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Editorial

Derzeit läuft der Planungsprozess für die nächste Phase 2008-12 des europäischen Emissionshandelssystems: In dessen Rahmen kürzte die EU-Kommission die in den nationalen Allokationsplänen vorgeschlagenen Emissionsmengen von fast allen der EU-Länder, die bisher Allokationspläne eingereicht haben, um durchschnittlich 7% um die Effizienz des Systems zu gewährleisten. Mehr dazu lesen Sie in dieser Ausgabe des Newsletters.
Gleichzeitig informieren wir Sie über die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz in Nairobi, die den Beschluss eines Hilfspakets für die Staaten, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind, sah. Eine Einigung über die Zukunft des Kyoto-Protokolls wurde nicht erzielt, weitere Gespräche wurden auf der Konferenz jedoch vereinbart.
Zudem verabschiedete das EU-Parlament kürzlich das neue EU-Chemikaliengesetzes REACH endgültig: Die Inhalte der neuen Gesetzgebung erfahren Sie in dieser Ausgabe des Newsletters.
Gratulieren möchten wir außerdem den Gewinnern des diesjährigen EMAS-Preises, die wir Ihnen ebenfalls hier vorstellen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2007.

Ihr Ökomanagement NÖ-Club

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Emissionshandel: Kommission kürzt von Mitgliedsstaaten vorgeschlagene CO2-Mengen

Kürzlich entschied die Kommission über 10 nationale Zuteilungspläne für CO2-Emissionen aus Industrieanlagen für die zweite Phase des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) 2008-12. Dabei wurde die in den Allokationsplänen vorgeschlagene Emissionsmenge um knapp 7% herabgesetzt. Die bewilligte Menge entspricht auch einer 7%igen Kürzung im Vergleich zum Emissionsvolumen von 2005.

Bei den 10 begutachteten Nationalen Allokationsplänen handelt es sich um die von Deutschland, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, der Slowakei, Schweden und dem Vereinigten Königreich vorgelegten Pläne, auf die 42 % der im ersten Handelszeitraum des Systems (2005 bis 2007) zugeteilten Zertifikate entfallen.
In den Plänen legen die Mitgliedsstaaten sowohl das Gesamtvolumen an Kohlendioxid fest, das die im ETS erfassten Industrieanlagen ausstoßen dürfen, als auch die Menge an Emissionszertifikaten die die einzelnen Anlagen erhalten.
Alle Pläne wurden von der Kommission angenommen
– allerdings wurden alle Staaten außer Großbritannien aufgefordert, die vorgeschlagenen Emissionsmengen herabzusetzen. Grund ist, dass in den Allokationsplänen die von der Kommission vorgegebenen Obergrenzen für die Phase 2 des ETS – die die Erreichung des Kyoto-Ziels des jeweiligen Mitgliedsstaates gewährleisten sollen – nicht eingehalten wurden. Deutschland, die Slowakei und Litauen müssen die größten Kürzungen durchführen.
Mit den strengeren Allokationsgrenzen soll verhindert werden, dass überaus großzügige Zuteilungen die Funktionsfähigkeit des ETS einschränken: In der ersten Phase des Emissionshandels 2005 notierten einige Mitgliedsstaaten Überschüsse an Verschmutzungsrechten, es kam zu einem Preisverfall der CO2-Zertifikate, der Klimaschutzeffekt des Handelsjahrs fiel gering aus. Das soll sich nicht wiederholen
– EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte, dass die Kommission bei der Prüfung der Pläne systematisch so vorgegangen sei, dass die erforderliche Knappheit auf dem europäischen CO2-Markt entsteht, und das ETS einen veritablen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der EU im Rahmen des Kyoto-Protokolls leistet. Dieselben Maßstäbe würden auch an die noch ausstehenden Pläne angelegt werden.
Umweltschutzorganisationen begrüßten die Entscheidung der Kommission. Diese sei notwendig gewesen, um die Glaubwürdigkeit des Emissionshandelssystems der EU zu wahren.

