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Editorial

Anlässlich der in Kürze in Österreich stattfindenden internationalen EMAS-Konferenz und der für nächstes Jahr geplanten Revision des EMAS-Systems berichten wir in dieser Ausgabe detailliert über die aktuelle Situation von EMAS in Europa: Zu diesem Thema stellen wir einen vor einigen Wochen veröffentlichten Bericht vor, der die Unternehmenssicht auf EMAS darstellt und Vorschläge für die künftige Ausgestaltung und Veränderung des europäischen Umweltmanagementsystems liefert. Ebenso erhalten Sie einen Überblick über den Stand der Implementierung von EMAS in den neuen Mitgliedsstaaten der EU, wo das System mit Interesse angenommen wird, wo allerdings noch immer große westeuropäische Unternehmen die Vorreiterrolle übernehmen.
Außerdem berichten wir über die neuesten europäische Entwicklungen auf dem Gebiet Umweltschutz und Umweltgesetzgebung: So unterzeichnete die EU-Kommission ein Abkommen mit China, das die umfassende Kooperation beider Staaten für die Sicherung einer nachhaltigen und sauberen Energieversorgung zum Thema hat.
Es zeichnet sich derzeit ebenfalls eine Einigung zwischen der EU und der europäischen chemischen Industrie zum Thema REACH ab, dem geplanten europäischen Chemikaliengesetz, das die möglichst lückenlose Erfassung und Risikoevaluierung von Chemikalien zum Schutz von Umwelt und Gesundheit vorsieht. Ein weiterer Vorstoß für den Schutz der Umwelt in Europa wurde vor kurzem mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs erzielt, dass der EU-Kommission das Recht gibt, Strafrecht bei schweren Umweltvergehen anzuwenden. 

Ihr Ökomanagement NÖ-Club

Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

EU und China: Gemeinsam für saubere Energie

Die EU und China unterschrieben in diesem Monat eine Partnerschaftserklärung mit dem Ziel, saubere Energie durch den Austausch von Technologien zu fördern.
Das Abkommen wurde kurze Zeit nach einem ähnlichen Pakt zwischen China und den USA (auch dieser sieht den Austausch sauberer und effizienter Technologien vor) geschlossen. 

Die Partnerschaft zwischen der EU und China ist vor allem auf saubere Energiegewinnung aus Kohle fokussiert, mit dem ehrgeizigen Ziel, bis 2020 eine emissionsfreie Kohletechnologie zu entwickeln. Dafür soll das CO2 aus der Kohleverbrennung unter der Erde gespeichert werden, anstatt in die Atmosphäre freigesetzt zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, stellt die EU China Know-How zur Verfügung und plant Investitionen in ein neues Kraftwerk. Der Pakt verfolgt außerdem die Absicht, bis 2020 die Kosten wichtiger Energietechnologien signifikant zu senken und ihre Verbreitung und Verwendung zu fördern. Auf konkrete Technologien werde man sich in weiteren Gesprächen mit China festgelegen, so die Sprecherin der EU-Kommission.
Mithilfe des Abkommens will China in 15 Jahren seine Energieintensität halbieren.

Neben sauberer Kohle wurden eine Reihe weiterer Bereiche für Zusammenarbeit identifiziert. Diese liegen auf den Gebieten Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Energieeinsparmaßnahmen;  Methanrückgewinnung und –wiederverwertung, Brennstoffzellen, sowie nachhaltiger Energiegewinnung und –übertragung. Auch verstärkte Kooperation im Bereich CDM (Clean Development Mechanism) im Rahmen des Kyoto-Protokolls ist geplant. 

Die Kommission sieht den Pakt als bedeutsam an, allerdings sei er nur ein erster Schritt zu konkreteren Verpflichtungen Chinas im Sinne des Klimaschutzes.
Die Umweltorganisation WWF begrüßte den Pakt. Die Direktorin des WWF-Programms gegen den Klimawandel merkte positiv an, das das Abkommen im Gegensatz zu dem zwischen den USA und China geschlossenen Klimabündnis neben Technologien auch politische Maßnahmen und solche zur Marktentwicklung umfasse. Besondere Bedeutung gewinne der Pakt bei Betrachtung der Tatsache, dass China bis 2030 Investitionen in Höhe ca. 1,5 Mrd. Euro in den Energiesektor plant: Somit werde die Möglichkeit geschaffen, eine nachhaltige Energieversorgung für die nächsten Generationen zu gewährleisten. 

