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Editorial

Der CO2-Ausstoß der EU steigt weiter an - das Jahr 2004 verzeichnete um 0,3% mehr Emissionen als im Jahr zuvor. Trotz der bisher unternommenen Anstrengungen entfernt sich die Europäische Union also vom Kyoto-Ziel einer Treibhausgasreduktion - und umso wichtiger wird die zweite Periode des Emissionshandels für das Klimaziel sein. Mehr zu diesem Thema und zum aktuellen Stand der Vorbereitung für die zweite Handelsperiode von 2008-12 lesen Sie in dieser Ausgabe des Ökonetzwerk Newsletter.
Eine weitere Möglichkeit, Emissionen in der EU einzusparen, wäre langfristig der Einbezug des Luftverkehrs in den Emissionshandel - so ein Positionspapier des EU-Parlaments, das kürzlich mit großer Stimmenmehrheit angenommen wurde. Die Inhalte des Berichts, und wie die unverbindliche Parlamentsabstimmung die weitere Klimapolitik beeinflussen könnte, lesen Sie hier.
Weiters berichten wir über die kürzlich vorgestellte EU-Strategie zum nachhaltigen Umgang mit Pestiziden, und über den Start eines Revisionsprozesses zu den vor kurzem in Kraft getretenen EU-Richtlinien WAAA und RoHC betreffend Elektro- und Elektronikabfälle.
Neuigkeiten aus Österreich umfassen Änderungen bei Förderungen der Kommunalkredit Austria, die Vorstellung einer aktuellen Studie über UVP in Österreich, sowie die Ankündigung des Österreichischen Qualitätstages 2006.

Ihr Ökomanagement NÖ-Club

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Weiter steigende CO2-Emissionen in der EU: Emissionshandel braucht ambitioniertere Ziele

Die Treibhausgasemissionen in der EU sind laut Angaben der Europäischen Kommission das zweite Jahr in Folge gestiegen: Im Jahr 2004 verzeichnete die EU-15 einen Anstieg von 0,3% gegenüber dem Vorjahr (EU-25: +0,4%), 2003 wurde um 1,5% mehr CO2 ausgestoßen als im Jahr davor. Damit entfernt sich die EU immer weiter von dem Ziel, den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2012 um 8% gegenüber dem Basisjahr 1990 zu vermindern.

Dabei verzeichneten nur fünf der EU-15-Länder Emissionsreduktionen, darunter Österreich, das 1,2 Tonnen CO2 einsparte und damit in absoluten Zahlen das viertbeste Ergebnis lieferte. Auch Deutschland, Dänemark und Finnland zählen zu den „Verlierern“, während Spanien und Italien die größten Emissionsanstiege registrierten.
Hauptverursacher des Anstiegs ist der Straßenverkehr, und auch die Emissionen aus Eisen- und Stahlerzeugung, aus der Erdölraffination sowie aus Kühl- und Klimaanlagen wuchsen. Dahingegen konnten in Haushalten, in der Dienstleistungsbranche und bei der Strom- und Wärmeerzeugung (vor allem durch den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern) Emissionen eingespart werden.

Trotz des Anstiegs liegen die Emissionen in den 15 „alten“ EU-Ländern derzeit um 0,9% unter dem Wert des Basisjahrs, bei einem Wirtschaftswachstum von 32% im gleichen Zeitraum. Dennoch zeigen sie, dass künftig verstärkt an der Umsetzung der Klimaschutzziele gearbeitet werden muss. Laut EU-Umweltkommissar liegen die negativen Ergebnisse vor allem an der laschen Umsetzung der Klimastrategie durch die EU-Mitgliedsstaaten. Positive Länderbeispiele wie Deutschland und Dänemark würden hingegen zeigen, dass eine effiziente Implementierung auch die gewünschten Ergebnisse bringt.
Die Kommission forderte daher die Mitgliedsstaaten auf, die derzeit laufende Zuteilung von Emissionszertifikaten für die nächste Phase des Emissionshandels von 2008 bis 2012 ambitionierter zu gestalten. Unter Anderem kündigten die großen Emittenten Frankreich und Großbritannien an, dem Wunsch nach strengeren Emissionsgrenzen nachzukommen.

