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Editorial

Die EU-Kommission hat ihren Bericht zur Halbzeit des 6. Umweltaktionsprogramms 2002-12 präsentiert. Obwohl immer noch eine Reihe von Problemfeldern - eine Vielzahl davon betrifft die mangelnde Umsetzung der EU-Gesetzgebung - bestehen, fällt die Bilanz der letzten Jahre durchwegs positiv aus: Der Emissionshandel, Modell für viele andere Länder, wurde in der EU entworfen und zum Laufen gebracht, eine Einigung über längerfristige Emissionsziele getroffen. Die EU-Chemikalienpolitik wurde im REACH-Gesetz neu geregelt, zum Schutz der Umwelt ein dichtes Netz an Natura 2000-Schutzgebieten geschaffen. Für eine Reihe weiterer Schwerpunkte ist bereits mit der Umsetzung von thematischen Strategien begonnen worden.
Fazit ist: Die Umsetzung ist voll im Gange, geht aber - besonders in Bezug auf Klimaschutz - nicht weit genug. Die weiterhin größte Herausforderung für die EU für die nächsten Jahre und Jahrzehnte wird sein, die ehrgeizigen Ziele zur Senkung von CO2-Emissionen umzusetzen - und eine Führungsrolle im globalen Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen. 

In dieser Ausgabe des Newsletters berichten wir außerdem unter anderem über die neu beschlossene österreichische Klimastrategie 2007, sowie MUT - den Masterplan, mit dem Österreichs Umwelttechnologiebranche an die Weltspitze bringen soll.
Lesen Sie auch Details zur diesjährigen EMAS-Konferenz, sowie Aktuelles zu Förderinitiativen und Fördervereinfachungen und zum kürzlich ausgeschriebenen Solarpreis 2007.

Ihr Ökomanagement NÖ-CLub

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Halbzeit für das 6. Umweltaktionsprogramm der EU: Positive Bilanz, aber nicht ohne Problemfelder

Kürzlich legte die Europäische Kommission eine Bewertung des 6. Umweltaktionsprogramms (6. EAP) vor, gleichzeitig wurden auch die Maßnahmen und Fortschritte der Umweltpolitik 2006 bewertet. Erstmals finden sich in der Überprüfung der Umweltpolitik auch Maßnahmen der einzelnen Mitgliedsstaaten.
Das EAP stellt den Rahmen für die Umweltpolitik der Europäischen Union für die Periode von 2002 bis 2012 dar.

Im Bericht bestätigt die Kommission die vier Prioritäten des 6. EAP und fasst die wichtigsten Aktionen in den vier Bereichen zusammen:

Klimawandel
Bis 2004 wurde EU-weit eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um rund 1% gegenüber 1990 erzielt, bis 2012 fehlen also noch 7% auf das Kyoto-Ziel. Als Errungenschaften gelten jedoch das Europäische Emissionshandelssystem und das letztes Jahr geschlossene internationale Abkommen, das bis 2020 eine Reduktion von Treibhausgasen um 30% gegenüber 1990 vorsieht.
Der Kampf gegen den Klimawandel verbleibt damit eine Kernpriorität der EU-Umweltpolitik. Geplante Maßnahmen in diesem Bereich umfassen einen Vorschlag zur Verbesserung des Europäischen Emissionshandelssystems, die Einrichtung eines Fonds für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, und die Entwicklung eines politischen Rahmens für CO2-Abscheidung und -Speicherung. Auch eine breite Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere zum Umgang mit Wasserknappheit und Dürren, soll entwickelt werden.

Natur und Biodiversität
Aktuell ist weiterhin ein Rückgang vieler Spezies in der EU zu vermerken, bei manchen Arten kann aber aufgrund von Schutzbemühungen ein gegensätzlicher Trend verzeichnet werden. Im 6. EAP wird das Ziel verfolgt, den Verlust der Biodiversität in der EU bis 2010 zu stoppen. In der Überprüfung wird festgehalten, dass der dafür notwendige politische Rahmen großteils bereits vorhanden ist, allen voran durch das Natura 2000-Netzwerk an geschützten Gebieten. In den nächsten Jahren liegt der Fokus bei der weiteren Umsetzung des Aktionsplanes zum Schutz der Artenvielfalt, insbesondere im Hinblick auf die Ausdehnung der Natura 2000-Schutzgebiete auf die marine Umwelt. Außerdem soll die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich forciert werden.