Mit etwa 15% der weltweit ausgestoßenen CO2-Emissionen ist China nach den USA der größte Emittent von Kohlendioxid, und wird auch im Zentrum der für diesen Herbst angesetzten multilateralen Gespräche für die Zeit nach 2012, nach der ersten Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls, stehen.

Mehr Informationen zum Abkommen finden Sie unter europa.eu.int.

EVER-Bericht: Effekte von EMAS und Ecolabel

Die erste Fassung einer von der EU in Auftrag gegebenen Studie über EMAS und das Ecolabel wurde kürzlich veröffentlicht. Der EVER-Report beleuchtet insbesondere die Sicht von Unternehmen die EMAS bzw. Ecolabel eingeführt haben, sowie weiterer wichtiger Anspruchsgruppen auf die Systeme und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Wettbewerb.
Resultate aus Interviews mit Unternehmen und beteiligten Interessensgruppen sollen Anregungen zu möglichen Verbesserungen der Programme bieten. Auch eine mögliche Integration von EMAS, Ecolabel und anderen Umweltsystemen wird im Bericht diskutiert.
Die Ergebnisse der Studie werden in den Revisionsprozess des Umweltmanagementsystems und des Ökolabels für Produkte einfließen, der für das Jahr 2006 geplant ist.

Die Auswirkungen von EMAS werden in der Studie wie folgt beschrieben:

  • Der Einfluss von EMAS auf die Umweltleistungen von Unternehmen wird als signifikant, jedoch als weniger wichtig eingestuft als einige andere Faktoren, insbesondere regulative Rahmenbedingungen.
  • Nicht in jedem Jahr sind außerdem in gleichem Ausmaß Verbesserungen festzustellen; insbesondere scheint vielen Unternehmen die Erzielung kontinuierlicher Verbesserungen problematisch. Entgegen den Annahmen wird die Umweltleistung auch nicht von allen nach EMAS validierten Unternehmen ausreichend gemessen.
  • EMAS-Anforderungen in Bezug auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften sowie die Auditierung werden von den befragten Personen als stärkster Antrieb für gesteigerte Umweltperformance identifiziert.
  • Auch indirekte Effekte von EMAS können beobachtet werden: So lehnen sich viele Unternehmen im Rahmen ihres betrieblichen Umweltmanagement an EMAS an, auch wenn sie es nicht implementieren; auch „Aussteiger“ aus EMAS behalten die Regelungen großteils bei.
  • Die Motivation für eine EMAS-Implementierung sehen die befragten Unternehmen vor allem in mehr Rechtssicherheit und verbesserten internen Prozessen. Weniger Unternehmen nützen das Schema, um ihre Beziehung zu Stakeholdern und der Verwaltung zu verbessern.
  • Um die Vorteile aus EMAS auszubauen, schlagen die Unternehmen vor, das EMAS-Logo auf Produkten zu verwenden, und den Umweltbericht besser an Marketing- und externe Kommunikationsbedürfnisse anzupassen. Auch eine Ausweitung von EMAS über die EU-Grenzen hinaus wird von einigen der Interviewpartner genannt.
  • Die am häufigsten genannten Gründe gegen eine EMAS-Implementierung hängen mit der mangelnden Anerkennung von Seiten des Staates zusammen: Am wichtigsten wären Unternehmen Verwaltungsvereinfachungen; daneben werden auch Steuervergünstigungen und bevorzugte Behandlung im Rahmen der öffentlicher Beschaffung als wünschenswert genannt. Weitere Barrieren sind die unzureichende Anerkennung von EMAS von Markt- bzw. Kundenseite, und der mit der Validierung verbundenen Aufwand sowie durch die Auditierung bedingte Kosten.

In Bezug auf das Ecolabel kommt der EVER-Report zu dem Schluss, dass die Bekanntheit des europäischen Produktgütesiegels noch immer weit hinter nationalen Öko-Produktkennzeichen (wie z.B. weißer Schwan in Nordeuropa, blauer Engel in Deutschland und Österreich) zurückbleibt; das Zeichen hat daher bislang kaum Einfluss auf die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Kunden. Gute Erfolge zeigen allerdings Marketingmaßnahmen und Aktionen zur Bewusstseinsbildung von Konsumenten; diese stärken auch das Vertrauen in das Gütezeichen. Über die Umwelteffekte des Zeichens gibt es wenig empirische Erkenntnisse, aus den Interviews ergibt sich allerdings, dass nur die Unternehmen, die sich konkrete Umweltziele in Bezug auf das Produktkennzeichen gesetzt haben, auch signifikante Verbesserungen erzielen.
Für die Stärkung des EU-Ökolabels halten die befragten Gruppen eine Harmonisierung zwischen Ecolabel und nationalen Schemas für denkbar: Diese würde die Konkurrenz zwischen den einzelnen Umweltzeichen eliminieren und die Kommunikation mit den Kunden erleichtern. Allerdings deckt das Ecolabel bisher noch nicht alle Produkte ab, weiters bestünde die Gefahr, dass Unternehmen ihre Auszeichnungen verlieren würden, solange sie noch nicht alle Ecolabel-Kriterien erfüllen. 