Die Mitglieder sollten die nationalen Zuteilungspläne eigentlich bereits Ende Juni an die Kommission übermittelt haben, 14 der 25 EU-Staaten sind damit allerdings in Verzug.
Für Österreich liegen die Gesamtmengen der beabsichtigten Allokation für 2008-12 bereits vor. Er sieht eine jährliche Zuteilung von 32,8 Tonnen CO2 vor, die damit um 0,6% niedriger angesetzt ist als in der ersten Phase des Emissionshandels. Zusätzlich werden nicht mehr alle Emissionszertifikate gratis vergeben:  1,2% der Zuteilungsmenge werden versteigert, die Einnahmen daraus sollen für Reduktionsmaßnahmen in Industrie und Energieaufbringung verwendet werden.
Bis Ende 2006 entscheidet die Kommission soll über die Bewilligung der eingereichten Allokationspläne der Mitgliedsstaaten.

Weitere Einzelheiten zu den Treibhausgasemissionen 2004 finden Sie hier.
Weitere Auskünfte zum Kampf der EU gegen den Klimawandel sind unter http://ec.europa.eu/environment/ abrufbar.

EU-Strategie für nachhaltigen Umgang mit Pestiziden vorgestellt

Die Kommission hat Anfang Juli 2006 eine neue Strategie für den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden in der EU vorgestellt.

Die Strategie, die Regeln für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und für ihren sicheren Einsatz vorgibt, enthält folgende Ziele und Bedingungen:

  • Die Umwelt- und Gesundheitsbestimmungen für die Zulassung aktiver Substanzen auf EU-Ebene sollen verschärft werden. Bewilligte Substanzen werden in einer Liste erfasst werden, während alle anderen standardmäßig als verboten gelten.

  • Die Zeit für die Zulassung neuer Substanzen soll von vier bis sechs Jahren auf zwei Jahre gesenkt werden, die Rolle der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Zulassungsprozess wird gestärkt.

  • Als gefährlich geltende Stoffe sollen als Anwärter für den Ersatz durch andere, umweltfreundlichere Substanzen und Methoden geführt werden. Die Mitgliedsstaaten entscheiden dabei, ob es geeignete Alternativen für die jeweiligen Stoffe gibt.

  • Künftig sollen Produkte, die von einem Mitgliedsstaat zugelassen sind, innerhalb einer bestimmten geographischen Zone verwendet werden dürfen (außer Produkten, die Stoffe von der EU-Liste der zugelassenen Substanzen verwenden). Die Union wird dabei nach klimatischen und ökologischen Faktoren in drei Zonen (Norden, Zentrum und Süden) unterteilt.

  • Die Zulassung von Substanzen muss nicht mehr wie bisher alle zehn Jahre erneuert werden, sondern nur mehr ein einziges Mal nach Ablauf der ersten zehn Jahre.

Außerdem enthält die Strategie die Ziele, Aerosol-Sprays bis auf wenige Einzelfälle zu verbieten, nationale Aktionspläne für den Umgang mit Pestiziden auszuarbeiten, Einsatzgeräte für Pestizide zu zertifizieren und zu kontrollieren, und Anwender von Pestiziden zu schulen.

Die neue Gesetzgebung soll unterschiedliche Regelungen einzelner Mitgliedsstaaten für den Einsatz von Pestiziden in Einklang bringen. Bei der Umsetzung werden die einzelnen EU-Mitgliedern jedoch weiterhin die Möglichkeit haben, nach Maßgabe ihrer geografischen, landwirtschaftlichen und klimatischen Bedingungen flexibel zu handeln.

Die European Crop Protection Association (ECPA), die Vertretung der europäischen Pflanzenschutzindustrie, äußerte sich enttäuscht zu dem Vorschlag der Kommission. Als Zulassungskriterium sollte nicht, wie derzeit geplant, das objektive Risiko von Substanzen herangezogen werden, sondern auch, inwiefern Benutzer den Stoffen bei unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten ausgesetzt sind.
Das Europäische Umweltbüro kritisiert an der Strategie, dass es ihr an Mitteln zur Durchsetzung fehle. Zudem untergrabe das Instrument der regionalen Zulassung von Pestiziden die Autorität der Mitgliedsstaaten.

Die Strategie für den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden ist eine der sieben thematischen Strategien, die die Kommission im Rahmen des sechsten Umweltaktionsprogramms der EU erstellt. Als nächstes muss der Vorschlag der Kommission durch den Rat und das Parlament angenommen werden. Die Strategie soll 2008 in Kraft treten.