Umwelt und Gesundheit
In der Überprüfung der Umweltpolitik 2006 wurde ein besorgniserregender Trend in Bezug auf umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien festgestellt: In den EU-15 hat die Produktion dieser chemischen Stoffe zwischen 1995 und 2005 um 25% zugenommen.
Zu den Prioritäten der nächsten Jahre zählen daher die Umsetzung der neu geschaffenen Chemikalienpolitik REACH und die Implementierung des Richtlinienvorschlags für Pestizide. Weitere Maßnahmen umfassen die weitere Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, mit der die europäische Wasserpolitik 2000 grundlegend reformiert wurde, sowie der Richtlinienvorschlag für saubere Luft.

Abfall und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Derzeit sind die Konsum- und Produktionsstrukturen in der EU nicht nachhaltig – eine Priorität der EU in diesen Bereichen ist daher, Wirtschaftswachstum von Umweltbelastung zu entkoppeln. Mit diesem Ziel wird sich die Kommission in den nächsten Jahren auf die weitere Implementierung der thematischen Strategien für natürliche Ressourcen und für Verhütung bzw. Wiederverwendung von Abfall konzentrieren. Außerdem soll ein Aktionsplan für nachhaltige Verbrauchs- und Produktionsmuster für die relevantesten Wirtschaftssektoren vorgelegt werden.

Die Unterlagen zur Überprüfung des 6. EAP und der Umweltpolitik 2006 und weitere Informationen finden Sie unter: http://ec.europa.eu/environment/newprg/index.htm und http://ec.europa.eu/environment/policyreview.htm

EU kürzt Österreichs Nationalen Zuteilungsplan für 2008-12

Österreichs Vorschlag für die Zuteilung von Emissionszertifikaten für die zweite Phase 2008-12 des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS) wurde von der EU-Kommission um 6% gekürzt.
Im Nationalen Zuteilungsplan (NAP) Österreichs waren für die zweite Periode des ETS Gesamtemissionen in Höhe von 32,8 Mio. t pro Jahr vorgesehen, entsprechend einer Reduktion von rund 5,3 Millionen t (bzw. 14%) pro Jahr gegenüber den erwarteten Trendwerten für 2008-2012.
In der veranschlagten Menge inkludiert sind 1% Reserveanteil für Neuanlagen pro Jahr, sowie 1,2% Versteigerungsanteil. Die übrigen Zertifikate werden gratis an die rund 200 Anlagen aus Industrie und Energiewirtschaft, die sich in Österreich am Emissionshandel beteiligen, verteilt.
Laut aktuellen Kommissionsbeschluss muss die Allokationsmenge des NAP 2 jedoch auf 30,7 Mio. t pro Jahr gesenkt werden.

Mit diesem Entscheid befindet sich Österreich in guter Gesellschaft: Von den bisher von der EU-Kommission geprüften 21 Nationalen Zuteilungsplänen wurden nur vier ohne Auflagen zur Senkung der geplanten Menge angenommen. Im Durchschnitt wurden die Pläne um 10% gekürzt, entsprechend einer neuen, im Vergleich zur ersten Phase des ETS 2005-07 weitaus härteren, Linie der Kommission.
Großbritannien, Frankreich, Spanien und Slowenien müssen keine bzw. kaum Anpassungen mehr vornehmen. Dahingegen scheinen sich neben den baltischen Staaten, Malta und Luxemburg vor allem Polen und die Slowakei sich bei der Zuteilung verschätzt zu haben: Diese Länder müssen ihre geplanten Mengen um 25-57% reduzieren.

Die Sparte Industrie der WKÖ kritisierte die Entscheidung der Kommission: Diese sei ein Beispiel für die überzogenen Forderungen an die österreichische Industrie, welche – obwohl bereits sehr energieeffizient – fehlende politische Maßnahmen im Verkehr und in der Raumwärme wettmachen müsse.

Den österreichischen NAP finden Sie unter www.eu-emissionshandel.at.
Nähere Informationen zur zweiten Phase des europäischen Emissionshandelssystems können Sie hier abrufen. 