Schließlich erörtert der Bericht auch die Frage nach einer möglichen Integration von EMAS und Ecolabel. Synergiepotentiale werden hierbei ausschließlich von Unternehmen und Stakeholdern, die beide Systeme gut kennen, gesehen: Operative Gemeinsamkeiten zwischen beiden Systemen erlauben beispielsweise gemeinsame Zielvorgaben, auch Marketingaktivitäten könnten integriert werden. Gegen eine Fusionierung der Systeme spricht jedoch, dass die beiden zum Teil unterschiedliche Ziele verfolgen, und eine Verwirrung der Konsumenten die Folge sein könnte. Zudem wird es von vielen Anspruchsgruppen als problematisch angesehen, Eco-Label-Anforderungen verpflichtend für alle EMAS-validierten Organisationen (und umgekehrt) vorzuschreiben.

Auf den vorläufigen Bericht können Sie hier zugreifen.
Die endgültigen Resultate des Berichts werden voraussichtlich Ende dieses Jahres vorliegen.

Neue Recycling- und Verwertungsziele für Verpackung in Kraft

Eine EU-Richtlinie zum Thema Recycling wurde kürzlich von Österreich in nationales Recht umgesetzt. Die neue Gesetzgebung soll in den „alten“ zwölf EU-Staaten 2008 in Kraft treten, in den neuen Mitgliedsstaaten liegen die Startjahre zwischen 2010 und 2015.

Durch die neue Richtlinie aus dem Jahr 2004 werden vor allem die Recyclingziele für Verpackungen aus Papier, Glas, Metall, Kunststoff und Holz auf stark angehoben.
Bisher galten Verwertungsziele von 50-65% aus Verbrennung mit Energierückgewinnung, diese werden jetzt bei 60% fixiert und bleiben somit beinahe gleich. Die Recyclingziele allerdings wurden von bisher 25-45% auf 55-80% auf fast das Doppelte angehoben. Die Ziele für die stoffliche Verwertung, für die bisher pauschal 15% vorgesehen waren, wurden differenzierter formuliert und reichen jetzt von 15% (für Holz) bis zu 60% (für Glas und Papier).

Ziel der neuen Gesetzgebung ist die weitere Verminderung schädlicher Umweltauswirkungen durch die Verbrennung die Deponielagerung von Verpackungsabfällen. Durch verstärktes Recycling soll auch das steigende Verpackungsaufkommen in der EU abgefangen werden – derzeit ist jeder Europäer für rund ein halbes Kilogramm Verpackungsabfälle am Tag verantwortlich.
Österreich gehört dabei mit Großbritannien und Dänemark zu den einzigen Ländern, in denen der Verpackungsverbrauch zwischen 1997 und 2002 leicht zurückging, unter den EU-15 nimmt es im sorgsamen Umgang mit Verpackung die beachtliche vierte Stelle ein. Am stärksten gestiegen ist das Aufkommen an Verpackungsabfällen hingegen in Irland (von ca. 160 auf 215 kg pro Kopf und Jahr).

Obwohl die alte Richtlinie aus dem Jahr 1994 von allen Ländern im Jahr 2002 erreicht wurde und auch die neuen Ziele für viele der EU-Staaten bereits jetzt in Reichweite sind, haben bisher neben Österreich lediglich Deutschland, Luxemburg, Großbritannien und Tschechien die Kommission von der fristgerechten Umsetzung der Richtlinie informiert.

Mehr über die Abfallrichtlinie finden Sie unter europa.eu.int/comm/environment/waste/index.htm.
Weitere Informationen zu Österreichs Abfallpolitik können Sie auf der Homepage des Umweltbundesamts abrufen. www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/abfall.