Mehr zur thematischen Strategie zum nachhaltigen Umgang mit Pestiziden erfahren Sie unter http://ec.europa.eu.

Revision der EU-Richtlinien für Elektroabfälle geplant

Kurz nach Inkrafttreten zweier EU-Richtlinien für Elektroabfälle kündigte die EU-Kommission eine Revision der Gesetze an. Grund dafür sind Disparitäten in der Umsetzung der Richtlinien durch die Mitgliedsstaaten.

Die Gesetze aus dem Jahr 2003 haben zum Ziel, gefährliche Abfallstoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten zu reduzieren. Kernstück der Gesetzgebung ist die sogenannte WEEE-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte. Diese soll durch die Verpflichtung der Gerätehersteller zur Rücknahme von Altgeräten ab August 2005 sicherstellen, dass gefährliche Stoffe gesammelt und der Abfallbehandlung und -wiederverwertung zugeführt werden. Ergänzt wird sie von der RoHS-Richtlinie, laut der ab 01. Juli 2006 sechs Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertiges Chrom) sowie zwei Gruppen von bromhaltigen Flammschutzmitteln (PBB und PBDE) nicht mehr bei der Herstellung von Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden dürfen. Vom Verbot befreit sind Produkte aus Raum- und Luftfahrt sowie aus den Branchen Medizin und Militär.

Die Implementierung der Richtlinien stellte sich indes als komplizierter heraus als erwartet:
So fehlt in Bezug auf die WEEE-Richtlinie besonders den Mitgliedsstaaten, die vor Inkrafttreten des Gesetzes kein Rücknahmesystem für Altgeräte besaßen, das Know-How wie ein solches effizient organisiert werden kann. Die Industrie äußert besonderen Unmut über die Umsetzung in der Slowakei und in Rumänien, wo Produzenten verpflichtet sind, Altgeräte direkt von Haushalten abzuholen. Außerdem würden die großen Unterschiede in der Umsetzung ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit für die Industrie darstellen.
In Bezug auf die RoHS-Richtlinie beklagen Hersteller – die seit Beschluss der Richtlinie mehr als drei Jahre Zeit für die Umstellung hatten – Lieferunterbrechungen und die Notwendigkeit, zwei unterschiedliche Lieferketten für befreite und nicht befreite Produkte zu führen.

Als Reaktion auf die steigenden Beschwerden entschloss sich die Kommission kürzlich zu einer Revision der WEE-Richtlinie, die 2007 abgeschlossen sein soll. Dabei sollen sowohl die künftigen Sammel- und Recyclingziele begutachtet werden, als auch Möglichkeiten zu einer effektiveren und effizienteren Umsetzung der Richtlinie evaluiert werden.
Die RoHS-Richtlinie wird darauf hin überprüft, ob weitere Produktkategorien vom Verbot der gefährlichen Inhaltsstoffe ausgeschlossen werden sollen. Bereits Ende Juni, kurz vor Inkrafttreten der Richtlinie, wurden sechs weitere Ausnahmen beschlossen.

Trotz der Anlaufschwierigkeiten sieht die EU-Kommission die beiden Richtlinien als Erfolg an. Die Initiative der EU in Bezug auf Elektro- und Elektromüll wird derzeit auch von Drittländern aufmerksam verfolgt, die möglicherweise in den nächsten Jahren ähnliche Rechtsvorschriften einführen werden, darunter China, Japan und Südkorea.

Mehr über die Richtlinien zu Elektro- und Elektronikgeräten und über die geplanten Änderungen lesen Sie auf der Umweltseite der Kommission http://ec.europa.eu sowie auf www.euractiv.com.

EU-Parlament spricht sich für CO2-Obergrenzen im Luftverkehr aus

Abgeordnete des EU-Parlaments haben im Juli 2006 zugunsten von Maßnahmen zur Begrenzung der CO2-Emissionen aus dem zivilen Luftverkehr gestimmt.
Eine Mehrheit der Abgeordneten sprach sich dabei für einen aktuellen Bericht aus, demzufolge CO2-Obergrenzen auf alle von der EU aus startenden Flüge festgelegt werden sollen. Die Abstimmung hat keine Gesetzeskraft, jedoch sendet sie ein starkes politisches Signal: Bis Jahresende wird nämlich ein Gesetzesvorschlag der Kommission zum Thema erwartet, der die mögliche Einbindung der Luftfahrt in das europäische Emissionshandelssystem (ETS) behandelt.

