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  • Editorial

  • Veranstaltungsrückblick: "Unternehmen auf der Anklagebank?"

  • Ambitioniertes NÖ-Ökostromziel

  • Quality Austria im Rahmen der Umweltbildungsinitiative ausgezeichnet

  • BRG Gröhrmühlgasse nimmt am Internationalen Jugend-Öko-Parlament 2006 teil

  • Veranstaltungen

  • Liebe Mitglieder!


    In diesem Rückblick möchten wir Ihnen einen Rückblick auf die vom Ökomanagement NÖ-Club und von Quality Austria gemeinsam abgehaltene Veranstaltung "Unternehmen auf der Anklagebank?" zum neuen Verbandverantwortlichkeitsgesetz liefern. In diesem Sinne freut es uns ebenfalls, Ihnen die Auszeichnung von Quality Austria im Rahmen der niederösterreichischen Umweltbildungsinitiative anzukündigen.
    Ferner stellen wir Ihnen eine außergewöhnliche Schule vor, die als einzige in Niederösterreich am Internationalen Jugend-Öko-Parlament teilnommt.
    Schließlich informieren wir Sie auch über die Vorreiterrolle Niederösterreichs auf dem Gebiet Umweltschutz - vor kurzem wurde das ambitionierte Ziel, bis 2050 die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs aus Ökostrom zu beziehen, verlautbart.

    Herzlichst,

    Ihr Hans-Günter Plescher

    Veranstaltungsrückblick: "Unternehmen auf der Anklagebank?"


    Ab nun sind erstmals auch Unternehmen deliktfähig und können nach dem Strafgesetzbuch zur Verantwortung gezogen werden. Der Ökomanagement Club Niederösterreich und Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH informierten in St. Pölten über das neue Unternehmensstrafrecht.
    DI Axel Dick, Quality Austria GmbH: "Hinter dem etwas verwirrenden Titel Verbandverantwortlichkeitsgesetz (VbVG) steht ein neues Haftungsgesetz, das für Unternehmen weit reichende Konsequenzen haben kann." Nach dem Gesetz sind unter Verbänden juristische Personen wie Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaften, Sparkassen, Vereine, Personenhandelsgesellschaften und eingetragene Erwerbsgesellschaften zu verstehen. Mit dem VbVG sollen u.a. Wirtschafts- und Umweltkriminalität, Körperverletzungsdelikte, Korruption, etc. bekämpft werden.

    "Nach dem VbVG sind Verbände für Straftaten verantwortlich, welche zu Gunsten des Verbandes begangen wurden oder durch die den Verband treffende Pflichten verletzt wurden. Dabei sind dem Verband die Handlungen von Entscheidungsträgern oder von Mitarbeitern zuzurechnen", weiß Dr. Orlin Radinsky, VbVG-Experte und Rechtsanwalt bei Brauneis Klauser Prändl Rechtsanwälte GmbH. Bei Verstößen droht eine Verbandsgeldbuße von bis zu 180 Tagsätzen oder bis zu 1,8 Millionen Euro. Zu beachten ist, dass die Verbandsgeldbuße neben zivilrechtlichen Ansprüchen (Schadenersatz) verhängt wird. Das VbVG wendet sich vor allem an die Entscheidungsträger wie Geschäftsführer, Mitglieder des Vorstandes und Prokuristen, Mitglieder des Aufsichtsrates sowie an sonstige Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung haben. Radinsky: "Wenn Entscheidungsträger die gebotene oder zumutbare Sorgfalt außer Acht lassen und Mitarbeiter rechtswidrig handeln, ob vorsätzlich oder fahrlässig, ist der Verband auch verantwortlich." Umwelt- und Körperverletzungsdelikte, betrügerische Krida, Veruntreuung und Untreue, Vorenthaltung von Dienstnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung sind nur einige Fallbeispiele.

    Riskmanagement bekommt vor dem Hintergrund dieses neuen Gesetzes eine wachsende Bedeutung. "Rechtliche Verpflichtungen die niemand beachtet und Bereiche für die sich niemand verantwortlich fühlt, sind besonders riskant", so Wolfgang Hackenauer, Quality Austria GmbH. Durch Managementsysteme wie Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement werden die Abläufe transparent und Verantwortlichkeiten klar festgelegt. Auf Basis der ISO 14001, EMAS-Verordnung und/oder OHSAS 18001 werden weiters rechtliche Verpflichtungen und ihre Auswirkungen auf die Organisation erfasst. Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement bieten daher umfassende präventive Ansätze.

    Ambitioniertes Ziel für NÖ: Bis 2020 soll die Hälfte des Stroms "Öko" sein


    50 Prozent des Strombedarfes für Niederösterreich könnten in 15 Jahren aus erneuerbaren Energieträgern kommen. Dafür hat sich Umwelt-Landesrat Josef Plank aus Anlass des 20. Gedenktages des Reaktorunfalles in Tschernobyl ausgesprochen.