Studie zeigt Trend für Nachhaltigkeitsreporting

Seit 1993 steigt die Zahl an Nachhaltigkeitsberichten, auch CSR (Corporate Social Responsibility)- oder CR (Corporate Responsibility)-Berichte genannt, von Unternehmen stetig an.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle KPMG-Studie. Mehr als die Hälfte (52 Prozent gegenüber 45 Prozent im Jahr 2005) der weltweit größten „Global 250“-Konzerne veröffentlicht Reporte über eigene Aktivitäten im Bereich der Nachhaltigkeit. Berücksichtigt man auch Geschäftsberichte mit Nachhaltigkeitsthemen, so erhöht sich der Prozentsatz auf 64 Prozent.
Inhaltlich haben sich die diese Berichte vom anfänglich reinen Umwelt-Reporting  zu komplexen Nachhaltigkeitspublikationen mit sozialen, ethischen, ökologischen und ökonomischen Themen entwickelt. Die meisten Berichte veröffentlichen Industriesektoren, deren Agieren mit Auswirkungen auf Umwelt in Verbindung gebracht wird – auf globaler Ebene erstellen mehr als 80 Prozent der Konzerne aus Branchen wie der Chemie- und Kunststoffindustrie, Automobilindustrie, Öl- und Gasbranche Nachhaltigkeitsberichte. Im Finanzsektor konnte die KMPG-Studie seit dem Jahr 2002 einen signifikanten Anstieg an solchen Berichten nachweisen.
Die Studie brachte auch zu Tage, warum sich Unternehmen sozial engagieren: „Ökonomische Gründe“ sind es für die Mehrzahl von 74 Prozent. Jedes zweite Unternehmen führt ethische Motive oder Aspekte wie Innovation am Lernen, Mitarbeitermotivation und Risikomanagement, als weitere Beweggründe an.
Was aber steht in den Nachhaltigkeitsberichten? – Soziales wird in beinahe zwei Drittel der Berichte angesprochen, wobei hier die Themenberichterstattung eher oberflächlich ausfällt. Der Klimawandel wird in 85 Prozent der untersuchten Publikationen aufgegriffen.
Japan (80 Prozent) und Großbritannien (71 Prozent) sind die Länder mit den meisten unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichten. Immer mehr reportet wird in Italien, Spanien, Kanada, Frankreich und Südafrika, während in Norwegen und Schweden weniger Nachhaltigkeitsberichte als im Vorjahr publiziert wurden.
Die von KPMG International veröffentlichte Studie „KPMG International Survey of Corporate Responsibility Reporting 2005“ hat sich seit ihrer Einführung 1993 zur umfassendsten Studie ihrer Art etabliert. Sie analysiert Trends im Nachhaltigkeitsreporting der weltweit größten Firmen, inklusive der Top 250 Unternehmen der Fortune 500 (Global 250) und Top 100 Unternehmen in 16 Ländern (National 100) –insgesamt nehmen somit mehr als 1600 Firmen an der Studie teil.

Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.abcsd.at. Auf die Studie können Sie hier zugreifen.

Produktveredelung mit Ecodesign

Im Oktober startet der nächste Universitätslehrgang zum Thema Produktveredelung mit Ecodesign.
Der Kurs wird abgehalten in der Blended Learning Form, in dem Sie sich umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten zur Umsetzung umweltgerechter Produktentwicklung und Produktverbesserung aneignen können.
Anmeldeschluss ist bereits der 27. September 2005. 

Blended Learning bedeutet, dass es nur drei Termine gibt, bei denen man physisch anwesend ist, die Zeiten dazwischen werden auf der Lernplattform im Internet Aufgaben bearbeitet, gelöst und abgegeben. Dabei werden Sie von einer speziell ausgebildeten aktiven Tutorin unterstützt, meine Wenigkeit, die Ihnen bei allen Fragen (fast) jederzeit und unmittelbar zur Verfügung steht. In regelmäßigen Abständen gibt es die Möglichkeit in einem online Chat zu bestimmten Fragen und Aufgaben mit den Experten/Professoren zu konferieren. Diese Chats finden in der Regel am Abend statt, die Termine werden jedoch von allen Teilnehmern gemeinsam festgelegt. 

Dipl. Ing. Marek Stachura vom Kerp: "Die Kombination: Präsenz-Online ist eine sehr gut funktionierende Lernform, wo sich das Lernen super mit Beruf und Familie kombinieren lässt". "Durch die intensive Betreuung der Tutoren, ist man trotz der typischen Merkmale von e-Learning nicht alleine!" ergänzt Dipl. Ing. Ameneh Schneider: In der Gruppe mit anderen Teilnehmern haben Sie die Möglichkeit, ihr eigenes Produkt zu verbessern oder ein völlig neues zu entwickeln.