Der Bericht des Parlaments sieht vor, dass Emissionen aus dem Luftverkehr zunächst innerhalb eines eigenen, dem europäischen Emissionshandels-Schema ähnlichen Systems erfasst werden sollen. Nach einer Pilotphase von 2008 bis 2012 soll die Luftfahrt schließlich Eingang in das erweiterte europäische ETS finden. Spezielle Bedingungen sollen dann sicherstellen, dass die Aufnahme der Luftfahrtindustrie nicht zu Marktverzerrungen im CO2-Handel zu Ungunsten weniger geschützter Branchen führt. Unter Anderem soll nur eine begrenzte Anzahl von Emissionszertifikaten aus anderen Sektoren zugekauft werden dürfen. Außerdem würde auch ohne Handel die Verpflichtung zu Emissionsreduktionen bestehen.
Der Bericht enthält auch Vorschläge zur Besteuerung der Luftfahrt, etwa durch eine Kerosinsteuer. Diese haben jedoch wenig Chancen, sich im weiteren Entscheidungsprozess durchzusetzen, da die Kommission eine solche Besteuerung bereits ausgeschlossen hat.
Überdies sprechen sich die EU-Parlamentarier für einen ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit Emissionen aus der Luftfahrt aus, der auch andere schädliche Auswirkungen von Flügen, wie die Kondenswasserbildung, mit einbeziehen würde.

Der Internationale Verband der Verkehrsluftfahrt lehnt den aktuellen Parlamentsbericht ab, da er zu viele simultane Maßnahmen nennen würde, die die Luftfahrtindustrie über Maßen belasten. Auch die Idee eines separates Emissionshandelssystem für den Luftverkehr wird als unrealistisch bezeichnet.
Der Europäische Verband für Verkehr und Umwelt hingegen begrüßt den Vorschlag als längst überfällige Maßnahme gegen das starke Wachstum der Emissionen aus der Luftfahrt.

Emissionen aus dem Luftverkehr machen derzeit 3,5% des weltweit ausgestoßenen Kohlendioxids aus, bis 2050 soll ihr Anteil auf 5% ansteigen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie unter www.europarl.europa.eu.

Aktuelle Studie weist positive Wirkungen von UVP nach

Eine aktuelle Studie der Rechtsanwaltskanzlei Haslinger, Nagele und Partner in Kooperation mit dem Umweltbundesamt weist die positiven Effekte von UVP sowohl für die Umwelt, als auch für die Projektverantwortlichen nach. Für die Studie wurden alle seit Inkrafttreten des UVP-Gesetzes 1993 abgeschlossenen UVP-Genehmigungsverfahren in Österreich quantitativ und qualitativ ausgewertet.

Zentrales Ergebnis ist dabei, dass das UVP-Genehmigungsverfahren tendenziell einen positiven Einfluss auf das umweltrelevante Verhalten der Akteure hat. Gleichzeitig bringt es auch dem Antragsteller einen echten Mehrwert: Das UVP-Verfahren führt bereits in der Planungs- und Projektierungsphase zu einer Vorhabensoptimierung durch das frühzeitige Aufzeigen etwaige Genehmigungshindernisse. Das konzentrierte Genehmigungsverfahren ist zudem äußerst effizient und kann - wenn keine Berufungen erhoben werden - innerhalb von 13 Monaten abgeschlossen werden. Weitere Genehmigungen sind nicht erforderlich. Überdies sorgt das Verfahren durch die Einbindung aller Parteien von Anfang an für Konfliktreduktion und eine bessere Akzeptanz der Vorhaben durch die Öffentlichkeit. Schließlich wird auch ein höheres Niveau an Rechtssicherheit erreicht, da die UVP ein höheres Schutzniveau für die betroffenen Schutz- und Rechtsgüter bewirkt als die Anwendung des Materienrechts und eine gewisse Kompensationsfunktion für unklare oder stark auslegungsbedürftige Rechtsmaterien übernimmt.
Die Ergebnisse der Evaluierung zeigen auch, dass die UVP kein Verhinderungsinstrument ist: In insgesamt bis dato 136 abgeschlossenen UVP-Verfahren wurden durch den unabhängigen Umweltsenat nur 2 Projekte abgewiesen.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung werden Vorhaben bestimmten Umfangs (wie etwa der Bau eines Flughafens oder die Errichtung einer Industrieanlage) auf ihre Umweltverträglichkeit hin beurteilt. Auf Basis der Umweltauswirkungen der Projekte wird über Zulässigkeit entschieden.