    Die Nutzung von Kernenergie sei – so Plank – für Niederösterreich nie ein Thema gewesen: „Das wird auch so bleiben.“ Dagegen will das Land NÖ weiter auf den Einsatz von erneuerbarer Energie setzen. Die installierten Biomasse- und Biogasanlagen produzieren derzeit 3 Prozent, die Windkraftanlagen rund 7 Prozent des in Niederösterreich verbrauchten Stromes. Bis 2007 sollen in Niederösterreich Ökostromanlagen mit 1000 GWh (Gigawattstunden) in Betrieb sein. „Damit könnten wir 12 bis 14 Prozent des Gesamtstromverbrauches in unserem Bundesland abdecken“, sagt Plank.

    Plank hält noch viel mehr möglich, dazu wäre allerdings ein offensiver Ansatz im Bereich des Ökostromgesetzes des Bundes notwendig. „Der derzeitige Vorschlag ist unzureichend und wenig zukunftsorientiert“, sagt Plank im NÖN-Gespräch. Der Umwelt-Landesrat kritisiert die zeitliche und finanzielle Beschränkung in der geplanten Novelle zum Ökostromgesetz: „Die Gültigkeit der Novelle ist bis 2011 beschränkt. Damit kann keine kontinuierliche Entwicklung stattfinden, weil die Investoren nicht wissen, wie es danach weitergeht.“

    Auch die Begrenzung der Budgetmittel stört Plank an der geplanten Novelle: „Pro Jahr sollen nur 17 Millionen Euro an Förderungen in diesem Bereich zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass man den Anlagenzuwachs automatisch begrenzt.“ Für Plank ist diese Deckelung alles andere als offensiv, er wünscht sich keinerlei Beschränkung – oder zumindest wesentlich erhöhte Budgetmittel. Einen unkontrollierten Wildwuchs der Anlagen will Plank durch Parameter wie Effizienz und Ökonomie verhindern.

    Ausgezeichnete Ausbildungswege der Quality Austria


    Das Bildungsangebot der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH wurde kürzlich im Rahmen der niederösterreichischen Umweltbildungsinitiative ausgezeichnet.

    Seit 2002 werden in Niederösterreich innovative Aus- und Weiterbildungsangebote im Umweltbereich im Rahmen der niederösterreichischen Umweltbildungsinitiative (UBI) von einer interdisziplinären Jury bewertet. Über 70 Organisationen und Anbieter haben mehr als 100 Fortbildungskurse im Jahr 2005 eingereicht. "Es freut uns sehr, nach der Auszeichnung beim UBI 2004/2005 in zwei Kategorien auch dieses Jahr wieder unter den Gewinnern zu sein", sagt Konrad Scheiber, Geschäftsführer der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH.

    UBI-Top Angebot – Platz 1 für Quality Austria

    Der Quality Austria Lehrgang "Umweltmanager, Abfallbeauftragter für Großbetriebe und Auditor Umweltmanagementsysteme" wurde nicht nur in der Kategorie "Freie Anbieter" als UBI Top-Angebot zertifiziert, sondern liegt im Ranking auch auf Platz 1. Umweltmanager sind mit den Normen ISO 14000 ff und EMAS bestens vertraut und dadurch in der Lage, ein Umweltmanagementsystem unabhängig von Art und Größe der Organisation effektiv und effizient aufzubauen. Durch ihre umfassenden Kenntnisse aller relevanten Umweltauswirkungen sowie nationaler und internationaler Umweltgesetzgebungen können mit ihrer Hilfe gezielt interne Projekte zur Verbesserung der Umweltleistungen und Kostenminimierung erarbeitet werden.

    Trainingsprodukt „Integrierte Managementsysteme“ als UBI Angebot zertifiziert

    Das neue Trainingsprodukt "Integrierte Managementsysteme" der Quality Austria, kurz IMS, bildet Systembeauftragte, Systemmanager und Auditoren aus. Dabei werden Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement zunehmend integriert und Synergien zwischen den methodischen Ansätzen und den Managementsystemen gezielt genutzt. Auch dieses Angebot der Quality Austria wurde in der Kategorie "Freie Anbieter" als UBI Angebot zertifiziert. Die Lehrgänge der Quality Austria GmbH sind durch die Akkreditierung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit staatlich anerkannt.

    Mit der Auszeichnung der wertvollsten Umweltbildungsangebote sollen in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus die Bedeutung der Umweltbildung unterstrichen werden, ein vollständiger Überblick über die vielfältigen Angebote gegeben und mit dem Umweltbildungskatalog einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

    Weitere Informationen zum Gewinner erhalten Sie unter www.qualityaustria.com.