Termine:

Anmeldeschluss
: 27. September 2005
Startworkshop
: 03. Oktober 2005
Projektworkshop: 05. Dezember 2005
Endpräsentation: 26. Jänner 2006

Anmeldung:

Auf den Pressetext zum Lehrgang können Sie hier zugreifen.
Zum Download des Lehrgangsfolders klicken Sie hier. 

Kontakt und Fragen an:

Mag. Jutta Jerlich
eLearning Zentrum der TU Wien
Mobil: +43-676-4139169
jerlich@ecodesign.at

EU-Kommission darf Strafrecht auf Umweltsünder anwenden

Der Europäische Gerichtshof gab kürzlich der EU-Kommission in einem Streit um Strafen für Umweltsünder Recht. Demnach hat die Kommission die Kompetenz, Sanktionen in Umweltsachen festzulegen, und muss dies nicht in der Hand der einzelnen Staaten lassen. Mit dem Urteil trug die Kommission in einem langer Streit mit den Mitgliedsstaaten den Sieg davon.

Ein Beschluss des Rats der Europäischen Union (bestehend aus Ministern der Mitgliedsstaaten) sieht die Anwendung von Strafrecht für Umweltverschmutzer vor; damit soll auf die steigende Anzahl von Verstößen in diesem Bereich reagiert werden. Im Beschluss war jedoch vorgesehen, dass die Anwendung des Rechts in der Hand der einzelnen Staaten liegen sollte.
Die Kommission focht die Rahmenerklärung des Rats an; ihrer Auffassung nach ist Umweltschutz eine Sache der EU-Kommission. Der EuGH gab der Kommission Recht –  damit wurde der Rahmenbeschluss der Staaten für nichtig erklärt.

Die Mitgliedsstaaten hatten argumentiert, dass die EU keine hinreichenden Kompetenzen auf dem Gebiet der Rechtssprechung habe, und die Übertragung der Zuständigkeit für Umweltsachen an die Kommission nicht bedeute, dass ihr implizit das Recht gegeben wurde, Umweltsünder zu bestrafen.
Der EuGH merkte dazu an, dass Umweltschutz eine der essentiellen Aufgaben der EU darstelle, und dass alle notwendigen Regelungen für den Schutz der Umwelt in deren Kompetenzbereich integriert werden müssen. Obwohl üblicherweise weder Strafrecht noch Verfahrensrecht in Strafsachen im Aufgabenbereich der Kommission liegen, kommt in diesem Fall die EU-Legislative zu tragen – diese erlaubt die Anwendung von effektiven, angemessenen und abschreckenden Strafmaßnahmen, sofern dies notwendig ist, um die volle Wirksamkeit der EU-Umweltgesetzgebung zu gewährleisten und ernste Verstöße gegen das Umweltrecht zu unterbinden.

Erfolg für EMAS in den neuen Mitgliedsstaaten

In fünf der zehn neuen EU-Mitgliedstaaten ist das betriebliche Umweltmanagementsystem EMAS – Eco Management and Audit Scheme – bereits eingeführt. Als Vorreiter hat sich dabei ganz klar die Tschechische Republik positioniert: 18 Unternehmen haben bisher die Umweltbetriebsprüfung mit Erfolg abgeschlossen und Ziele zur Verbesserung ihrer betrieblichen Umweltleistungen festgesetzt. Auch in Malta, in der Slowakei, in Slowenien und in Ungarn ist EMAS langsam aber sicher auf dem Vormarsch.  

EMAS steht für die freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen, den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. EU-weit gibt insgesamt 3093 Registrierungen (Stand Juli 2005). Sowohl Industrie- und Gewerbeunternehmen als auch Verwaltungseinrichtungen der EU-Mitgliedstaaten und EFTA-Länder können sich daran beteiligen. Die unterschiedlichsten Sparten sind vertreten: im Industriesektor stammen EMAS-Betriebe häufig aus den Bereichen Chemie (268 Betriebe), Nahrungs- und Genussmittel (263) sowie Abfallentsorger und Recycler (218). Im Dienstleistungssektor führen Tourismusbetriebe (199) vor der öffentlichen Verwaltung (163), Transportunternehmen (109), Schulen (92) und Spitälern (91).
Das erfolgreichste neue EU-Mitgliedsland bei der Einführung von EMAS ist mit 18 validierten Organisationen die Tschechische Republik.

Die Voraussetzungen für eine weitere positive Entwicklung von EMAS stehen gut: Erste Erfolge gibt es auch in vier weiteren neuen Mitgliedsländern: In Malta, Slowenien, in der Slowakei und in Ungarn wurden seit dem EU-Beitritt bereits Betriebe registriert. Unter den neuen Mitgliedern in der internationalen EMAS-Community finden sich vor allem nationale Leitbetriebe und Tochtergesellschaften internationaler Konzerne, die diese Vorbildfunktion übernommen haben.