Die Studie und weitere Informationen zur UVP finden Sie hier.

Neuigkeiten bei Förderprogrammen der Kommunalkredit

Die Förderprogramme der Kommunalkredit Austria AG verzeichnen zwei neue Entwicklungen:

Einreichungen für im Umweltförderungen im Inland vollständig online zu erledigen

Seit Jahresanfang bietet die Kommunalkredit für die beiden größten Förderungsschwerpunkte der Umweltförderung im Inland (Biomasse-Einzelanlagen und Solaranlagen) die Möglichkeit, das Förderungsansuchen vollständig elektronisch einzureichen. Bereits mehr als 40 % der Förderungswerber in diesen Bereichen nutzen diese wesentliche Vereinfachung, bei der sämtliche förderungsrelevanten Daten online übermittelt werden. Für die Enreichung stehen Online-Formulare (für Biomasse-Einzelanlagen und Solaranlagen) zur Verfügung.   

Förderungsinitiative Abfallvermeidung 2006 - Einreichung noch bis 11.9.2006 möglich

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet „Vermeiden vor Verwerten vor Beseitigen“. Entsprechend diesem Grundsatz des modernen Ressourcenmanagements hat das ARA System gemeinsam mit der Stadt Wien im Rahmen der Initiative „Abfallvermeidung in Wien“ und der Wirtschaftskammer Österreich ein Förderungsprogramm für Abfallvermeidungsmaßnahmen ins Leben gerufen.

Die Initiative richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), kommunale Dienststellen und Betriebe sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Projekte zur Abfallvermeidung, die technisch und wirtschaftlich umsetzbar sind und konkrete Abfall vermeidende Effekte haben, werden mit einem einmaligen Investitionszuschuss im Ausmaß von bis zu 30 % der abfallrelevanten Kosten unterstützt. Die Förderung beträgt mindestens EUR 2.000 und maximal EUR 30.000. Anträge für die Förderungsinitiative 2006 werden noch bis 11.09.2006 entgegengenommen. Nähere Informationen sowie das Einreichformular stehen hier als Download zur Verfügung.  

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf www.kommunalkredit.at/.

Staatspreis für Qualität 2006 beim Österreichischen Qualitätstag

Der diesjährige Qualitätstag findet am 5. Oktober 2006 unter dem Motto „Qualität im Spannungsfeld der Emotionen – Kontroversen mit Potenzial“ in Salzburg statt.

Im Mittelpunkt stehen die Themen exzellente Unternehmensführung, Spitzenleistungen im betrieblichen Umweltschutz sowie das Null-Fehler-Prinzip. Veranstalter des Qualitätstages sind die Quality Austria Trainings,- Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH in Kooperation mit a3 ECO.

Beiträge zu den Themen exzellente Unternehmensführung, Spitzenleistungen im betrieblichen Umweltschutz sowie zum Null-Fehler-Prinzip bilden den Auftakt des ganztägigen Qualitätstages.
„Business Excellence als bewährtes Modell für wachsende Anforderungen“ schafft durch die praktische Anleitung für eine erfolgreiche Umsetzung einen direkten Einstieg in das thematische Umfeld der Veranstaltung. Ing. Josef Frauscher, Geschäftsführer der Frauscher GmbH, die sich auf die Entwicklung und Fertigung von induktiven Sensorschnittstellen für bahntechnische Anlagen spezialisiert haben, beleuchtet unter dem Motto „Mit den richtigen Sensoren Zukunftsperspektiven erkennen“ Qualitäts- und Umweltmanagement als kritischen Erfolgsfaktor. Im abschließenden Beitrag „Automotive Excellence – on the Road to Zero Defect?“ wird Elfriede Geyer, Vice President Quality Management Automotive, Industrial & Multimarket bei Infineon Technologies AG über ein globales Qualitätsmanagement im Spannungsfeld der unterschiedlichen Kulturen sprechen.