Von sechs Mitgliedsstaaten sind die nationalen Zuteilungspläne noch ausständig. Gegen diese Staaten – Österreich, die Tschechische Republik, Dänemark, Ungarn, Italien und Spanien – leitete die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren ein.
Auch Österreich muss, sobald es den Allokationsplan einreicht, mit Abänderungen rechnen, denn in der derzeit vorliegenden Version sind Verschmutzungszertifikate für 32,8Mt CO2 vorgesehen, der Zielwert der Kommission für Österreich für Phase 2 des ETS beträgt aber nur 25Mt.

Weitere Informationen zur zweiten Phasen des europäischen Emissionshandelssystems erhalten Sie hier

UN-Klimakonferenz in Nairobi: Hilfspaket für Entwicklungsländer und Überprüfung von Kyoto

Im November fand die zwölfte internationale UN-Klimakonferenz in Narobi statt, an der Vertreter aus 189 Staaten teilnahmen. Wichtige Themen der Konferenz waren Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sowie die Zukunft des Kyoto-Protokolls nach 2012.

Das wohl wichtigste Ergebnis der Konferenz ist die Einigung auf ein Hilfspaket für Entwicklungsländer, die am stärksten von den Folgen des globalen Klimawandels betroffen sind. Es umfasst ein Arbeitsprogramm zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels für besonders gefährdete Länder und Gebiete, und einen Anpassungsfonds für Entwicklungsländer, der mit bis zu 300 Mio. EUR ausgestattet sein wird. Auch kamen die Parteien überein, die Verwendung des Klimaschutz-Sonderfonds, die sich bisher auf Technologietransfer und Anpassungsmaßnahmen beschränkte, auf die Bemühungen von Entwicklungsländern, Emissionen einzudämmen und sich wirtschaftlich zu diversifizieren, auszudehnen.
Außerdem wurde auf der Konferenz darüber beraten, die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid als CDM-(Clean Development Mechanism-)Maßnahme im Rahmen des Kyoto-Protokolls zuzulassen.
Beschlossen wurde jedoch, diesen Schritt aufzuheben bis die Technologie weiter ausgereift ist. Allerdings sollen die Bemühungen verstärkt werden, Kapazitäten für die Durchführung von CDM-Maßnahmen in Entwicklungsländern, die derzeit in relativ geringem Ausmaß von diesem Mechanismus profitieren, aufzubauen. Dazu beitragen soll auch der kürzlich lancierte Risikokapitalfonds GEEREF der EU, der in den nächsten Jahren mit über 100 Mio. EUR ausgestattet werden wird.

Als weiterer Erfolg der Konferenz wird der Beschluss angesehen, eine Überprüfung des Kyoto-Protokolls durchzuführen, deren Ergebnisse für die zukünftige Ausgestaltung des Protokolls nach 2012 ausschlaggebend sein werden. Die Verhandlungen über die Zukunft des Kyoto-Protokolls, im Rahmen dessen 35 Industrienationen den Ausstoß ihrer Treibhausgase bis 2012 um 5,2% gegenüber 1990 drosseln wollen, gerieten in der letzten Zeit ins Stocken. So kamen die Parteien auf der letzten Klimakonferenz in Montreal lediglich überein, weitere Gespräche über die Weiterführung von Kyoto zu führen. Auf dem diesjährigen Klimagipfel wurden insofern bereits Fortschritte erzielt, als ein Arbeitsprogramm für eine Überprüfung des Protokolls ab 2008 angenommen wurde. Dieses sieht vor, das Potenzial für eine Senkung der Emissionen zu analysieren, die dafür erforderlichen Maßnahmen zu bewerten und schließlich die Emissionssenkungen aufzuteilen. Der genaue Umfang und der Inhalt der Bewertung sollen auf dem nächsten Klimagipfel 2007 festgelegt werden.

Der Klimagipfel in Nairobi umfasst zwei zeitgleich abehaltene Konferenzen: Die 12. Konferenz (COP-12) der 189 Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinigten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) und die 2. Tagung (COP/MOP-2) der 166 Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls.
Weitere Informationen zur Weltklimakonferenz finden Sie auf der Webseite der EU
http://ec.europa.eu/environment/climat/nairobi_06.htm.  