EU-Parlament will strengere Umweltqualitätsnormen für Flüsse und Seen

Vor wenigen Tagen stimmte das Europäische Parlament über eine Richtlinie über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik ab. Das Parlament stimmte dabei für eine signifikante Erhöhung der kontrollierten Substanzen sowie eine Neueinstufung mehrer Substanzen als gefährlich.

Der Abstimmung geht ein Richtlinienvorschlag der EU -Kommission vom Juli 2006 voraus, der den Umgang mit „prioritären“ Stoffen in Oberflächengewässern zum Inhalt hat. Im Vorschlag wurden Obergrenzen für 33 prioritäre Stoffe in Flüssen und Seen vorgeschlagen, da sie in der aktuellen hohen Konzentration ein Risiko für Umwelt und Gesundheit darstellen. Die Grenzwerte müssen bis 2015 von allen Mitgliedsstaaten erreicht werden.
Für weitere 13 „gefährliche prioritäre Stoffe“ gelten nicht nur besonders strenge Beschränkungen, sondern sie sollen bis 2025 gänzlich aus Europas Oberflächengewässern verschwinden. Als gefährlich eingestuft wurden gifte, nicht abbaubare und bioakkumulative Substanzen.
In der ersten Lesung sprach sich eine Mehrheit im EU-Parlament für eine Verschärfung des Richtlinienvorschlags aus: Zehn der prioritären Stoffe sollen als „gefährlich prioritär“ eingestuft, weitere 28 Stoffe (davon 22 „gefährlich prioritäre Substanzen“) in die Liste aufgenommen werden. Außerdem möchte das Parlament eine strengere Kontrolle der Umsetzung der Richtlinien durch die Mitgliedsstaaten.

Die neue Richtlinie ersetzt fünf ältere EU-Gesetze und ist der letzte wichtige Rechtsakt im Zusammenhang mit der 2000 beschlossenen Wasserrahmenrichtlinie, durch die die europäische Wasserpolitik neu geregelt wurde. Sie soll zum Ziel der Wasserrahmenrichtlinie beitragen, einen guten Zustand der EU-Gewässer bis 2015 sicherzustellen.
Der Rat der Union wird den Parlamentsbeschluss aller Voraussicht nach bei seinem nächsten Treffen annehmen.

Mehr über den Richtlinienvorschlag erfahren Sie hier.
Eine Presseaussendung der Fraktion der Grünen im EU-Parlament zum Beschluss können Sie hier abrufen. 

Klimastrategie für Österreich 2007 beschlossen

Kürzlich wurde die Klimastrategie 2007 im Ministerrat beschlossen. Diese stellt eine Anpassung und Weiterführung der Klimastrategie 2002 dar, mit der Österreichs Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls (eine Reduktion der Treibhausgase um 13% gegenüber 1990 für den Durchschnitt der Jahre 2008-2012) erreicht werden sollen.
Die angepasste Klimastrategie soll mit zusätzlichen und kurzfristig wirksamen Maßnahmen helfen, das Kyoto-Ziel von 68,7 Mio. t CO2/Jahr doch noch zu erreichen. Von diesem ist Österreich derzeit – mit Emissionen von 93,2 Mio. t CO2 im Jahr 2005, weit entfernt.

Die Lücke von 24,5 Mio. t CO2 soll durch die folgenden Aktivitäten geschlossen werden:

  • Steigerung der Energieeffizienz, v.a. im Wohnbau und durch Sanierung von Gebäuden, sowie durch die Erhöhung der Mineralölsteuer.

  • Vermehrter Zukauf von Emissionsrechten aus dem Ausland: Für die Periode 2008-12 sind jährliche Zukäufe im Ausmaß von 9 Mio. t CO2-Äquivalenten aus JI/CDM-Projekten geplant. Ursprünglich waren 3 Mio. t pro Jahr vorgesehen.

  • Vermehrte Förderung von Erneuerbaren Energien, v.a. durch den Ausbau und die Verbesserung der Ökostromförderung, Investitionen in Biomasse und der Forcierung von Biokraftstoffen im Verkehr.

  • Außerdem wurde ein Klimaschutzfonds beschlossen, der Förderungen und Aufträge in den Bereichen Energie- und Klimaforschung, nachhaltiger Verkehr, und Marktdurchdringung von klimafreundlichen Technologien vergeben soll. Der Fonds, der bereits am 01. Juli 2007 operativ tätig werden soll, ist für die Jahre 2007-10 mit 500 Mio. EUR dotiert. Für das aktuelle Jahr wurden 50 Mio. EUR aus dem Budget bereitgestellt, für 2008 sind es 150 Mio. EUR.