Unter der Leitung des ORF Moderators Ronald Barazon werden am Nachmittag spannende Diskussionen geführt. Ein breiter Themenbogen wird über unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen gespannt:

  • Unternehmensverantwortung und Risikomanagement (im Kontext des neuen Unternehmenesstrafrechts),

  • Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen (Nachhaltigkeit),

  • Der Trend zum Diskont und das Spannungsfeld zur Qualität.

Weitere Informationen zum Österreichischen Qualitätstag 2006, sowie die Anmeldung finden Sie unter www.qualityaustria.com. Das genaue Programm zum Qualitätstag finden Sie hier.

Ausgezeichneter Käse und anerkanntes Umweltmanagement

Die Tiroler Käserei Lieb produziert seit 1929 Graukäse. Bereits seit 1997 hat der 6-Mann Betrieb nicht nur die in der Lebensmittelwirtschaft notwendigen Standards wie HACCP und International Food Standard, sondern auch EMAS.

Der Lieb Graukäse wurde schon mehrfach ausgezeichnet: bei der internationalen Käsiade 1992 in Hopfgarten mit der Goldmedaille, bei der Käsiade 2002 mit Silber. 2001 und 2003 wurde der Käserei Lieb die DLG Silbermedaille verliehen. 1997 wurde das Umweltmanagementsystem erstmals begutachtet und 2004 von der ÖQS, einem Mitglied der Quality Austria GmbH verlängert.
Käsermeister Thomas Lieb: „Bei der Produktion unseres Spitzenkäses legen wir besonders darauf Wert, die erstklassige Qualität der eingesetzten Rohstoffe durch eine naturnahe und schonende Produktionsweise zu erhalten. Wir verzichten auf chemische Zusätze und verwenden stattdessen nur natürliche Zusätze.“

Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Bis zu 3,5 Millionen Liter Milch pro Jahr werden in der Käserei Lieb zu Graukäse verarbeitet. Die Molke, die als wesentliches Nebenprodukte der Käseherstellung anfällt, geht zur Gänze zur Schweinefütterung. Damit schließt sich der Kreislauf. Der Wasserverbrauch zählt zu den besonders relevanten Umweltauswirkungen. Der spezifische Wasserverbrauch konnte seit dem Jahr 2000 von ca. 9 Liter pro Kilogramm Käse auf ca. 6,7 Liter pro Kilogramm Käse im Jahr 2003 reduziert werden. Die Abwassermenge pro Kilogramm Käse wurde um 1,8 Liter oder 22 Prozent im gleichen Zeitraum gesenkt.

Zusatznutzen durch EMAS

Lieb: „Von den Maßnahmen, die wir uns im letzten Managementprogramm zum Ziel gesetzt haben, wurden die meisten umgesetzt.“ Der beantragte konsolidierte Genehmigungsbescheid wurde im Juni 2004 ausgestellt. Lieb: „Damit wurde unsere betriebsspezifische Rechtsmaterie stark vereinfacht.“

Weitere Informationen zum vorgestellten Unternehmen: www.graukaese.at.

Neues aus Niederösterreich

Der Ökomanagement NÖ-Club hat in Kooperation mit der Landesakademie NÖ eine Clubakademie gegründet. Im Rahmen der Akademie können Clubmitglieder - als weiterer Nutzen ihrer Mitgliedschaft - an Veranstaltungen zu aktuellen Themen rund um Ökomanagement teilnehmen.  

Hier finden Sie Näheres zur Clubakademie und weitere News vom Ökomanagement NÖ-Club.

Neues aus Oberösterreich
Die Ökoberatung bietet für Klein- und Mittelbetriebe eine geförderte Beratung betreffend "betriebliches Abfall- und Ressourcenmanagement" an. Lesen Sie mehr dazu.
Neues aus Salzburg
 

Das Umwelt.Service.Salzburg informiert über sein neues Angebot "ÖKOfit – Der Fitnesstest für Ihren Betrieb".

Neues aus der Steiermark

Hier finden Sie den WIN-Bericht über "SUPPORT – Workshopreihe der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) über (nachhaltige) Innovation und umweltgerechte Produktentwicklung".