REACH im EU-Parlament verabschiedet

Eines der kontroversesten Umweltgesetze der Europäischen Union, die neue Chemikaliengesetzgebung REACH (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien), wurde vor wenigen Tagen im EU-Parlament verabschiedet.
Bis zuletzt galt der Teil des Gesetzesvorschlags, der den Einsatz von besonders gefährlichen toxischen Substanzen verbieten sollte, als zentraler Streitpunkt. Der angenommene Kompromiss sieht vor, dass Unternehmen die Pflicht zur Substitution von persistenten und bioakkumulativen Chemikalien durch sichere Alternativen trifft. Für krebserregende und erbgutverändernde Chemikalien, die ursprünglich ebenfalls unter diese Mechanismus fallen sollten, gelten jedoch  niedrigere Sicherheitsvorschriften.

Mit Inkrafttreten von REACH müssen die rund 30.000 heute in Gebrauch befindlichen Chemikalien, von denen mehr als 1t hergestellt oder in den EU-Raum importiert werden, in einem Zeitraum von 11 Jahren registriert werden. Hersteller und Importeure müssen dabei nachweisen, dass die Verwendung der Stoffe unbedenklich ist; bisher lag es an den Behörden die gesundheitliche oder Umweltrisiken von Chemikalien nachzuweisen. Diese Umkehrung der Beweislast gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der neuen Gesetzgebung.
Für bedenkliche Stoffe sieht REACH ein Zulassungssystem vor. Eine Zulassung gefährlicher Chemikalien wird  dabei nur dann erteilt, wenn sich die Risiken bei der Verwendung "angemessen beherrschen" lassen oder die Verwendung aus sozioökonomischen Gründen gerechtfertigt ist und keine geeigneten Alternativen zur Verfügung stehen, die wirtschaftlich und technisch tragfähig sind.
Bestehen angemessene Alternativen zum Einsatz einer als gefährlich eingestuften Chemikalie, müssen Unternehmen einen Substitutionsplan zum Ersatz durch sichere Stoffe erstellen. Im gegensätzlichen Fall muss ein Forschungs- und Entwicklungsplan vorgelegt werden, in dem die Maßnahmen aufgeführt werden, die unternommen werden, um einen Alternativstoff zu finden.
Für Stoffe mit persistenten und bioakkumulierbaren Eigenschaften wird die Zulassung nur dann erteilt, wenn nachgewiesen wird, dass der sozioökonomische Nutzen die Risiken überwiegt, die sich aus der Verwendung des Stoffes für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ergeben, und wenn es keine geeigneten Alternativstoffe oder -technologien gibt.
Zulassungen unterliegen einer befristeten Überprüfung und sind in der Regel an Auflagen, einschließlich einer Überwachung, geknüpft.
Schätzungen zufolge werden 2500 bis 3000 Chemikalien unter die neue Zulassungspflicht fallen.

Die Verordnung tritt mit 1. Juni 2007 in Kraft. Für die erste mit REACH eingeführte Verpflichtung, die Vorregistrierung, läuft die Frist vom 1. Juni 2008 bis zum 30. November 2008. Daran schließt sich die Registrierungsphase mit dreieinhalb, sechs oder elf Jahren an, je nachdem, welchem Mengenbereich der Stoff angehört oder wie besorgniserregend er ist.

Nähere Informationen zu REACH finden Sie unter http://ec.europa.eu/enterprise/reach/index_en.htm und  http://ec.europa.eu/environment/chemicals/reach/reach_intro.htm

Industrieemissionsregister der EU: Ergebnisse für 2004 liegen vor

Vor kurzem wurde das internetgestützte Register der Industrieemissionen in Luft und Wasser (Europäisches Schadstoffemissionsregister - European Pollutant Emission Register - EPER) mit den Daten aus dem Jahr 2004 aktualisiert. Dabei wurden erstmals auch Anlagen aus den zehn neuen Mitgliedsstaaten einbezogen.
Im Vergleich mit den Daten aus dem Jahr 2001 zeigt sich, dass in Bezug auf einige Schadstoffe beträchtliche Emissionsanstiege zu verzeichnen sind. Noch steht jedoch eine detaillierte Analyse darüber aus, ob die verzeichneten Anstiege auf eine verbesserte Berichterstattung zurückzuführen sind.