Das Klimabündnis Österreich, der Umweltdachverband sowie der WWF drückten in ihren Stellungnahmen zur Klimastrategie 2007 Zweifel daran aus, dass mit den genannten zusätzlichen Maßnahmen die notwendige Reduktion von 15,5 Mio. t CO2 pro Jahr im Inland erreicht werden kann. Sollte dieses Ziel aber nicht erreicht werden, könnten hohe, noch nicht absehbare Kosten für den Zukauf zusätzlicher Zertifikate aus dem Ausland drohen.

Die neue Klimastrategie 2007 sowie Stellungnahmen dazu finden Sie unter www.klimastrategie.at

MUT – Ein Masterplan Umwelttechnologie für Österreich

Im April wurde der MUT - Masterplan Umwelttechnologie - der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Initiative zur Erstellung des MUT wurde vom Lebensministerium und dem Land Niederösterreich im Oktober 2006 gestartet; die Grundidee dabei ist, die positive Entwicklung der österreichischen Umwelttechnikbranche durch einen Schulterschluss zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der Wissenschaft noch mehr zu stärken.
Das Ziel ist ambitioniert: In den kommenden zehn Jahren soll Österreich die weltweite Spitzenposition im Anteil der Umwelttechnologie am BIP erreichen sowie seine internationale Technologieführerschaft in einzelnen Feldern ausbauen bzw. erlangen.

Obwohl österreichische Unternehmen im europäischen Umwelttechnikmarkt aktuell eine sehr gute Position einnehmen und eine hohe Wettbewerbsfähigkeit aufweisen, sind die meisten zu klein um global – und auf besonders dynamischen Märkten wie Asien – aktiv zu sein. Und auch in Europa wird der Konkurrenzdruck durch High-Tech-Anbieter einerseits, und durch Wettbewerber aus Billiglohnländern andererseits, spürbar stärker. Langfristig verhindert auch die geringe Mittelausstattung der einzelnen Unternehmen die Einbindung in neue, strategisch bedeutsame Technologiefelder (wie Nano- und Biotechnologie).
Aus diesen aktuellen Herausforderungen im Umwelttechnikmarkt wurden vier strategische Handlungsfelder im Masterplan Umwelttechnologie abgeleitet:

  • Forcierung des Exports

  • Forschung und Qualifikation

  • Finanzierung

  • Dynamisierung des Heimmarktes

Insgesamt 30 einzelne Maßnahmen finden sich innerhalb der strategischen Handlungsfelder, deren Umsetzung bereits in Angriff genommen wurde. Die Koordination der Projekte soll die Bundesagentur für Umwelt- und Energietechnologie übernehmen, deren Schaffung im österreichischen Regierungsprogramm 2007 beschlossen wurde und die in den nächsten Monaten eingerichtet werden soll.

Nähere Informationen zum MUT – Masterplan Umwelttechnologie ersehen Sie unter www.masterplan-umwelttechnologie.at.

EMAS Konferenz 2007

Das Lebensministerium veranstaltet in Salzburg in der Zeit von 19.-20. Juni die EMAS Konferenz 2007.
Im Vorfeld der Konferenz haben Teilnehmer die Gelegenheit, sich einer Betriebsbesichtung bei M-Real anzuschließen und den Abend, nach einer Diskussionsrunde, in der die Zukunft der Umweltberichterstattung beleuchtet wird, mit einem Konzertempfang auf Einladung der Salzburger Landesregierung und der Stadt Salzburg sowie beim anschließenden Buffetempfang ausklingen zu lassen. Das Schwerpunktthema der Konferenz "Kommunikation für die Umwelt" kommt dem aktuellen Trend entgegen, da Kommunikation in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist und sich zunehmend als betriebswirtschaftlicher Faktor herauskristallisiert.
Insbesondere wird im Rahmen der Konferenz die Umweltberichterstattung von Betrieben und der Dialog zwischen Betrieben und BürgerInnen und Behörden diskutiert werden, wobei es Ziel der Konferenz ist, über den reinen Informationsaustausch hinaus auch das Umweltbewusstsein zu fördern.
Neben dem fachlichen Teil der Konferenz werden Unternehmen mit dem EMAS Preis ausgezeichnet sowie einigen Neueinsteigern, wie z.B. Senoplast, Gemeinde Telfs, der ÖBB Technische Services GmbH die Teilnahmeurkunde überreicht werden. Die Verleihung der EMAS Preise und der Urkunden wird von Umweltminister Pröll vergenommen.