Neues aus Wien
Aktuelles vom ÖkoBusinessPlan Wien lesen Sie hier.
Veranstaltungen

20th International Conference on Informatics for Environmental Protection
Konferenz

Die Konferenz behandelt die Rolle von Wissensmanagement bei der Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Neue Wege zur Optimierung von Arbeitsprozessen, zum Aufbau von Gemeinschaften, zur Einbindung von Gruppen in Entscheidungsprozesse und zur Unterstützung von Informations- und Bildungskampagnen werden erforscht.

Veranstalter: Know-Center Graz, Graz University of Technology u.a.
Termin: 06.-08.09.2006
Ort: Stadthalle Graz, Messeplatz 1, 8010 Graz
Teilnahmegebühr: EUR 330 
Weitere Informationen und Anmeldung: enviroinfo.know-center.tugraz.at 

11. Österreichische Umweltrechtstage
Seminar

Wie bereits gute Tradition wird über die aktuellsten Entwicklungen im Umweltrecht in zwei Blöcken informiert. Das Generalthema ist umfassend umweltrechtlichen Fragen bei Naturkatastrophen und Störfällen gewidmet. Während Störfälle - nicht zuletzt aufgrund massiver Anstrengungen der Wirtschaft - geringer zu werden scheinen, steigt die Häufigkeit von Naturkatastrophen in den letzten Jahren ständig. Fachübergreifend werden Katastrophenmanagement, Vorsorge, Haftung und Versicherung eingehend erörtert und diskutiert.

Veranstalter: Institut für Umweltrecht der Johannes Kepler Universität Linz, Gesellschaft für Wasser- und Abfallwirtschaft GmbH
Termin: 13.-14.09.2006
Ort: Universität Linz,  Altenbergerstr. 69, 4040 Linz
Teilnahmegebühr: EUR 430/EUR 360 (für Mitglieder) exkl. USt
Weitere Informationen und Anmeldung: www.iur.jku.at

TRACE - Training and Certification Symposium for Renewable Energy Systems
Symposium

Während die Entwicklung von Technologien erneuerbarer Energieträger stetig voranschreitet und der Markt blüht, darf die Wissenslücke zwischen qualitativ hochwertigen Produkten und der Implementierung durch Installateure nicht vernachlässigt werden. Stattdessen muss ganz besonders darauf geachtet werden, dass sowohl das Angebot von Hightech Energiesystemen als auch von gut ausgebildeten Installateuren für den Endverbraucher gewährleistet ist. Mehrere EU Projekte haben sich aus diesem Grund zusammengeschlossen und TRACE ins Leben gerufen, um eine internationale Plattform für Trainingstätigkeiten im Bereich der erneuerbaren Energieträger zur Verfügung zu stellen. TRACE hat sich zum Ziel gesetzt den Austausch von Erfahrungen und Wissen zwischen den einzelnen Partnern zu ermöglichen, aber auch neue Länder einzuladen sich den Trainingsprogrammen anzuschließen.

Veranstalter: arsenal research, CER² Central European Regions Cluster for Energy from Renewables.NETwork (EU INTERREG III B)
Termin: 04.-05.10.2006
Ort: TECHbase Vienna – arsenal research, Giefinggasse 2, 1210 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.arsenal.ac.at

Mit EMAS zur ökologisch aktiven Gemeinde
Workshopreihe/Workshop 2

"Erkennen und Umsetzen von Verbesserungs- und Einsparungspotenzialen in 10 einfachen Schritten" ist das Thema des aktuellen Workshop der Workshopreihe "Mit EMAS zur ökologisch aktiven Gemeinde". Die Workshopreihe möchte Gemeinden und Verbände dabei unterstützen, mit vertretbarem Aufwand die Basis für eine EMAS-Einführung zu schaffen. Damit sollen ihre
nachhaltige Entwicklung ermöglicht, Voraussetzungen für Verbesserungen und Einsparungspotenziale im Umweltbereich geschaffen, und die Rechtssicherheit gesteigert werden.
Der dritte und abschließende Workshop findet von 05.-06.12.2006 statt.