Im Vergleich mit 2001 zeigt sich, dass die Emissionen im Jahr 2004 insgesamt höher waren. So ist beispielsweise ein Anstieg der Emissionen von Kohlendioxid um 9,5% zu verzeichnen. Noch drastischere Ergebnisse beziehen sich auf weitere Luftschadstoffe wie Hydrogenzyanid und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen, die um je 79% bzw. 53% anstiegen. Demgegenüber ist ein Rückgang der Emissionen in Gewässer zu verzeichnen: Die Verringerungen bei organischen Schadstoffen (-11%), Phosphor (-16%) und Stickstoff (-14%) sind möglicherweise auf eine effizientere Abwasserbehandlung zurückzuführen.
Auch die am stärksten verschmutzenden Anlagen wurden ermittelt. 43 davon befinden sich in den alten und 15 in den neuen Mitgliedsstaaten, der größte Teil gehört den beiden Sektoren Metallverarbeitung und Chemikalien an.

Unklar ist noch, ob es tatsächlich zu den registrierten Emissionsanstiegen gekommen ist, oder ob diese damit zusammenhängen, dass das EPER im Jahr 2004 mehr Anlagen umfasst als noch drei Jahre zuvor. Aufschluss darüber soll ein Vergleich der Daten der einzelnen Industrieanlagen mit den Werten aus dem Jahr 2001 geben, eine dementsprechende umfassende Analyse wird derzeit von der europäischen Kommission durchgeführt. Die Resultate sollen Hilfestellung darüber geben, ob zusätzliche Maßnahmen im Rahmen der europäischen Emissionspolitik erforderlich sind.

Das europäische Emissionsregister EPER enthält Daten zu 50 Schadstoffen in Luft und Wasser, die von großen und mittelgroßen Anlagen in allen EU-Mitgliedsstaaten ausgestoßen werden. Der EPER ist über das Internet öffentlich zugänglich und kann nach unterschiedlichen Kriterien, wie Ort, Sektor oder dem Namen einer der 12.000 erfassten Industrieanlagen, durchsucht werden.
Geplant ist, das EPER im Herbst 2009 durch das umfangreichere Europäische Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister (Pollutant Release and Transfer Register - Europäisches PRTR) zu ersetzen. Dieses soll 91 Schadstoffe umfassen, und auch Schadstoffe von Industrieanlagen (wie Abfall und Abwasser) miteinbeziehen, die von diesen an andere Orte verbracht werden. Außerdem soll es auf weitere Schadstoffquellen wie Straßenverkehr und Heizungen in Haushalten und der Landwirtschaft, ausgedehnt werden.

Auf das EPER können Sie unter www.eper.ec.europa.eu zugreifen. 

EMAS-Preis 2006 vergeben

Am 13. November 2006 nahm die Kommission in Athen die Verleihung der EMAS-Preise 2006 vor. Die Preise werden den Organisationen mit den besten internen und/oder externen Kommunikationskampagnen zur Verbesserung der Umwelt verliehen und wurden in den Kategorien Mikro-Organisation, KMU und große Organisationen vergeben. Die drei Preisträger wurden aus 25 nominierten Organisationen ausgewählt.