Das Interesse an EMAS in den neuen Mitgliedsländern ist auf jeden Fall groß. Ein Faktum, dem die internationale EMAS-Konferenz mit ihren thematischen Schwerpunkten gerecht wird: Unter dem Titel "Eco-Management in the new Member States and Local Authorities – Cases and Visions" werden interessante Fallbeispiele aus den neuen Mitgliedsländern vorgestellt und über visionäre Ansätze für die Zukunft von EMAS diskutiert. Das zweite zentrale Thema zielt auf die geplante Revision der Verordnung im Jahr 2008 ab. Im Rahmen der Konferenz werden auch die EMAS-Awards der Europäischen Kommission an drei europäische Unternehmen, die EMAS innovativ umsetzen, vergeben. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.umweltbundesamt.at.

REACH: Kompromiss zwischen EU und Industrie in Bezug auf das neue Chemikaliengesetz in Sicht

Ein möglicher Kompromiss zu REACH, der neuen EU-Chemikaliengesetzgebung über die in diesem Herbst im EU-Parlament abgestimmt werden soll, zeichnet sich ab.

REACH sieht eine verpflichtende Registrierung, Risikoevaluierung und Zulassung von Chemikalien vor. Unternehmen müssen demnach alle chemischen Stoffe, die sie in Mengen von ab einer Tonne pro Jahr produzieren, registrieren lassen und einem Verfahren zur Überprüfung der von dem Stoff ausgehenden Risiken unterziehen. Über 30.000 Chemikalien würden in den Geltungsbereich des neuen Gesetzes fallen.
Lange bevor der Gesetzesvorschlag dem EU-Parlament das erste mal zur Abstimmung vorgelegt wird, ist eine heftige Diskussion zwischen EU und chemischer Industrie über die möglichen Kosten der Chemikalien-Registrierung entbrannt. Ein Kompromiss zwischen beiden Seiten ist jedoch in Sicht: Derzeit werden mehrere Vorschläge geprüft, die Unternehmen bei der Umsetzung der neuen Gesetzgebung entlasten können. 

So wird zur Zeit ein Vorschlag von der EU begutachtet, demzufolge für kleinere Produktionsmengen an Chemikalien (zwischen einer und zehn Tonnen pro Jahr) ein risikobasierter Ansatz gewählt werden könnte – nicht alle Chemikalien, die in kleinen Mengen hergestellt werden, müssten somit automatisch den Registrierungsprozess durchlaufen.
Auch der OSOR („One substance, one registration“)-Vorschlag, der den Zusammenschluss mehrerer Unternehmen zu einem Konsortium für die Registrierung von Chemikalien erlauben würde, könnte in das neue Gesetz aufgenommen werden. Damit sollen die Kosten der Registrierung und Evaluierung vor allem für Klein- und Mittelbetriebe gesenkt werden.
Den Bedenken einiger Unternehmen, dass im Rahmen der Konsortien die Vertraulichkeit sensibler Unternehmensdaten nicht gewährleistet sei, könnte mit einem wahlweisen Austritt aus dem Schema entsprochen werden: Wenn ein Unternehmen beweisen könne, im Besitz von Daten zu sein, die für seine Wettbewerbsposition kritisch seien, könne die zuständige Agentur den Ausstieg aus OSOR bewilligen.
Außerdem wird derzeit eine Verlängerung der Frist für die Registrierung von Chemikalien mit Produktionsmengen von unter zehn Jahrestonnen von den derzeit vorgesehenen 11 auf 13 Jahre diskutiert, ein weiterer Schritt zur Entlastung von KMUs. 

Es ist jedoch als unwahrscheinlich einzuschätzen, dass die EU gänzlich von ihrem ursprünglichen Vorschlag, der eine Registrierung aufgrund der produzierten Mengen vorschreibt, abrücken wird. Der Vorschlag der chemischen Industrie, lediglich das Risiko von Chemikalien für Umwelt und Gesundheit als Kriterium für eine Registrierung unter REACH heranzuziehen, wird von ihr abgelehnt, da damit die Beweislast von den Unternehmen auf die Kommission umverteilt würde. Außerdem nehme der vorliegende Gesetzesvorschlag bereits auf die von individuellen Chemikalien ausgehenden Risiken Rücksicht, indem nicht nur Chemikalien mit Produktionsmengen von über einer Tonne pro Jahr, sondern auch krebserregende, die Fortpflanzung gefährdende und erbgutschädigende Substanzen von REACH erfasst würden.