Weitere Informationen: www.emas.gv.at unter "Veranstaltungen".

3. IPCC-Bericht veröffentlicht

Vor kurzem präsentierte das IPCC den dritten Teilbericht zum UN-Klimabericht 2007. Darin wird vor allem auf kurzfristige Möglichkeiten für Emissionsminderungen eingegangen.
Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein unabhängiger Ausschuss der Vereinigten Nationen und der Weltorganisation für Meteorologie, der sich mit Ursachen und Folgen des von Menschen verursachten Klimawandels beschäftigt.

Der Bericht kommt zum Schluss, dass nur noch kurzes Zeitfenster bleibt, um Treibhaushausgasemissionen zu reduzieren. Nur wenn die Ausstoß an Treibhausgasen in den nächsten Jahren seinen Zenit erreicht und bis 2050 auf die Hälfte des Niveaus von 1990 gesenkt werden kann, besteht eine gute Chance irreversible und potentiell katastrophale Klimaänderungen zu vermeiden. Sollte die im Bericht als notwendig angesehene Reduktion aber erreicht werden, könnte die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre stabilisiert, und der Temperaturanstieg unter der kritische Schwelle von 3°C gehalten werden.
Eine weitere wichtige Aussage des Klimaberichts ist, dass der Klimawandel mit bereits bestehenden Technologien, und zu Kosten von durchschnittlich 3% des BIP in den nächsten 20 Jahren, bekämpft werden kann.
Empfehlungen für kurzfristige Maßnahmen umfassen mehr Energieeffizienz und den Einsatz von Biokraftstoffen sowie die unterirdische Lagerung von CO2. Langfristig müssten vor allem Anreize zur Entwicklung nachhaltiger Technologien, z.B. durch Steuern, geschaffen werden.

Mehr zu IPCC und dem 3. Klimabericht finden Sie unter www.ipcc.ch.

Neue Förderinitiativen und Fördervereinfachungen

Förderungsinitiative Abfallvermeidung 2007 - Einreichungen bis 31.08.2007 möglich!
Das ARA-System, die Stadt Wien, das Land Niederösterreich und die Wirtschaftskammer Österreich setzen auch heuer wieder die Förderungsinitiative Abfallvermeidung fort.
Diese Initiative richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), kommunale Dienststellen und Betriebe, Vereine sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Projekte mit konkreten abfallvermeidenden Effekten werden mit einem einmaligen Investitionszuschuss im Ausmaß von bis zu 30 % der abfallrelevanten Kosten unterstützt. Die Förderung beträgt mindestens EUR 2.000,- und maximal EUR 30.000,-.
Anträge für die Förderungsinitiative 2007 können direkt bei der KPC bis 31.08.2007 eingereicht werden.
Nähere Informationen sowie das Einreichformular finden Sie unter www.publicconsulting.at/abfallvermeidung/.

Förderungseinreichung - jetzt vollständig online erledigen
Seit Anfang 2006 bietet die Kommunalkredit Austria die Möglichkeit, Förderungsansuchen für die Umweltförderung im Inland in einzelnen Förderungsbereichen vollständig elektronisch einzureichen. Sämtliche förderungsrelevanten Daten werden online übermittelt und die voraussichtliche Förderungshöhe angezeigt. Die Nachreichung weiterer Dokumente ist nicht mehr notwendig.
Diese einfache und schnelle Form der Antragsübermittlung wurde erweitert und ist derzeit für folgende Förderungsschwerpunkte der Umweltförderung im Inland möglich: Biomasse-Einzelanlagen bis 300 kW Nennleistung, Solaranlagen bis 100 m2 Kollektorfläche, Wärmepumpen bis 100 kW elektrischer Leistung und Fernwärmeanschlüsse bis 300 kW. Bisher haben bereits über 1.000 Förderwerber dieses Service genutzt.
Für Ihr elektronisches Förderungsansuchen stehen Ihnen die entsprechenden Online-Formulare zur Verfügung: www.publicconsulting.at/de/portal/antragonline/.