Veranstalter: OEWAV, Lebensministerium
Termin: 04.-05.10.2006
Ort: St. Andrä-Wördern
Teilnahmegebühr: EUR 650/EUR 550 (Mitglieder) exkl. USt.
Weitere Informationen und Anmeldung: www.oewav.at

Einsteiger-Workshop Umweltzeichen für Schulen
Workshop

Im Rahmen des Workshops werden das Österreichische Umweltzeichen für Schulen, der Ablauf vom Interesse bis zur Auszeichnung sowie die Hilfsmittel zur Umsetzung vorgestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die An- und Abreise ist selbst zu bezahlen. Die Dienstfreistellung erfolgt per Erlass durch das BMBWK. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, ersuchen wir Sie um Rückmeldung unter elisabeth.schneider@lebensministerium.at. Sie erhalten dann im September das genaue Programm.

Veranstalter: Lebensministerium
Termin: 09.10.2006
Ort: Linz
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: 01 515 22 1648, elisabeth.schneider@lebensministerium.at

10. Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft Österreich
Tagung

Auf der 10. Handelsblatt Jahrestagung „Energiewirtschaft Österreich“ (17. und 18. Oktober 2006, Wien) diskutieren die Entscheider der österreichischen Energiebranche über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und fragen nach der Positionierung Österreichs auf dem europäischen Energiemarkt und dem Stand der Regulierungsbestrebungen. Nach den Versorgungsengpässen durch die Drosslung der russischen Gaslieferungen im Januar 2006 steht auch die Frage nach der Versorgungssicherheit auf der Agenda.

Veranstalter: Handelsblatt,  EUROFORUM Deutschland GmbH
Termin: 17.-18.10.2006
Ort: Hotel Hilton Vienna, Am Stadtpark 3, 1030 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 1.799 exkl. USt
Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.konferenz.de/energie-austria

Österreichische Energietage in der Slowakei
Messe

Die Österreichischen Energietage verstehen sich als Partnerbörse für die Anknüpfung von konkreten Investitionsprojekten. Es ist geplant, für die Energietage ein Firmenbulletin zu produzieren, in dem daran interessierte Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen können.
Thematischer Schwerpunkt ist die Nutzung von Sondergasen (Biogas, Klärgas, Deponiegas, Grubengas, Begleitgase der Erdöl- und Erdgasförderung, Schwachgase der chemischen Industrie,...) und Bioenergie (Biomasse-Kleinanlagen, Biomasse Nah- und Fernwärmeanlagen, Biomasse Kraft-Wärme-Kopplungen).
Angesprochen werden Technologie- und Dienstleistungsanbieter aus Österreich, die in die Nutzung von Sondergasen involviert sind, sowie Projektbetreiber und -werber aus der Slowakei, die österreichische Partner suchen.

Veranstalter: Außenhandelsstelle Pressburg
Termin: 24.10.2006
Ort: Penati Club, Agatova 33, 841 01 Bratislava
Teilnahmegebühr: EUR 100 exkl. USt
Weitere Informationen und Anmeldung: http://portal.wko.at

Biogas Markets
Konferenz

Die Konferenz bringt Experten aus der Biogasindustrie zusammen, um unter anderem die folgenden Fragen zu diskutieren: Marktchancen,
Technologien und Einsatzmöglichkeiten von Biogas, Kosten und Ertragschancen, Vorteile von Biogas gegenüber anderen Energieträgern, politische und gesellschaftliche Fragen.

Veranstalter: GreenPower energy conferences
Termin: 30.-31.10.2006
Ort: Renaissance Penta Vienna Hotel, Ungargasse 60, 1030 Wien
Weitere Informationen und Anmeldung: www.greenpowerconferences.com

Brennpunkt: Energieeffizienz - Nachhaltig an die Zukunft denken
Konferenz

Das Programm der Konferenz umfasst sowohl EU-Vorgaben und aktuelle Aktivitäten im Bereich der Energieeffizienz, als auch konkrete Energiemaßnahmen in Österreichs Politik und Wirtschaft. Unter Anderem werden die Angebote der Energieberatung in Österreich und  die Umweltförderung im Inland mit Fokus auf Energieeffizienz vorgestellt, das Fallbeispiel "Industrie" besprochen und das Thema White Certificates behandelt.

Veranstalter: Verband der Elektrizitätsunternehmen Österreichs
Termin: 08.11.2006
Ort:
Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Weitere Informationen und Anmeldung: www.energyagency.at  

Aktuelle Rechtsinformation
Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter www.europa.eu.int/eur-lex abrufen.

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Impressum
Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land-
und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Design: Fa. PROCONCEPT
Chefredaktion: Anna Podovalova
Geschäftsführer: Hans Günter Plescher MAS
Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
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