  • Der Preis für Mikro-Organisationen wurde an die „Asociación de comerciantes minoristas del Mercado de Canillasvergeben, eine gemeinnützige Organisation in Spanien, die eine Reihe von Ständen auf einem öffentlichen Lebensmittelmarkt in Madrid betreut.
  • Der Preis für kleine und mittlere Organisationen ging an die Mainau GmbH, die für die Pflege und Instandhaltung der botanischen Gärten und des Schlosses auf der Insel Mainau im Bodensee, Deutschland, verantwortlich ist.
  • Und der Preis für große Organisationen schließlich ging an die Provinz Bologna in Italien, eine Behörde, die für die 60 Gemeinden und 935 000 Einwohner in ihrem Zuständigkeitsgebiet eine Reihe von Bereichen verwaltet.

Die Gewinner wurden aufgrund der Informationen bewertet, die sie ihren Arbeitnehmern über die Umwelt geben, sowie nach der Art der Maßnahmen und Informationskampagnen zur Verbesserung der Umwelt, die sie außerhalb ihrer Einrichtungen durchführen.

EMAS, das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union, ist ein freiwilliges System das Unternehmen und andere Organisationen dabei unterstützt, ihre Umweltleistung zu bewerten, zu verbessern und darüber Bericht zu erstatten. Seit Einführung von EMAS im Jahr 1995 sind die Teilnehmerzahlen um durchschnittlich 10% pro Jahr gewachsen, vor kurzem wurde die 5000. Organisation im europäischen EMAS-Register eingetragen. Obwohl zu Anfang für als Umweltmanagementsystem für Industrieanlagen konzipiert, wurde EMAS 2001 auf den öffentlichen und Dienstleistungssektor ausgeweitet inzwischen kommen 46% der Eintragungen aus diesem Bereich. In Österreich nehmen 251 Organisationen und 350 Betriebsstätten an EMAS teil.

Mehr zur Verleihung des EMAS-Preisen und zu den Preisträgern finden Sie auf http://www.emasaward2006.eu/index.htm. Nähere Informationen zu EMAS finden Sie auf www.emas.gv.at sowie http://ec.europa.eu/environment/emas/

Österreichischer Klimaschutzpreis ausgeschrieben

Der Klimawandel wird durch die Zunahme von Wetterextremereignissen immer stärker erkennbar. Die dadurch steigenden Schäden sind besonders für die Landwirtschaft eine existenzielle Bedrohung. Die Österreichische Hagelversicherung hat als Naturkatastrophenversicherer der Landwirtschaft daher ein großes Interesse an mehr Klimaschutz und setzt in diesem Bereich zahlreiche Initiativen. Eine davon ist der Klimaschutzpreis, der nunmehr zum sechsten Mal ausgeschrieben wird. Der Preis ist mit insgesamt EUR 8.000 dotiert.

"Mit dem Klimaschutzpreis wollen wir besonders herausragende Leistungen für den Klimaschutz würdigen. Die in den verschiedenen Kategorien geleistete Arbeit gibt viele wichtige Impulse für ein starkes Klimaschutzbewusstsein in Österreich", erklärt Dr. Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung.

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird in drei Kategorien vergeben:

  • Kategorie Wissenschaft und Journalismus
    In beiden Kategorien wird die beste publizierte Arbeit zu den Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels bzw. zu Schutzmaßnahmen in diesem Bereich ausgezeichnet.
    Ein Bezug zum Agrarsektor ist wünschenswert.
  • Kategorie „Energieautarker Bauer
    Erstmalig wird ein landwirtschaftlicher Betrieb prämiert, der im Wesentlichen unabhängig von fossiler Energie ist.
  • Kategorie Gastronomie
    In Kooperation mit dem BÖG (Beste Österreichische Gastlichkeit) wird ein gastronomischer Betrieb ausgezeichnet, der regelmäßig heimische,
    „klimafreundlicheLebensmittel verwendet.

Die Preisträger werden von einer Jury, bestehend aus sieben Experten aus den Bereichen Wissenschaft, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Medien, ermittelt.

Mehr zum Klimaschutzpreis und zu den Einreichkriterien sowie das Einreichformular finden Sie unter www.hagel.at.   

