltwirtschaft im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft, Research Institute for Managing Sustainability der WU Wien
Termin: 03.-05.10.2007
Ort: Wirtschaftsuniversität Wien, Augasse 2-6, 1090 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 80 (Anmeldung vor dem 3. September)/EUR 100
Weitere Informationen: http://www.sustainability.eu/vhb
 

Ökoeffizienz-Erfahrungsaustausch 2007 
Workshops 

EMAS Organisationen/Betriebe und deren Berater in ganz Österreich sowie Einrichtungen, die gerade dabei sind, ein Umweltmanagement aufzubauen, sind herzlichst eingeladen, am "Ökoeffizienz-Erfahrungsaustausch 2007", einer Initiative des Lebensministeriums, teilzunehmen. Der "Ökoeffizienz-Erfahrungsaustausch" soll Vertreter von EMAS–Organisationen/Betrieben unterstützen, ihr fachliches Wissen zu vertiefen und praxisorientierte Lösungsansätze auszutauschen, um das betriebsspezifische Umweltmanagementsystem weiter zu verbessern. Darüber hinaus soll zwischen den teilnehmenden EMAS Organisationen/Betrieben, Vertreter/Innen des Lebensministeriums und anderen öffentlichen Einrichtungen ein offener Dialog sowie eine gute Zusammenarbeit gefördert werden.
Die Workshops können unabhängig voneinander besucht werden.

Veranstalter: Lebensministerium/BMLFUW
Termin: 09.10.2007 und 11.10.2007
Ort: Voestalpine Schienen, Leoben/M-real Hallein AG, Hallein
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung
: www.emas.gv.at

Ökosan 07: Hochwertige energetische Sanierung von großvolumigen Gebäuden 
Tagung und Fachausstellung

Dem Ausbau der Bereiche Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Gebäuden kommt in den nächsten Jahren sowohl österreich- als auch europaweit eine bedeutende Rolle zu. Denn der Gebäudebestand beeinflusst neben dem Klima zentrale Themen wie den hohen Energieimport Europas und wirtschafts- sowie gesundheitspolitische Ziele eines jeden EU-Staates, z.B. Steigerung der regionalen Wertschöpfung und des Wohnkomforts bzw. Vermeidung von Bauschäden. Um darin nachhaltige Erfolge zu erzielen gilt es vor allem technische Weiterentwicklungen und Marktanreizaktivitäten zu forcieren. Innerhalb der dreitägigen, internationalen Tagung sollen diese Themen rund um den Gebäudebestand sowie Ansätze zu deren analysiert und diskutiert werden.
Parallel zur Tagung wird die Veranstaltung durch eine umfangreiche Fachausstellung komplettiert.

Veranstalter: AEE INTEC, Stadt Weiz
Termin: 10.-13.10.2007
Ort: Kunsthaus Weiz, 8160 Weiz
Teilnahmegebühr: EUR 310/EUR 265 (für AEE-Mitglieder und Studenten)
Weitere Informationen: http://aee-intec.at/

Aktuelle Rechtsinformation
Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter www.europa.eu.int/eur-lex abrufen.

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Impressum
Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
 
Chefredaktion: Anna Podovalova
Geschäftsführer: Hans Günter Plescher MAS
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