Die Homepage der EU zu REACH finden Sie unter europa.eu.int/comm/environment/chemicals/reach.htm.

Neue EMAS-Registrierung

In der Branche der Reinigungsdienstleistungen wird nachhaltiges Wirtschaften immer wichtiger. Die „M.S. Reinigung Stevic KEG“ ist seit kurzem der fünfte EMAS-Teilnehmer dieser Branche. Das Unternehmen beschäftigt 5 Mitarbeiter und bietet seine Dienstleistung im Bereich der Gebäudereinigung, Fensterreinigung und Schneeräumung an.

Weitere Informationen zu diesem Unternehmen finden Sie in der EMAS-Datenbank des Umweltbundesamtes.

Neues aus Niederösterreich

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Neues aus Oberösterreich
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Neues aus Salzburg

Über die aktuellen Tätigkeiten des Umwelt.Service.Salzburg lesen Sie hier.

Neues aus der Steiermark

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Neues aus Wien
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Veranstaltungen

Österreichischer Qualitätstag 2005
Konferenz

Quality Austria veranstaltet als Dachorganisation der QÖS, ÖVQ, ÖQA und AFQM den Österreichischen Qualitätstag 2005. Die Themenfelder „systematisch“ – „wirkungsvoll“ – „ökologisch“ – „sozial“ stehen dabei im Mittelpunkt. Erfolgreiche internationale Unternehmen und namhafte Repräsentanten des österreichischen Wirtschaftslebens berichten über ihre Erfahrungen und Herangehensweisen auf dem Weg zu Spitzenleistungen mit Qualität.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der "Österreichische Staatspreis für Qualität 2005" verliehen.

Veranstalter: Quality Austria
Termin: 19.10.2005

Ort:
Renaissance Hotel Salzburg, Fanny von Lehnert Straße 7, 5020 Salzburg
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.qualityaustria.com

Umweltzeichen Enquete 2005: Umweltgütesiegel - nachhaltige Orientierung oder Verwirrung?
Informationsveranstaltung

Thema der Veranstaltung sind Umweltgütezeichen als freiwillige Instrumente der Umweltpolitik: Nach einem Überblick über die Entwicklung von Umweltgütesiegeln in Österreich und Europa widmet sich die Veranstaltung dem Thama Produktauszeichnungen aus staatlicher sowie Konsumentensicht; die Einstellung österreichischer Unternehmen zu Gütesiegeln, sowie Vorteile aus der Zertifizierung werden besprochen. Die Enquete beschließt eine Podiumsdiskussion.

Veranstalter: Lebensministerium
Termin: 10.10.2005
Ort:
BMLFUW, Stubenring 1, 1012 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.umweltzeichen.at, 01/315 63 93-23, petra.blauensteiner@oegut.at

Ökologische Gebäudesanierung
Internationale Tagung


Die AEE-Intec veranstaltet mit der Unterstützung der Programme wohnmodern und solarwärme die Fachtagung "Ökologische Gebäudesanierung" von 13. bis 15. Oktober in Weiz. Thema ist die hochwertige energetische Sanierung von großvolumigen Gebäuden. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Kooperation des Landes Steiermark mit dem klima:aktiv Programm wohnmodern im Bereich der Modernisierung von großvolumigen Wohnbauten besiegelt.

Veranstalter: AEE-Intec
Termin:
13.-15.10.2005
Ort: Kunsthaus Weiz, Weiz
Teilnahmegebühr:
EUR 145 für beide Tage (EUR 120 für AEE-Mitglieder und Studenten)
Weitere Informationen und Anmeldung: www.aee-intec.at

Ist die Papierindustrie nachhaltig?
Business Case: Nachhaltigkeit


Beim ABCSD-Business Case "Nachhaltige Papierindustrie" soll erörtert werden, wie sich die Papierindustrie in den kommenden Jahren positionieren wird und welchen externen, nicht beeinflussbaren Herausforderungen sie sich dabei zu stellen hat. Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft bringen ihre Sichtweisen und aktuelle Erkenntnisse zum Thema ein. Zukunftsweisende Strategien sollen gemeinsam diskutiert werden. Die Austropapier als Vertretung der österreichischen Papierindustrie stellt sich der Diskussion und dokumentiert als einzige Branche in einem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht ihre Fortschritte bei der Papierverarbeitung.