Betriebliche Förderung: Erweiterung der Förderungseinreichung per Internet

Als weitere Maßnahme, Projekte noch effizienter und für den Förderwerber einfacher managen zu können, wurde in der Umweltförderung im Inland 2006 die Möglichkeit geschaffen, Fördereinreichungen von Biomasseeinzelanlagen bis 300 kW Nennwärmeleistung und Solaranlagen bis 100 m2 Kollektorfläche vollelektronisch per Internet durchzuführen.

Auf der Internetseite der Kommunalkredit Public Consulting (http://www.public-consulting.at/de/portal/antragonline/)  können alle erforderlichen Angaben zu Förderungswerber und Projekt eingetragen werden. Diese Möglichkeit wurde bereits von rund 800 Antragstellern genützt.
Ab 01.01.2007 wird daher diese Form der Fördereinreichung auf die Bereiche Anschluss an Fernwärme bis 300 kW Anschlussleistung und Wärmepumpen bis 100 kW elektrisch ausgeweitet. Somit gibt es zukünftig auch für diese Förderungsschwerpunkte die Vorteile einer raschen Einreichung und Förderungsentscheidung: Der Förderwerber erhält gleich nach der Eingabe der Daten im Internet eine Erstindikation über die Höhe der Förderung sowie ein Bestätigungsemail bei erfolgter Einreichung. Über den genauen Förderungsbetrag und die weiteren Schritte wird er von der Kommunalkredit Public Consulting nach Prüfung des Ansuchens informiert. Weiterhin besonders zu beachten ist, dass das Förderungsansuchen vor Baubeginn bzw. Lieferung der beantragten Materialien zu stellen ist. Das Mindestinvestitionsvolumen für Ansuchen der oben angeführten Förderungsschwerpunkte beträgt EUR 5.000,- .

Mehr zu den Förderungen der Kommunalkredit Austria erfahren Sie unter www.public-consulting.at.

Neues aus Niederösterreich

Hier finden Sie den Newsletter des Ökomanagement NÖ-Club.

Neues aus Oberösterreich

Neuigkeiten aus Oberösterreich finden Sie auf www.oeko-beratung.at.

Neues aus Salzburg

 

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Neues aus der Steiermark

Die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit informiert Sie auf www.oeko.at über Aktuelles.

Neues aus Wien

Lesen Sie hier mehr über die Erfolge des ÖkoBusinessPlan Wien.

Veranstaltungen

Haus der Zukunft on the road - Wissenstransfer von Forschungsergebnissen aus Haus der Zukunft zu Ausbildungsstätten
Impulsveranstaltung

Im Rahmen der Programmlinie "Haus der Zukunft" wurden innovative Lösungen für nachhaltiges Bauen und Sanieren erarbeitet. Qualifizierte Fachexperten haben die wesentlichsten Erkenntnisse der Programmlinie aus der Perspektive der folgenden vier Themengebiete komprimiert zusammengefasst: Soziologie, Architektur und Ökologie, Konstruktion und Bauphysik, Energie.
"Haus der Zukunft on the road" wendet sich an Studierende an Universitäten und Fachhochschulen sowie Interessierte. Im Zuge von Aus- und Weiterbildung wird dieser relevanten Zielgruppe praxiserprobtes Wissen angeboten. Diese Impulsveranstaltung bildet den Auftakt zur Verbreitung der Ergebnisse.

Veranstalter: IFZ - Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur
Termin: 11.01.2007
Ort: Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.hausderzukunft.at 

Wege zu einem Tourismus mit Zukunft - Umweltzeichen und sanfte Mobilität im Tourismus
Kongress

Im Rahmen der Wiener Ferienmesse 2007 findet der Kongress "Wege zu einem Tourismus mit Zukunft - Umweltzeichen und sanfte Mobilität im Tourismus" statt. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die aktuelle Entwicklung bei der Umsetzung von Umweltzeichen und umweltfreundlicher Mobilität im Tourismusbereich.
Diskutiert werden aktuelle Herausforderungen für die Tourismuswirtschaft, neue Initiativen und Erfahrungen aus der Praxis. Die Verleihung des Österreichischen Umweltzeichens für Tourismusbetriebe durch Bundesminister Josef Pröll bildet den Schluss- und Höhepunkt des Kongresses.