    BRG Gröhrmühlgasse nimmt als einzige NÖ Schule am Internationalen Jugend-Öko-Parlament 2006 teil


    Die Themen umweltbewusste Erziehung, Sensibilisierung für ökologische Strukturen, Abfallkonzepte, Nachhaltigkeit sind an dieser Schule seit langem integrativer Bestandteil des Schulprofils und des Unterrichts. Im Rahmen vieler Projekte und Aktivitäten engagieren sich BRG-Lehrkräfte und Schüler/innen im Bereich der Umweltbildung.

    Das BRG hat sich mit diesem Engagement und dieser "Öko-Kompetenz" am Standort Wr. Neustadt und auch überregional einen Namen gemacht. Deshalb ist die Schule als einzige des Bundeslandes Niederösterreich von ARA zur Mitgestaltung des Internationalen Jugend Öko Parlaments 2006 eingeladen worden.
    Bis zum Ende des Schuljahres werden Reportagen über die schulischen Öko-Aktivitäten und Ideen, Impulse, Laborexperimente, Aktionen zu Mülltrennung, Recycling, gesunder Ernährung u.a.recherchiert, aufbereitet, gebündelt und in eine virtuelle Community gefüllt. Die Wiener Neustädter Abfallberater/innen unterstützen die Schule vor Ort durch Referate und Workshops.
    Auf www.eyep.info bringen Jugendliche aus vielen Nationen Open Letters ein, die dann im Herbst 2006 in Paris einer hochrangigen Delegation übergeben werden.
    Die wertvollen Erfahrungen für die BRG Schüler/innen: Sie kommunizieren in der Fremdsprache Englisch mit Gleichaltrigen aus Europa und Kanada, sie partizipieren an einer lebendigen internationalen eCommunity, sie erfahren dass ihre Umweltanliegen ernst genommen werden und sie spüren, dass man mit Engagement gerade im sensiblen Umweltbereich viel bewegen kann.

    Für Rückfragen: Mag. Margit Polly 0699/1433 0609, Schulwebsite: www.brgg.at, Website des Internationalen Jugend Öko Parlaments: www.eyep.info.

    Veranstaltungen


    Preisverleihung Ökomanagement Klimapreis
    Festveranstaltung

    Das Land Niederösterreich hat in Kooperation mit der Wirtschaftskammer NÖ den Ökomanagement Klimapreis ins Leben gerufen. Zur Teilnahme waren alle NÖ Unternehmen aufgerufen, die herausragende, innovative Ideen und Entwicklungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen umgesetzt haben. Folgende Kategorien standen zur Auswahl: PRODUKTION, GEBÄUDE und RAUMWÄRME, MOBILITÄT und eine OFFENE KATEGORIE. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung erhalten nun die Gewinner den Ökomanagement Klimapreis 2006.
    Wir laden Sie herzlich ein, an der Verleihung des Ökomanagement Klimapreises teilzunehmen und die Projekte der ausgezeichneten Betriebe kennen zu lernen. Im Rahmen der Unternehmensmesse können Sie in persönlichen Gesprächen Details zu den nominierten Projekten erfahren sowie die Umsetzbarkeit in Ihrem Unternehmen diskutieren.

    Termin: 02.05.2006
    Ort: Leopoldsaal, NÖ Landhaus, Haus 1a, 3109 St. Pölten
    Information und Anmeldung: www.oekomanagement.at

    14. Internationale Klimabündnis Jahreskonferenz
    Konferenz

    Neben einem attraktiven Programm mit vielen prominenten Vortragenden wie dem Nachhaltigkeitsexperten Dennis Meadows und der WWF-International-Klimaexpertin Jennifer Morgan, stehen auch wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Klimabündnis an, z.B. die Klimabündnis-Ziele nach 2010.

    Termin: 04.-06.05.2006
    Ort: Wien
    Information und Anmeldung: www.klimabuendnis.at 

    Start des Interdisziplinären MSc-Lehrgang MANAGEMENT & UMWELT
    Lehrgang

    Der 17. Lehrgang MANAGEMENT & UMWELT startet am Montag, 26. Juni 2006.
    Die interdisziplinäre Ausbildung dient allen jetzigen und zukünftigen Führungskräften in Wirtschaft und Verwaltung, sie richtet sich an Akademiker ebenso wie an Praktiker mit fundierter Erfahrung in ihrem Bereich und ermöglicht es, den Faktor Umwelt als integralen Bestandteil moderner Managementanforderungen effizient zu bewältigen. Der Lehrgang MANAGEMENT & UMWELT wird seit 2005 aufgrund einer Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur (VO vom 19.11.2004, BGBl. II Nr. 437/2004) als Lehrgang universitären geführt und schließt mit dem international anerkannten Titel MSc – Master of Science (Environmental Management) ab.

    Termin: 26.06.2006
    Ort: St. Pölten
    Information und Anmeldung: www.uma.or.at, Informationsbroschüre

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