Veranstalter: ABCSD
Termin: 06.10.2005
Ort:
Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.abcsd.at

Internationale EMAS-Konferenz 2005
Konferenz

Unter dem Titel "Eco-Management in the new Member States and Local Authorities - Cases and Visions" veranstaltet das Umweltbundesamt im Auftrag der Europäischen Kommission und in Kooperation mit der Republik Slowenien die erste internationale EMAS-Konferenz in Österreich.
Zentrale Themen der Konferenz sind EMAS in den neuen EU-Mitgliedsländern sowie die Revision der EMAS-Verordnung. Am Abend des 4.10. 2005 vergibt die Europäische Kommission die EMAS Awards 2005 an jene drei europäischen Unternehmen, die einen besonders innovativen Ansatz in Bezug auf EMAS gewählt haben.
Es werden rund 150 Teilnehmer aus Österreich, Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und anderen Mitgliedsstaaten erwartet.

Veranstalter: Umweltbundesamt, Republik Slowenien
Termin: 04.10.2005
Ort: Beratungs
zentrum Congresscenter Villach, Europaplatz 1, 9500 Villach
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.emasconference2005.at, Programm  

Fünf Jahre IPPC-Richtlinie in Österreich
Informationsveranstaltung


Um aufzuzeigen, was sich in Österreich seit der Umsetzung der IPPC-Richtlinie verändert hat, welche Erfahrungen bisher mit dem neuen Instrument gemacht wurden, aber auch um zu diskutieren, was zukünftig zu erwarten ist, veranstalten das Lebensministerium und das Umweltbundesamt gemeinsam mit der Industriellenvereinigung eine Konferenz mit dem Titel „5 Jahre IPPC Richtlinie in Österreich“.

Veranstalter: Umweltbundesamt
Termin: 11.10.2005
Ort: Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Teilnahmegebühr: kostenlos
Weitere Informationen und Anmeldung: www.umweltbundesamt.at

Corporate Social Responsibility für ManagerInnen
Kompakt-Workshop

Der Kompaktüberblick über CSR: ManagerInnen erhalten einen umfangreichen Überblick über Inhalte und Methoden von CSR. Bezogen auf einzelne Unternehmensbereiche wie Personalführung, Produktentwicklung, Kommunikation wird der Seminarinhalt durch Vorstellung von Fallbeispielen ergänzt.

Veranstalter: ASD Business Academy
Termin: 20.-21.10.2005
Ort: Rogner-Bad Blumau
Teilnahmegebühr: 780 EUR exkl. MWSt (290 EUR für Mitglieder)

Weitere Informationen und Anmeldung: www.asd.at

Workshop "Nachhaltigkeitsberichte"
Workshop

Immer mehr Unternehmen veröffentlichen erstmals Nachhaltigkeitsberichte. Diese sind aber nicht nur ein PR-Instrument, sondern beeinflussen die gesamte Entwicklung eines Unternehmens und seiner Leistungen. Professionelles Vorgehen in diesem neuen Bereich ist daher von größter Bedeutung.
Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie einen Nachhaltigkeitsbericht verfassen sollen. Ihnen werden – unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen – Entscheidungsgrundlagen geliefert. Es soll auch gezeigt werden, welche Schritte zur Erstellung eines Berichtes erforderlich sind, um einen größtmöglichen Nutzen für die Unternehmen erreichen zu können.
Basis des Workshops ist der erstellte Leitfaden „Sustainability Reporting – In 7 Schritten zum Nachhaltigkeitsbericht“. Die einzelnen Schritte werden so dargestellt, dass eine leichte Übertragbarkeit auf unterschiedliche Unternehmen (sowohl nach Branchen als auch nach Größe) gewährleistet ist.

Veranstalter: ASD Business Academy
Termin: 25.10.2005
Ort: Wirtschaftskammer Tirol, Innsbruck
Weitere Informationen und Anmeldung: www.asd.at

Aktuelle Rechtsinformation
Aktuelle österreichische Gesetzblätter, Bundes- und Landesrecht können Sie unter www.ris.bka.gv.at, EU-Rechtsakte unter www.europa.eu.int/eur-lex abrufen.
Impressum

 

Herausgeber: Ökomanagement NÖ-Club
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land-
und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Design: Fa. PROCONCEPT
Chefredaktion: Anna Podovalova
Geschäftsführer: Hans Günter Plescher MAS
Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien
Tel./Fax: 01 / 714 5690
club@oekomanagement.at
Fa. PROCONCEPT Unternehmensberatung
Polly & Partner
2721 Bad Fischau-Brunn
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