Veranstalter: respect - Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung, Lebensministerium
Termin: 11.01.2007
Ort: Kongresszentrum Messe Wien, Messeplatz 1, 1020 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.respect.at

Erneuerbare Energieträger und Mikro-KWK-Anlagen in Tourismusbetrieben
Workshop

Wie können wir in Tourismusbetrieben die Energieeffizienz erhöhen und den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern vorantreiben? Positive Ansätze sind vorhanden. Jetzt gilt es, den Trend zu erneuerbaren Energie- und Effizienztechnologien auch in diesem Sektor zu verstärken. Mit dem Workshop "Erneuerbare Energieträger und Mikro-KWK-Anlagen für Tourismusbetriebe" lädt die Österreichische Energieagentur zu Information und Diskussion ein.

Veranstalter: Austrian Energy Agency
Termin: 16.01.2007
Ort: Kommunalkredit Austria Türkenstr. 9, 1092 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.energyagency.at 

Planen, steuern und netzwerken in der Region - Chancen und Herausforderungen vor dem Hintergrund der neuen EU-Programmperiode 2007-2013
Workshop

Regionalentwicklung und Regionalmanagement sind zentral mit NETZWERKEN verbunden - mit allen Chancen und Hemmnissen. Der Workshop in St. Virgil möchte sich u.a. folgenden Kernfragen widmen: "Wie kann die Zusammenarbeit von regionalen AkteurInnen in solchen Netzwerken verbessert werden, um Reibungsverluste und Konkurrenzen zu verringern und Synergien besser zu nutzen?"; "Auf welche Methoden, Instrumente und positive Erfahrungen betreffend Regional Governance und Netzwerkbildung können sie zurückgreifen?".
Die Veranstaltung kombiniert Vorträge und Workshopsequenzen in Kleingruppen und bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, gemeinsam mit ExpertInnen, ihr Know-how für ihre Arbeit vor Ort zu erweitern, bisherige Sicht- und Arbeitsweisen zu reflektieren und von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren.  

Veranstalter: CIPRA, Netzwerk-Servicestelle LEADER+, RMA, ÖIEB
Termin: 25.-26.01.2007
Ort: Schloss Röthelstein, Admont
Weitere Informationen und Anmeldung:
http://competition.cipra.org/ 

Abfallwirtschaft als Ressourcenlieferant der Zukunft?
Tagung

Am 30. Jänner 2007 veranstaltet das Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) eine Tagung zum Thema "Abfallwirtschaft als Ressourcenlieferant der Zukunft?". Schwerpunkt ist die Entwicklung der Abfallwirtschaft zum Ressourcenlieferant am Beispiel ausgewählter Technologien zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen. Aktuelle Entwicklungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen werden ebenso diskutiert wie Anforderungen zum Schutz der Umwelt. Die wirtschaftlichen Effekte werden anhand von Praxisbeispielen aus Abfallbehandlungsbetrieben dargestellt. Die Tagung wendet sich an Entsorgungsbetriebe, BehördenvertreterInnen, Abfall- und Umweltbeauftragte sowie die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit. Die Vortragenden sind Fachexpertinnen und -experten aus Forschung, Verwaltung und Abfallbranche.

Veranstalter: Umweltbundesamt, Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB)
Termin: 30.01.2007
Ort: Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 230 exkl. USt/EUR 170 exkl. USt (VÖEB-Mitglieder)
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.umweltbundesamt.at

VICTORY - innovative Klimaschutztechnologien
Symposium

Zahlreiche innovative Klimaschutztechnologien schonen die Umwelt und sparen Geld in kurzer Zeit. Trotzdem werden diese Technologien noch zu wenig genützt, da potenzielle Kunden nicht ausreichend informiert sind und die Anbieter ihre Produkte unzureichend bewerben. Das Programm VICTORY unterstützt besonders attraktive Klimaschutztechnologien. Dieses Konzept steht für "very interesting climate technologies for obvious reduction yield". Es wird in Kooperation von klima:aktiv und Klimarettung umgesetzt und bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Die Technologien werden von unabhängigen Experten/innen nach strengen Kriterien unter realistischen Einsatzbedingungen geprüft. Bei dieser Veranstaltung informieren wir Sie über das laufende Programm und stellen Ihnen klimafreundliche Technologien für den Einsatz in der Praxis vor.