klima:aktiv mobil Förderungsprogramm - die neue Förderungsmöglichkeit für Verkehrsprojekte
Ein neues Förderungsprogramm des BMLFUW unterstützt Projekte, die zu einer Reduktion von klimarelevanten Gasen (insbesondere Kohlendioxid) bzw. Stickoxid- und Feinstaubemissionen im Verkehrs- und Transportbereich führen.
Zielgruppen der Förderung sind Betriebe, Gebietskörperschaften, kommunale Einrichtungen sowie Vereine. Die mit 02.05.2007 gestarteten vier Förderungsschienen Mobilitätsmanagement im Freizeit- und Tourismusbereich, Mobilitätsmanagement für Städte, Gemeinden und Regionen, Mobilitätsmanagement für Betriebe sowie Mobilitätsmanagement im Radverkehr bieten begleitend zu den bestehenden klima:aktiv mobil Beratungsprogrammen eine Investitions- und Betriebskostenförderung für die Umsetzung konkreter Projekte, die zu einer umweltfreundlicheren Verkehrsabwicklung bzw. zur Forcierung des Rad-, Fußgänger- und öffentlichen Verkehrs beitragen.
Nähere Informationen sowie das Einreichformular finden Sie unter www.publicconsulting.at

Solarpreis 2007 ausgeschrieben

Kürzlich wurde der Solarpreis 2007 ausgeschrieben, der herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen erneuerbarer Energien auszeichnet. Mit der Verleihung soll das Thema erneuerbare Energien in die breite Öffentlichkeit getragen werden.

Die Preis wird in folgenden Kategorien ausgeschrieben:

  • Städte und Gemeinden oder Stadtwerke;

  • Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen;

  • Solares Bauen;

  • Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien;

  • Medien;

  • Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien;

  • Bildung und Ausbildung;

  • Eine-Welt-Zusammenarbeit;

  • Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.

Der Solarpreis wird seit 1994 von EUROSOLAR auf nationaler und europäischer Ebene (in Kooperation mit der KfW Förderbank) vergeben. Aus den Bewerbern für die jeweiligen nationalen Solarpreise werden die Preisträger für die Europäischen Solarpreise ermittelt.
Bewerbungen für den Solarpreis 2007 sind noch bis 31. Juli 2007 möglich.

Nähere Informationen zum Solarpreis sowie zur Teilnahme finden Sie unter www.eurosolar.at.

Neues aus Niederösterreich

Hier finden Sie den Newsletter des Ökomanagement NÖ-Club.

Neues aus Oberösterreich
Neuigkeiten der Ökoberatung lesen Sie auf www.oeko-beratung.at.
Neues aus Salzburg

Hier finden Sie die aktuelle Broschüre Umwelt.Service.Salzburg "Bäder und Wellness - Hygienische und energietechnische Aspekte" vor.

Neues aus der Steiermark

Neues von der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit erfahren Sie unter www.oeko.steiermark.at

 
Neues aus Wien
Neues vom ÖkoBusinessPlan Wien lesen Sie hier.
Veranstaltungen

Förderungen für Forschung im Bereich Energie
Informationsveranstaltung

Die Informationsveranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe "Im Fokus: Förderprogramme", im Rahmen derer das Programm w-fForte des BMWA regelmäßig Förderprogramme vorstellt. Die Themen der aktuellen Veranstaltung umfassen unter anderem "Nationale Förderprogramme zum Thema „Nachhaltig Wirtschaften – Energiesysteme der Zukunft“ in der FFG" und "Förderprogramm Intelligente Energie - Europa (IEE)". Es besteht Gelegenheit für individuelle Fragen an die Förderprogramm-ExpertInnen.

Veranstalter:
w-fFORTE Contact Point, Österreichische Energieagentur, FFG  
Termin:
05.06.2007  
Ort: FFG, Sensengasse 1, 1090 Wien
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Weitere Informationen:
www.nachhaltigwirtschaften.at

INTELLIGENT ENERGY EUROPE
Info-Workshop

Mit der Integration des Programms "Intelligente Energie – Europa" (IEE) in das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) wurde eine neue Programmphase eingeläutet. Mit der Veröffentlichung des IEE-Call 2007 besteht nun erstmals die Möglichkeit Projektvorschläge im Bereich Energieeffizienz und Nutzung neuer und erneuerbarer Energiequellen zur Förderung einzureichen.
Um die Neuigkeiten im Zusammenhang mit dem IEE-Programm vorzustellen, veranstaltet die Österreichische Energieagentur einen Info-Workshop. Es werden bei dieser Veranstaltung die inhaltlichen Schwerpunkte des IEE-Calls 2007 präsentiert und die Einreichmodalitäten vorgestellt. Außerdem wird Zeit zum Diskutieren von Projektideen und zur individuellen Einreicherberatung zur Verfügung stehen.

Veranstalter: Österreichische Energieagentur
Termin: 06.06.2007
Ort: BMWA, Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung
: www.eva.ac.at   

Mit EMAS zu ökologisch aktiven Gemeinden, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen 
Workshopreihe 

Das Projekt des Lebensministeriums "Mit EMAS zu ökologisch aktiven Gemeinden, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen", das bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit dem ÖWAV durchgeführt wird, soll Gemeinden, Verbände und öffentliche Einrichtungen unterstützten, die Implementierung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS vorzubereiten.
Mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems können diese Einrichtungen nicht nur Schwachstellen im Umweltbereich erkennen und Optimierungen erzielen, sondern damit auch ein hohes Maß an Rechtssicherheit und eine nachhaltige Entwicklung in Gemeinden, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen erreichen.
Die Teilnahme an der Workshopreihe (einschließlich der Durchführung der praktischen Arbeiten) beinhaltet die Qualifizierung zum internen Umweltauditor (EMAS/ISO 14001).

Veranstalter: Lebensministerium, ÖWAV
Termin: 12.-13,06.2007, 25.-26.09.2007, 27.-28.11.2007
Ort: Veranstaltungsorte werden rechtzeitig bekanntgegeben
Teilnahmegebühr:
EUR 500 (ÖWAV-Mitglieder) / EUR 650 (Nichtmitglieder) zzgl. USt
Weitere Informationen und Anmeldung
: www.emas.gv.at

BIOEM Großschönau
Messe

Die Bioenergiemesse in Großschönau zeigt seit 1986 Wege, Produkte und Dienstleistungen, die unser Leben positiv beeinflussen sowie es gesünder, umweltbewusster und zukunftsorientierter gestalten helfen. Auch heuer zeigen wieder rund 270 Aussteller ihre "grünen" Produkte. Durch Fachvorträge und Symposien werden dem Besucher zusätzlich viele Tipps mitgegeben.

Veranstalter: TDW Großschönau
Termin: 07.-10.06.2007
Ort: Messegelände, 3922 Großschönau
Teilnahmegebühr: EUR
7,00
Weitere Informationen und Anmeldung
: www.bioem.at

Green Week  
Konferenz  

Anlässlich des 50. Geburtstages der Römischen Verträge liefert die Green Week 2007 einen Rückblick auf 50 Jahre europäische Umweltpolitik und auch einen Blick in die Zukunft.
Die Green Week stellt eine einzigartige Gelegenheit für Diskussionen, Erfahrungsaustausch und Best Practice zwischen NGOs, Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und der Öffentlichkeit dar.

Veranstalter: Kommission der Europäischen Union, Brüssel
Termin: 12.-15.06.2007
Ort: Brüssel
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung
: http://europa.eu.int/comm/environment/greenweek 

EMAS Konferenz 2007
Konferenz  

Das zentrale Thema der Konferenz ist Kommunikation für die Umwelt, wobei sich insbeondere die EMAS Umwelterklärung als Kommunikationsinstrument anbietet. Nähere Informationen finden Sie in einem Beitrag dieses Newsletters oder im Konferenzprogramm.

Veranstalter: Lebensministerium
Termin: 19.-20.06.2007
Ort: Salzburg
Teilnahmegebühr:
kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung
: www.emas.gv.at unter "Veranstaltungen"  

Aktuelle Rechtsinformation
Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter www.europa.eu.int/eur-lex abrufen.

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Impressum
Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
 
Chefredaktion: Anna Podovalova
Geschäftsführer: Hans Günter Plescher MAS
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Tel./Fax: 01 / 714 5690
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