Veranstalter: Oö. Akademie für Umwelt und Natur
Termin: 28.02.2007
Ort: Redoutensäle, Promenade 39, 4021 Linz
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.umweltbildung.at

World Sustainable Energy Days
Konferenz

Die World Sustainable Energy Days, die größte jährliche Konferenz in diesem Bereich in Europa, bietet eine einzigartige Kombination von Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Energie-Erzeugung und -Nutzung und umfasst die Themenbereiche Energie-Effizienz und erneuerbare Energie in Gebäuden, Industrie und Transport.
Neben der Energiesparmesse finden im Rahmend der Konferenz vier Fachveranstaltungen statt, in denen neueste technologische Entwicklungen, herausragende Beispiele und europäische Strategien präsentiert werden: Europäische Pellets-Konferenz; Europäische Energie-Effizienz-Konferenz; Konferenz Energie-Zukunft 2030 und Seminar Ländliche Entwicklung und nachhaltige Energie.

Bereits seit 15 Jahren versammeln sich einmal im Jahr wichtige Vordenker/innen aus der ganzen Welt in Oberösterreich, 2006 nahmen über 930 Expert/innen und Entscheidungsträger/innen aus 56 Ländern an dieser Konferenz teil.

Veranstalter: O.Ö. Energiesparverband
Termin: 28.02.02.03.2007
Ort: Stadthalle Wels, A-4600 Wels
Teilnahmegebühr: EUR 200 exkl. USt (alle Konferenzen ohne Exkursion)
Weitere Informationen und Anmeldung:
http://www.esv.or.at

Benchmarking und Energiemanagement
Workshop

Das EU-Projekt "Benchmarking and Energy Management Schemes in SMEs" (BESS), das seit Jänner 2005 läuft, konzentriert sich in der Pilotphase auf Klein- und Mittelbetriebe in der Lebensmittelindustrie. Ziel ist es, bei den teilnehmenden Betrieben die Qualität des Energiemanagements zu verbessern und die Energieeffizienz bei (weiter) zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit Betrieben, Fachverbänden und Energieberatern entwickelte das Projektkonsortium verschiedenste Instrumente die der Implementierung oder Verbesserung des Energiemanagements, Monitorings und Benchmarkings dienen. Seit April 2006 testen diese Instrumente etwa 60 KMUs der Lebensmittelindustrie.
Der Workshop besteht aus drei Blocks. Er bietet Besuchern des Fachbesuchertages der Energiesparmesse wie Unternehmen, Organisationen, nationalen und internationalen Entscheidungsträgern und Vertretern der Europäischen Kommission die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren sowie die Ergebnisse und mögliche Folgeaktivitäten zu diskutieren.

Veranstalter: Österreichische Energieagentur
Termin: 01.03.2007
Ort: Messezentrum Ost der Messe Wels, A-4600 Wels
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.eva.ac.at

Wassertechnologie Australien inkl. OZWATER 2007
Marktsondierungsreise

Die OZWATER ist die wichtigste Fachkonferenz und -messe im Bereich Wasser & Abwasserbehandlung in Australien und findet alle 2 Jahre statt. Vor diesem Hintergrund plant die Außenhandelsstelle Sydney eine Marktsondierungsreise inklusive Besuch der OZWATER 2007 vom 4. - 8. März 2007 in Sydney.

Veranstalter: Australian Water Association
Termin: 04.-08.03.2007
Ort: Sydney, Australien
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.awaozwater.net/o7, sydney@wko.at 

Aktuelle Rechtsinformation

Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter www.europa.eu.int/eur-lex abrufen.

 

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Impressum

 

Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land-
und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

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